Vier Arten, wie Ihre Konstruktionssoftware gute Ideen verhindert

Ein Großteil Ihrer Arbeit als Entwickler fällt in den Bereich der „Konstruktionserkundung“. Sie erzeugen eine Lösung, evaluieren Ihre Idee und wiederholen dann den Vorgang. Je häufiger, umso besser.

„Man kann nie wissen, ob es nicht eine bessere Lösung gibt, die man noch nicht untersucht hat“, schreibt Karl Ulrich, Prodekan für Innovation an der Wharton School der University of Pennsylvania. „Infolgedessen loten die meisten Konstrukteure mehrere Wege aus, verwerfen sie und erkunden mehrere unterschiedliche Entscheidungsfolgen.“

post-its-idea

In einer Welt, in der Ideen bei Brainstorming-Sitzungen entstehen und auf losen Blättern, Post-Its und Whiteboards festgehalten werden, scheint das kein Problem zu sein. Die Ideengenerierung ist einfach und geht schnell. Doch wenn es darum geht, Varianten zu erzeugen und abzulegen sowie Ideen mit anderen zu teilen, wird das Ganze schon langsamer. Und bislang hat Konstruktionssoftware kaum etwas dazu beigetragen, die Situation zu verbessern. Tatsächlich hält Ihre Konstruktionssoftware Sie und andere auch heute noch in vielerlei Hinsicht davon ab, mehr Ideen auszuprobieren und zu evaluieren:

  1. Es gibt keine schelle Möglichkeit, Varianten von Ideen zu entwickeln. Sobald Sie ein Produkt modelliert haben, müssen Sie zum Erzeugen von Alternativen oft die Datei kopieren und ändern. Je mehr „Wege“ Sie erkunden, umso mehr Dateien müssen Sie erzeugen. Stellen Sie sich beispielsweise vor, Sie möchten ein leichteres Material und ein anderes Verbindungselement für eine Montageklammer ausprobieren. Sie könnten für jede mögliche Variante unterschiedliche Dateien erstellen. Das ist zeitaufwendig, da Sie ein Modell öffnen, kopieren, ändern und dann unter einem anderen Namen speichern müssen.

Natürlich könnten Sie Zeit und Speicherplatz sparen, indem Sie abgelehnte Ideen einfach löschen. Doch dadurch entsteht eine weitere Barriere für eine sorgfältige Konstruktionserkundung:

  1. Nicht gespeicherte Konstruktionsideen werden sich immer wiederholen. Selbst im kleinsten Team wird irgendwann einmal jemand anderes als der Erzeuger an einem Produkt arbeiten. Mitarbeiter steigen ins Management auf oder gehen in Rente, und Unternehmen und Produktlinien werden aufgekauft. Und wenn eine neue Ingenieurin dann diese Klammer sieht, fragt sie sich vielleicht irgendwann: „Warum hat nur noch nie jemand dieses Verbindungselement ausprobiert…?“ Sie wird es natürlich bald herausfinden, aber erst, nachdem sie wertvolle Zeit vergeudet hat, die sie genauso gut für einen neuen Pfad hätte nutzen können. Schade, dass sie nicht wusste, dass Sie bereits letztes Jahr in diese Richtung gearbeitet hatten.
  2. Es gibt keine schnelle Möglichkeit, Varianten zu prüfen und zu vergleichen. Selbst nachdem Sie Konstruktionsalternativen erstellt haben, ist das Vergleichen von Ideen noch mühselig. Stellen Sie sich eine Konstruktionsprüfung vor, bei der Sie zunächst die Datei mit dem neuen Verbindungselement, dann die Datei mit dem neuen Material und zuletzt die mit dem neuen Material und dem neuen Verbindungselement aufrufen müssen.

Der Prozess ist so schwerfällig, dass die meisten Konstrukteure lieber Screenshots und PowerPoint-Präsentationen ihrer Ideen anfertigen, bevor sie sie anderen präsentieren. Leider müssen alle Vorschläge dann zuerst notiert und anschließend wieder in das Modell eingearbeitet werden, bevor die Konstruktionserkundung fortgesetzt werden kann.

  1. Gute Ideen entstehen nicht unbedingt im richtigen Moment im Entwicklungszyklus. In Teams, die Konzeptentwürfe mit Skizzen und Prototypen aus Karton entwickeln, findet ein Großteil der Ideengewinnung schon früh statt. Doch als Ingenieur sind Ihre Ideen auch dann noch wichtig, wenn die Prototypenerstellung bereits abgeschlossen ist. Während der Detailkonstruktion stellen Sie vielleicht fest, dass eine Rundung bei einer strategischen Kante die Fertigungsoberfläche vergrößert. Diese Idee sollte auf alle Fälle festgehalten und diskutiert werden! Doch mit traditioneller CAD-Software bedeutet das wieder zusätzliche Dateien und längere Konstruktionsbesprechungen.

Die PTC Creo Design Exploration Extension (DEX)
Mit PTC Creo 3.0 hoffen wir, diese Hürden zu überwinden und das Erkunden von Konstruktionsideen zu erleichtern, sodass es wieder Spaß macht. Die PTC Creo Design Exploration Extension ist ein Spezialtool in PTC Creo Parametric, mit dem Sie Ideen direkt in der ursprünglichen Modelldatei erfassen können.

Starten Sie einfach das Tool und erzeugen Sie einen Prüfpunkt (mit einem Lesezeichen vergleichbar). Nehmen Sie nun Ihre Konstruktionsänderungen vor und erzeugen Sie einen weiteren Prüfpunkt.

Links zu PTC Creo DEX

Kostenloses Lernprogramm Schritt-für-Schritt-Lernprogramm
Produktdetails Datenblätter und mehr
Kundenberichte Konstruktion in Aktion

Sie können beliebig viele Verzweigungen, Änderungen und Prüfpunkte erzeugen, ohne jemals den ursprünglichen Entwurf überschreiben zu müssen. (Schließlich geht es zu diesem Zeitpunkt nur um das Erkunden!)

Wenn Sie verschiedene Alternativen miteinander vergleichen und prüfen möchten, klicken Sie einfach auf die Prüfpunkte. Sie müssen keine externen Dateien aufrufen oder PowerPoint-Dateien erstellen. Und da PTC Creo DEX Teil der ursprünglichen CAD-Datei ist, können Sie jede Konstruktionsalternative, die Ihnen gefällt, einfach per Mausklick in den Originalentwurf übernehmen.

Anm. d. Red.: Um herauszufinden, wohin Ihre Ideen Sie in PTC Creo DEX führen könnten, sollten Sie sich diese neue Erweiterung in einem Live-Webcast ansehen. Das ist die Gelegenheit, den PTC Experten Fragen zu stellen und eine Live-Demonstration der PTC Creo Design Exploration Extension zu sehen.

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