Vier Tipps von Managern zur Beschleunigung der analysegesteuerten Konstruktion

Die meisten Entwicklungsorganisationen sind von den Vorteilen frühzeitiger Simulation überzeugt. Sie wissen, dass Analysen zu Beginn des Entwicklungszyklus die Abhängigkeit von teuren physischen Prototypen verringern, die Entwicklungszyklen verkürzen und die Fähigkeit der Abteilung, innovative neue Ideen zu erkunden und umzusetzen, auszubauen.

Doch dass die Vorteile bekannt sind, heißt noch lange nicht, dass die Umstellung einer Entwicklungsorganisation auf neue, analysegesteuerte Konstruktionspraktiken ein Kinderspiel wird. Der Prozess kann sogar äußerst respekteinflößend sein, insbesondere, weil die meisten Entwicklungsorganisationen auf klare Arbeitsteilung setzen und Veränderungen notorisch ablehnend gegenüberstehen.

Was meine ich mit klarer Arbeitsteilung? Einfach, dass Simulationen seit langem Aufgabe von Simulationsexperten waren, nicht die von Konstruktionsingenieuren. Und sie waren definitiv nicht Bestandteil des traditionellen CAD-Workflows. Doch damit analysegesteuerte Abläufe die erwarteten Vorteile liefern, müssen sie fest in der DNA der Organisation verwurzelt sein. Die vorhandenen Workflows müssen weiterentwickelt werden, um Simulationen auf mehreren Ebenen nahtlos, mit möglichst geringen Störungen und mit Unterstützung des erweiterten Entwicklungsteams zu integrieren.

Leider gibt es dafür kein Geheimrezept. Die Einführung analysegesteuerter Konstruktionsabläufe ist wie jede andere grundlegende Transformation eines Geschäftsprozesses: Sie erfordert die Unterstützung des obersten Managements und bewährte Änderungsmanagementverfahren, um dauerhaften Erfolg sicherzustellen.

Vor diesem Hintergrund sind hier vier Empfehlungen für die Umstellung von Entwicklungsorganisationen auf analysegesteuerte Konstruktion:

Schaffen Sie eine gegenüber der Simulation positiv eingestellte Kultur. Dies ist der bei weitem wichtigste und schwierigste Aspekt bei der Einführung analysegesteuerter Konstruktionsverfahren. Zunächst benötigen Sie eine klare, objektive Vorstellung Ihrer Entwicklungskultur, keine verklärte Idealvorstellung. Wenn Ihre Gruppe für Veränderung offen ist, haben Sie einen großen Vorteil und sollten auf weniger Schwierigkeiten treffen. Es ist jedoch wahrscheinlicher, dass Ihre Entwicklungsabteilung nicht ganz so anpassungsfähig ist und die Zuständigkeit für die Simulation sowie ihre Position im Entwicklungsprozess klar definiert sind.

Bei KTM nutzen die Konstrukteure CAD und CAE, um neue Entwürfe im Hinblick auf Performance und Stabilität zu optimieren.
Die erste Aufgabe ist, das Management mit an Bord zu holen. Eine hochrangige Führungskraft, möglicherweise auch außerhalb des Entwicklungsbereichs, die klar formuliert, wie sich frühzeitige Simulationen in die Geschäftsstrategie des Unternehmens einfügt, fördert die Akzeptanz unter hochrangigen Ingenieuren enorm, unabhängig davon, ob diese der Simulation vertrauen oder nicht. Die Unterstützung des obersten Managements ist außerdem kritisch, um die Silomentalität aufzubrechen, die CAD-Benutzer und Konstruktionsingenieure dazu bewegt, Analyseaufgaben ausschließlich Simulationsexperten zu überlassen, die sich wiederum zurückhalten, weil sie davon ausgehen, dass die Gruppe die Funktion der Simulation nicht ausreichend versteht.

Investieren Sie in die richtigen Tools. Traditionelle Simulationstools sind für den Prozess sehr wichtig, sind aber oft zu komplex und zu unübersichtlich für normale Konstruktionsingenieure. Wenn Sie Simulationsverfahren wirklich in jeder Phase des Entwicklungsprozesses verankern möchten, sollten Sie in eines der neuen Angebote investieren, die Simulationsfunktionen in CAD-Paketen bereitstellen und/oder komplexe Simulationsroutinen wie die Vernetzung vereinfachen. Diese Tools bieten äußerst benutzerfreundliche und vertraute, CAD-ähnliche Benutzeroberflächen, die Simulationsfunktionen für mehr Benutzer zugänglich machen.

Great Plains investierte in in das CAD-System eingebettete Simulationsfunktionen, damit die Ingenieure von Anfang an Simulationen durchführen können
Sparen Sie nicht an den Schulungen. Die Simulationstools sind zwar benutzerfreundlicher, die Simulationsprozesse selbst bleiben aber komplex. Nehmen Sie sich die Zeit, um weniger fortgeschrittene Benutzer in Best Practices für die Simulation zu schulen und sicherzustellen, dass sie über Grundkenntnisse der zentralen Prinzipien der strukturmechanischen Konstruktion und Wärmeanalyse verfügen. Beauftragen Sie Simulationsexperten damit, Ihre Ingenieure zu schulen. Dadurch bauen bei den Simulationsexperten Vertrauen auf, dass die Ingenieure Simulationen anwenden und die Ergebnisse korrekt nutzen können, während ein kollaborativer Workflow gefördert wird, der die traditionelle Silostruktur aufbricht.
Formalisieren Sie neue Workflows und präsentieren Sie die Ergebnisse. Verlassen Sie sich nicht darauf, dass die Mitglieder Ihres Teams die Simulation zum festen Bestandteil der Konstruktion machen. Trotz bester Absichten neigen die Menschen dazu, bei engen Terminen oder schwierigen Aufgaben die Analyse wegfallen zu lassen. Die einzige Möglichkeit, frühzeitige Simulationen dauerhaft zu einem festen Bestandteil des Konstruktionsprozesses zu machen, ist die Entwicklung und Durchsetzung formaler Workflows. Präsentieren Sie die Ergebnisse der Simulationsarbeit, um den Ingenieuren zu zeigen, dass sich der Aufwand lohnt. So beziehen Sie sie ein und sorgen dafür, dass sie auch bei unangenehmen Veränderungen mit an Bord bleiben.

College Park findet Fehlermöglichkeiten, ohne physische Prototypen zu bauen, und verkürzt so die Entwicklungsdauer um mehrere Monate.
Der Übergang zur analysegesteuerten Konstruktion ist vielleicht nicht einfach, lohnt sich aber in jedem Fall. Daran besteht kein Zweifel. Die Komplexität moderner Produkte macht einen optimierten Prozess zur Optimierung von Entwürfen notwendig. Frühzeitige Simulationen sind hierfür die vielleicht beste Chance.

Beth-StackpoleBeth Stackpole ist freie Redakteurin bei Desktop Engineering (www.deskeng.com), wo seit fast zehn Jahren über Entwicklungs- und Konstruktionstools berichtet wird.

Dieser Blogbeitrag wurde von PTC gesponsert. Die Konzepte, Ideen und Meinungen in diesem Beitrag wurden von Beth Stackpole unabhängig entwickelt.

 

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