Vier Möglichkeiten für Entwicklungsleiter, den Produktverifizierungsprozess zu verbessern

Bei der Produktverifizierung werden die Istdaten des gebauten Produkts mit den Konstruktionsdaten (Solldaten) verglichen. Dadurch wird sichergestellt, dass das gebaute Produkt dem Entwurf entspricht, einschließlich aller Änderungsaufträge, die während der Entwicklung durchgeführt wurden. Unternehmen, die ihre Produkte nicht verifizieren, riskieren teure Rückrufaktionen und Nacharbeit sowie unerwartete Verzögerungen bei der Produktfreigabe.

Die meisten Unternehmen führen daher Verifizierungsschritte durch. Besonders interessant sind die Unternehmen, die die Ergebnisse als Richtschnur für die weitere Entwicklung nutzen. Es ist kaum überraschend, dass diese Unternehmen in der Regel auch insgesamt erfolgreicher sind.

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Sie als Entwicklungsleiter haben laut Aberdeen Research vier Möglichkeiten, um in die Fußstapfen dieser Firmen zu treten. Im aktuellen Report As-Built vs. As-Designed: Untangling the Web of Inefficiency and Waste around Product Verification wertet Aberdeen die Erfahrungen von 125 Befragten und die Strategien der Best-in-Class unter diesen Unternehmen aus.

Bevor wir zu den vier Möglichkeiten kommen, wie Entwicklungsleiter den Produktverifizierungsprozess verbessern können, wollen wir genauer betrachten, wie die Best-in-Class-Unternehmen Ist- und Solldaten verwalten. Diesen Unternehmen ist bewusst, dass Wissen Macht bedeutet. Sie nutzen diese Daten daher nicht nur, um Best Practices zu entwickeln, sondern auch, um den Produktverifizierungsprozess kontinuierlich zu verbessern.

„Best Practices sind etwas Gutes, aber wenn Unternehmen sich nur darum kümmern, realisieren sie nur einen Bruchteil der Vorteile“, heißt es in dem Bericht. „Die Best-in-Class-Unternehmen haben dies erkannt und nutzen die Informationen für zusätzliche Initiativen.“

Im folgenden Diagramm sind die Best-in-Class im Vergleich zu allen anderen Unternehmen im Bezug auf die Nutzung der Istdaten dargestellt:

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Wie können Sie den Best-in-Class nacheifern? Kurz gesagt: Verfolgen Sie Änderungen, berücksichtigen Sie schon bei der Konstruktion die Fertigungseignung („Design for Manufacturing“), und lernen Sie von Ihren Prozessen. Die folgenden vier Schritte empfiehlt Aberdeen:

Automatisieren Sie Ihre Änderungsprozesse mithilfe von Software.
Viele Entwicklungsorganisationen verwenden manuelle Prozesse wie Excel-Tabellen, Mappen usw. für die Verwaltung von Änderungen. Diese Vorgehensweise ist laut Reid Paquin, dem Verfasser des Berichts, nicht skalierbar.

„Manuelle Prozesse ermöglichen kein effektives Änderungsmanagement“, erklärt Paquin. „Erstens ist die Zahl der Änderungen in der Regel zu hoch, um sie manuell zu verfolgen. Und zweitens ist die Verzögerung zwischen der Erfassung und der Veröffentlichung von Änderungsinformationen für den Rest der Organisation einfach zu groß.“

Der Analyst führt weiter aus, dass die Best-in-Class Software für das Änderungsmanagement verwenden, sodass eine Änderung sofort überall in der Organisation reflektiert wird.

Unterstreichen Sie die Bedeutung präziser Stücklisten.
Laut dem Bericht ist es wichtig, die Fertigungsstückliste direkt aus der Entwicklungsstückliste zu erzeugen und die beiden Stücklisten miteinander zu verknüpfen, damit zukünftige Änderungen reflektiert werden.

„Verwenden Sie Software, um sicherzustellen, dass Änderungen in beiden Stücklisten reflektiert werden“, so Paquin. „Dies ist eines der Dinge, die extrem bedeutend sind, aber oft übersehen werden, weil man denkt, dass Änderungen nicht so häufig vorkommen. Tatsächlich tun sie dies aber. Es ist daher ratsam, Software für das Änderungsmanagement zu nutzen.“

Nutzen Sie Ihre Ist/Soll-Vergleiche für Design for Manufacturability (DFM).
Ein erfolgreiches Produkt basiert nicht nur auf einem guten Entwurf. Die Bearbeitungseignung ist ebenfalls ein wichtiger Aspekt aller Entwicklungsvorhaben.

„Im Grunde genommen geht es darum, sicherzustellen, dass der Entwurf nach der Fertigungsfreigabe den Prozess möglichst schnell durchläuft, unabhängig davon, um welches Produkt es sich handelt“, erklärt Paquin. „Diese Informationen sollten der technischen Entwicklung zur Verfügung stehen. Das kann den gesamten Ablauf für alle erleichtern und die freigegebenen Produkte erfolgreicher machen.“

Verbessern Sie den Prozess kontinuierlich weiter.
Bei diesem Schritt geht es laut Aberdeen darum, sich bewusst zu machen, dass man immer noch besser werden kann. Der erste Schritt für kontinuierliche Verbesserung besteht darin, der technischen Entwicklung die Istdaten zur Verfügung zu stellen.

Die meisten Unternehmen verfügen darüber hinaus über eine Initiative für kontinuierliche Entwicklung, beispielsweise in Form einer Qualitäts- oder „Lean“-Strategie. So können Entwicklungsleiter bei der kontinuierlichen Verbesserung von den Erkenntnissen anderer Organisationsbereiche profitieren.

„Sorgen Sie dafür, dass Sie das Gesamtbild sehen können“, fordert Paquin. „Auf diese Weise können Sie Bereiche identifizieren, in denen noch Ineffizienzen bestehen, und diese durch kleine Verbesserungen nach und nach optimieren.“

Lernen Sie weitere Maßnahmen kennen, mit denen Unternehmen den Produktverifizierungsprozess verbessern können.

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