Für Änderungsprozesse sind die richtigen PLM-Lösungen nötig

Wer lässt sich schon gerne sagen, was er tun soll?

Geben wir es zu: Es ist ein unangenehmes Gefühl, wenn uns jemand über die Schulter blickt. Die Verwaltung des Änderungsprozesses – der die Entscheidungen und Maßnahmen bei Änderungen an einem Entwurf nach dessen Freigabe steuert – ist etwas, bei dem die meisten Menschen Hilfe benötigen. In diesem Beitrag möchten wir darauf eingehen, warum Sie diese in Anspruch nehmen sollten.

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Was ist ein Änderungsprozess?
Lassen Sie uns zunächst einmal das Szenario hinter dem Änderungsprozess klären.

Er beginnt erst nach der Freigabe einer Konstruktion. Das kann beispielsweise sein, wenn die Produktionsmitarbeiter die Bearbeitungsverfahren planen. Oder auch vor bzw. nach der Bestellung von Teilen im Einkauf. Und sogar erst dann, wenn das Produkt bereits an den Kunden geliefert wurde.
In diesem Augenblick wird „es“ zu einem Produktproblem. Vielleicht zerbrechen einzelne Komponenten schon beim Anfassen. Oder die hergestellten Komponenten passen bei der Montage nicht richtig. Vielleicht kommt es aufgrund der Elektronik zu Systemausfällen. Möglicherweise gibt es einen Programmierfehler im Steuerungssystem. Kurz: Irgendetwas stimmt nicht mit dem Produkt.

Der Änderungsprozess dient dazu, die Entscheidung zu treffen, ob das Problem behoben wird und, wenn ja, was korrigiert werden muss. In dieser Hinsicht ist der Prozess sehr einfach. Doch wie wir alle wissen, steckt der Teufel im Detail.

Änderung ist nicht gleich Änderung
Warum also sollte jemand Hilfe beim Änderungsprozess benötigen?

Änderungen nach der Konstruktionsfreigabe können äußerst ernste Konsequenzen für das Unternehmen haben. Das Korrigieren eines einzelnen Entwicklungsfehlers ist möglicherweise unglaublich einfach. Vielleicht muss nur ein 3D-CAD-Modell optimiert oder ein Teil ausgetauscht werden. Doch die Korrektur eines anderen Konstruktionsfehlers könnte eine ganze Reihe von ähnlichen Problemen nach sich ziehen, beispielsweise Versandschwierigkeiten aufgrund von Behördenauflagen, den Verlust eines Mengenrabatts bei einem wichtigen Lieferanten, teure Testdurchgänge oder Ähnliches. Eine Änderung kann einfach sein. Die nächste schrecklich kompliziert.

Das Problem: Auf den ersten Blick kann man eine einfache nicht von einer komplizierten Änderung unterscheiden.

An dieser Stelle wird der Änderungsprozess kompliziert. Die Lösung der Konstruktionsfehler muss mit einer Due Diligence-Prüfung sorgfältig untersucht werden. Doch nach diesem Schritt kann der Änderungsprozess schnell abweichen. Die einfache Änderung kann von einem Ingenieur selbstständig durchgeführt werden. Die komplexe Änderung muss von einer Reihe von verschiedenen Projektbeteiligten im Unternehmen geprüft werden.

Warum sollten Sie für das Änderungsmanagement eine Software verwenden?
Aufgrund der Komplexität des Prozesses. Ich erkläre das gleich.

Viele Organisationen leiten Formulare, in der Regel in Form von Dokumenten, per E-Mail weiter. Die Dokumente wandern von einem Projektbeteiligten zum nächsten, die Feedback und Entscheidungen dazu abgeben. Probleme gibt es dann, wenn die E-Mail bei viel beschäftigten Personen im Posteingang verschwindet und sich der Prozess dadurch verzögert. Auch wenn kein Verweis auf das richtige CAD-Modell vorhanden ist, entstehen Probleme. Ebenso, wenn mehre Personen das Formulardokument gleichzeitig ändern. Die Einhaltung des richtigen „Pfads“ erfolgt darüber hinaus manuell, was das Fehlerpotenzial erhöht. Und so wird es schnell immer schlimmer.

Die Vorteile eines PLM-Systems zur Verwaltung des Änderungsprozesses liegen in der Zentralisierung und Automatisierung. Aufgaben werden einzelnen Personen zugewiesen. Bei Verzögerungen erhalten diese eine Erinnerung, sodass der Prozess nicht ins Stocken gerät. Ideen, Feedback und Entscheidungen über die Änderung werden zentral im PLM-System gespeichert. Zusätzlich kann in die Workflows, die den Aufgaben und Formularen hinterlegt werden, Logik eingebettet werden. Je nach Komplexität kann der Prozess anders verzweigt werden.

Natürlich ist ein umfangreiches PLM-System nicht für jede Organisation das Richtige. Insbesondere für kleinere Firmen ist es oft überdimensioniert. Glücklicherweise gibt es inzwischen kleinere PLM-Lösungen mit reduziertem Funktionsumfang speziell für kleine und mittelständische Unternehmen. Da solche pragmatischen Lösungen enorme Vorteile haben, lohnt sich ein ernsthafter Blick auf ein entsprechendes PLM-System.

Wiederholung und Fragen
Richtig: Unternehmen haben ihre Änderungsprozesse schon seit Jahrzehnten auch ohne PLM-Systeme bestens im Griff. Ja, das kann funktionieren. Das Änderungsmanagement ohne PLM-System bedeutet jedoch ein gewisses Risiko für Verzögerungen und Kosten für das Unternehmen.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Bis bald. Vielen Dank an alle Leser!

Die Veröffentlichung dieses Blogbeitrags durch PTC erfolgt in Lizenz. Die Konzepte, Ideen und Meinungen dieses Beitrags wurden von dem Branchenanalysten Chad Jackson von Lifecycle Insights unabhängig ausgearbeitet.

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