Kampf mit Simulationsprozessen und -daten

Eigentlich nutzen Sie Simulationstools, um das Verhalten Ihres Produkts in der Praxis besser im Griff zu haben. Außerdem möchten Sie die Lebensdauer Ihrer Produkte verbessern und die Herstellungs- und Betriebskosten senken. Möglicherweise setzen Sie sogar Konstruktionsoptimierungsverfahren ein, um möglichst schnell eine Vielzahl von Optionen ausloten zu können, damit Sie sicher sein können, dass das Produkt die Kundenerwartungen erfüllt. Der erste Schritt ist notwendig, aber wie geht es danach weiter? Wie stellen Sie sicher, dass Ihr Simulationsprozess für jedes neue Produkt und jede Konstruktionsiteration immer wieder aufs Neue exakt befolgt wird?

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Hier kommen Daten- und Prozessmanagement-Tools ins Spiel. Sie müssen Modellvarianten, Materialtypen, Lastfälle und Ergebnisse verwalten. Und Sie benötigen eine Infrastruktur, die Ihre Simulationsstrategie unterstützt und Ihnen hilft, den Prozess mit steigendem Kenntnis- und Erfahrungsstand zu optimieren.

Eine einfache Möglichkeit ist, die Notizfunktion in PTC Creo Simulate zu nutzen, um alle Abläufe zu dokumentieren. Sie können Notizen für Teile, Baugruppen und Features hinzufügen, in denen Sie Ihre Gedankengänge bei den unterschiedlichen Konstruktionsalternativen erklären, und schnell hervorheben, warum eine Alternative zurückgewiesen wurde und warum Sie bei Ihrem Entwurf eine bestimmte Richtung eingeschlagen haben. Mithilfe von Notizen können Sie auch vereinfachende Annahmen verfolgen. Jede Notiz kann Sie und Ihre Kollegen daran erinnern, was auf dem Weg zum optimalen Entwurf in Erwägung gezogen und verworfen wurde.

Als Nächstes könnten Sie die Ergebnisberichte standardisieren. Verwenden Sie Vorlagen, um die in den Berichten erforderlichen Daten zu vereinheitlichen. Auf diese Weise ist sofort ersichtlich, wenn etwas fehlt. Wenn Sie von vornherein an die Ausgabe denken, hilft Ihnen das, den Simulations-Workflow zu vereinheitlichen. Zugleich helfen einheitliche Berichte, die Ergebnisse anderen zu erklären. Im Laufe der Zeit weiß jeder, welche spezifischen Informationen für eine Diskussion besonders wichtig sind. Von PTC gibt es eine Reihe von Vorschlägen für die Definition von standardisierten Ergebnissen. Sie können sich auch von Vorlagen von Fachverbänden und Organisationen wie der NAFEMS, der International Association of the Engineering Modeling, Analysis and Simulation Community, Anregungen für Ihre Produktarten oder Ihre Branche holen.

Screenshot der Ergebnisvorlage

Screenshot der Ergebnisvorlage

Bedenken Sie auch, dass PTC Creo Simulate vollständig mit PTC Windchill integriert ist, der PTC Lösung für Daten- und Prozessmanagement. PTC Windchill PDMLink ist ein webbasiertes PDM-System (Produktdatenmanagement), das Konstruktions- und Entwicklungsdaten, aber auch Prozesse wie Modellerstellung, Änderungs- und Konfigurationsmanagement verwaltet – und eben auch die Simulation. PDMLink ist nicht speziell für die Simulation gedacht, kann aber zur Verwaltung von Modellen, Simulationseingabedaten und -berichten sowie Ergebnisdarstellungen verwendet werden. Außerdem überwacht es Revisionsverläufe, Versionsnummern und Entwurfsiterationen.

Die Verwendung von PTC Windchill zur Steuerung von Simulationsprozessen und -daten ist ein kluger Schachzug. Mit PTC Windchill können Sie eine systematische Vorgehensweise für die Erstellung, Verwaltung und Wiederverwendung von Modellen definieren, aber auch von zugehörigen Dateien (wie den tatsächlichen Testergebnissen), Anforderungen, Berechnungen und anderen CAD-fremden Daten. PTC Windchill zeichnet auf, welche Iteration des CAD-Modells in einer bestimmten Simulation verwendet wurde und wie die Ergebnisse ausgefallen sind. Die Implementierung eines PDM-Systems allein für die Verwaltung von Simulationen wäre zu viel verlangt, aber wenn Sie PTC Windchill bereits verwenden, sollten Sie darüber nachdenken, wie Sie es zur effektiveren Ausgestaltung Ihres Simulationsprogramms nutzen können.

Sie können es sich so vorstellen: Sie dokumentieren Ihre Versuche. Sie erfassen sämtliche Analysen, die Gründe dafür und die Ergebnisse. Das ist ein enormer Vorteil. Sie können unnötige Wiederholungen vermeiden, aus früheren Versuchen lernen und Ihre Erkenntnisse mit dem Rest des Teams teilen. Während Sie diesen Wissensspeicher aufbauen, verbessern Sie zugleich Ihren Prozess und machen es für andere leichter, sich einzubringen. Simulationen sind dann kein Störfaktor mehr, sondern eine Möglichkeit, die nächste Konstruktionsiteration in die richtige Richtung zu lenken.

Ihr Team sollte CAE als Grundlage für Produktentscheidungen nutzen, und das bedeutet, dass es jederzeit die Ergebnisse jeder einzelnen Simulation abrufen können muss. Die Folgen dieser Entscheidungen sind noch lange spürbar, nachdem die rohen Simulationsdaten gelöscht wurden. Sie müssen daher schnell nachvollziehen können, wie und warum eine Entscheidung getroffen wurde, und vielleicht sogar eine Analyse mit neuen Daten wiederholen können. Machen Sie sich bereit, indem Sie eine Strategie für das Management von Daten und Prozessen ausarbeiten.

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