Reifenwerkzeuge mit PTC Creo: AZ Formen und Maschinenbau

Die Ingenieure, die Reifen entwickeln, haben die alten Gummischläuche von einst seit dem Ende des 19. Jahrhunderts kontinuierlich verbessert.
Sie haben herausgefunden, wie der Gummi die Felge so abdichtet, dass man auch ohne Innenschlauch auf einem Luftpolster fährt. Schichten aus Nylon und Stahl verhindern einen platten Reifen und ermöglichen zugleich höhere Fahrgeschwindigkeiten. In den 1970ern begannen sie, die Profile zu optimieren, um das Fahrverhalten bei unterschiedlichen Straßenverhältnissen zu verbessern.

Und wie es aussieht, sind sie noch lange nicht am Ende. In jüngster Zeit experimentieren die Ingenieure mit Werkstoffen wie Kevlar und Verbundwerkstoffen auf Maisbasis. Sie ändern und optimieren ständig neue, komplizierte Laufflächen-Profile, insbesondere am Übergang zur Flanke. Mithilfe von Simulationssoftware simulieren sie darüber hinaus immer mehr Entwurfsvarianten und Konzepte digital. 2009 gab Goodyear stolz bekannt, weltweit 50 neue Reifen eingeführt zu haben.

Für Autofahrer sind moderne Reifen (und damit auch die Fahrzeuge) sicherer und einfacher in der Handhabung und bieten erheblich mehr Fahrkomfort.

Für Unternehmen, die die Werkzeuge für die Reifen herstellen, sind die Anforderungen geradezu schwindelerregend. Reifenformen sind von der Komplexität her durchaus mit High-End-Komponenten aus der Luft- und Raumfahrt zu vergleichen. In diesem Video von Michelin werden die wichtigsten Fertigungsphasen eines Reifens erläutert, darunter auch der letzte Schritt, in dem ihm in einer Heizpresse sein Profil eingebacken wird.

AZ Formen- und Maschinenbau (AZ) ist ein deutsches Unternehmen mit einem Standort in der Tschechischen Republik, das seit 75 Jahren Formen für Reifen herstellt.

Reifenform von AZ Maschinenbau

Gürtelreifenform von AZ Maschinenbau

Mit einer Kundenliste, die so bedeutende Unternehmen wie Goodyear, Pirelli und Michelin umfasst, kennt das Unternehmen das rasche Änderungstempo. AZ arbeitet deshalb hart daran, sein Unternehmen zukunftssicher zu machen. Hierzu setzt das Unternehmen auf hochqualifizierte Arbeitskräfte, die mit immer komplexeren Entwürfen und den PTC Creo Lösungen problemlos zurecht kommen. Das Unternehmen stellt mit PTC Creo und Erweiterungen des PTC Partners INNEO die Innovation und Qualität sicher.

AZ_Bild

Gürtelreifenformen mit komplexen Laufflächenmustern, entworfen in PTC Creo

AZ aktualisierte erst letztes Jahr von PTC Pro/ENGINEER auf PTC Creo. Das Unternehmen nutzt jetzt PTC Creo Parametric sowie eine Reihe von Erweiterungen für numerische Steuerung.

  • Mit der PTC Creo Production Machining Extension und der PTC Creo Complete Machining Extension kann AZ die 3D-Geometrie direkt mit optimierten Werkzeugwegen versehen. Die Erweiterungen verbessern die Qualität, reduzieren den Ausschuss und senken die Produktionskosten für die Herstellung der Vulkanisationsformen. Das Entwicklungsteam kann auch die Bearbeitung für Mehrflächen-3-Achsen-Fräsen konfigurieren.
  • AZ nutzt außerdem die PTC Creo Tool Design Extension, mit der die Ingenieure Formen mit einer oder mehreren Kavitäten erzeugen können. Anschließend können sie Ausformschrägen, Hinterschnitte und Wandstärken bewerten.
  • Um die Entwicklung komplexer Profilgeometrien zu beschleunigen, wie man sie in modernen Reifenprofilen findet, verwendet AZ zusätzlich die PTC Creo Interactive Surface Design Extension für die komplexe Freiformflächenkonstruktion.

Quick Links

Was ist PTC Creo? Demos und Grundlagen
PTC und Spritzgusswerkzeuge Kunden und Grundlagen
Unternehmen und PTC Creo Die Vorteile

Das Beste an all diesen Lösungen ist, dass sie miteinander integriert sind. AZ muss also bei keinem Übergang von der Konzeptentwicklung bis hin zur Fertigung die Daten von einem Tool in das nächste konvertieren. Darüber hinaus verwendet die gesamte PTC Creo Suite dieselbe benutzerfreundliche, nach Microsoft-Richtlinien gestaltete Benutzeroberfläche.

„Die übersichtliche und intuitive Benutzeroberfläche ermöglicht eine schnelle Einbindung neuer Mitarbeiter“, erklärt Thomas Stangl, Director Research & Development. „Und sie erlaubt auch gelegentlichen Nutzern eine effiziente Bedienung des Systems.“

Das Ergebnis? Das Unternehmen kann, seit es PTC Creo verwendet, schneller mit Kundendateien arbeiten, selbst wenn diese in anderen CAD-Systemen entwickelt wurden. Die Entwürfe werden also schneller fertig gestellt und können früher in die CAM-Programme übernommen werden.

Darüber hinaus sind weniger Klicks erforderlich, um dieselben Aufgaben zu erledigen – dank der neuen Benutzeroberfläche ist fast die Hälfte der Mausklicks überflüssig.

Bilder: AZ.

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