Strategie der bedarfsgesteuerten Datenmigration

Falls Sie meine letzten Beiträge gelesen haben, ist Ihnen wahrscheinlich aufgefallen, dass mir die neuesten Entwicklungen bei der Arbeit mit Multi-CAD-Daten sehr am Herzen liegen. Anfang Juni schrieb ich über die fallenden Kosten eines CAD-Wechsels. Im Februar erklärte ich in Multi-CAD näher betrachtet einige der feinen Unterschiede in verschiedenen Multi-CAD-Bereichen.

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Heute möchte ich auf eine andere Seite der Multi-CAD-Konstruktion eingehen: die Datenmigration. Ich weiß, dass dieses Thema nicht gerade spannend ist. Es ist aber wirklich sehr wichtig. Denn einfachere Migrationen bedeuten weniger Probleme für Sie und Ihr Unternehmen.

Langwierige manuelle Datenmigration
Bislang war die Migration einer größeren Menge von CAD-Daten oft problematisch. Eigentlich war sie eine echte Qual.

In der ersten Phase eines Migrationsprojekts mussten die Konstruktionsdaten in einem Standardformat zwischen den CAD-Anwendungen ausgetauscht werden. Es gab eine Vielzahl von Batch-„Konvertierungstools“, die eine Unmenge an 3D-Modellen in einem bestimmten Format in ebenso viele 3D-Modelle in einem anderen Format konvertierten. Dieser Schritt selbst funktionierte in der Regel einwandfrei. Doch die Qualität der Ergebnisse ließ stets zu wünschen übrig. Ein gewisser Anteil der Ausgabedateien ergab keine Volumenmodelle. Das bedeutet, dass irgendwo in der äußeren Modellhülle eine Lücke war. Diese musste in mühevoller Kleinarbeit gestopft werden. Außerdem musste geprüft werden, ob das konvertierte Modell mit dem Originalmodell übereinstimmte. Das war ebenfalls ein aufwendiger Prozess.

Und doch waren all diese so arbeitsintensiven Schritte noch der einfache Teil der Migration. Bei Entwürfen, die optimiert und geändert werden mussten, musste das Modell mit KEs und parametrischen Steuerungen vollkommen neu erstellt werden. Diese Aufgabe war oft so monumental, dass viele Unternehmen beschlossen, die Umstellung auf eine neue CAD-Anwendung nur projektweise durchzuführen, da dann die Abhängigkeit von vorhandenen Teilen weniger groß und der Remodellierungsaufwand entsprechend geringer ist.

Die Migration von Konstruktionsdaten war zweifellos extrem unangenehm.

On-Demand-Datenmigration
Und wie ist es heute? Einige neue Funktionen in bestimmten CAD-Anwendungen haben den Migrationsprozess für Konstruktionsdaten tatsächlich drastisch verändert. Ich erkläre das gleich.

Zunächst lassen Sie uns über das Szenario sprechen, dass die Konstruktionsdaten einfach nur unverändert in die neue CAD-Applikation übertragen werden sollen. In diesem Fall ersetzt die Möglichkeit, Konstruktionsdaten in ihrem nativen Format zu öffnen, die Notwendigkeit, diese über den Umweg von Industriestandards zu konvertieren. Mit dieser Funktion kann der Prozess aus Konvertieren, Korrigieren und Validieren vollständig vermieden werden. Tatsächlich entsteht bei dieser Vorgehensweise überhaupt keine neue Modelldatei. Die Daten können einfach im ursprünglichen Format bleiben. Allein dadurch sparen Unternehmen enorm viel Zeit.

Ein weiteres Szenario wäre, dass eine geänderte Version des Entwurfs in die neue CAD-Applikation übertragen werden soll. Interessanterweise gibt es für diesen Fall nun zwei Möglichkeiten. Nachdem Sie das Modell in der neuen CAD-Anwendung im nativen Format geöffnet haben, kann es in der ursprünglichen CAD-Applikation geändert und anschließend synchronisiert werden. Das bedeutet, dass Änderungen, die in der Original-CAD-Anwendung an dem Modell vorgenommen werden, automatisch in der neuen CAD-Anwendung angezeigt werden. Natürlich bedeutet das, dass im Unternehmen stets eine Lizenz der ursprünglichen CAD-Applikation verfügbar sein muss.

Ein weiterer Ansatz, um eine geänderte Version eines Entwurfs in die neue CAD-Applikation zu übertragen, basiert auf zwei neuen Funktionen. Sobald das Modell im nativen Format geöffnet wurde, erkennt die neue CAD-Anwendung es, wenn ein Benutzer eine Änderung vornimmt. Sie fordert den Benutzer daraufhin auf, das Modell als neue Datei im Format der neuen CAD-Anwendung zu speichern. An diesem Punkt geht die Steuerung von einer CAD-Anwendung zur anderen über. Im Anschluss kann der Benutzer die Geometrie mithilfe von Direktmodellierungsfunktionen in die gewünschte Form ziehen, schieben und drücken. Dadurch wird das parametrische erneute Modellieren des Entwurfs absolut überflüssig, was sowohl auf personeller Ebene als auch für das Unternehmen insgesamt eine Menge nicht wertschöpfender Arbeit spart.

Wiederholung und Fragen
In der Vergangenheit war die Datenmigration von einer CAD-Applikation zu einer anderen mit unglaublich viel Ärger verbunden. Sie erforderte Konvertierungen im großen Stil, bei denen die Geometrie beschädigt wurde und die manuelle Korrekturen und Verifizierungsschritte erforderlich machten. Außerdem mussten Entwürfe, bei denen Änderungen notwendig waren, parametrisch neu modelliert werden.

Heute hat sich die Datenmigration durch die Möglichkeit, Daten aus anderen CAD-Anwendungen nativ zu öffnen, Veränderungen intelligent zu erkennen und Änderungen mithilfe von direkter Modellierung vorzunehmen, von Grund auf verändert.

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