Remote-Workstations verändern die Welt

Ich wage zu behaupten, dass nahezu jeder heutzutage mindestens eine Remote-Anwendung verwendet. In den meisten Unternehmen, egal welcher Größe, ermöglicht eine Installation auf dem Unternehmensserver sichere, geschützte Workflows im Rechenzentrum.

Technische Entwicklung, Design und andere grafikintensive Bereiche waren davon allerdings bisher ausgenommen: Die Performance war nicht akzeptabel und das Benutzererlebnis unzulänglich.

PTC hat dies mit der Zertifizierung der ersten Lösung für Remote-Grafikworkstations für PTC Creo Kunden nun geändert.

In diesem Video erfahren Sie mehr über PTC und Remote-Workstations:

Remote- und virtuelle Workstations eröffnen neue Horizonte
Server und die Virtualisierung von Rechnerressourcen sind seit vielen Jahren erfolgreich im Einsatz. Für Konstruktionsprofis und deren Workstation-Ressourcen allerdings sind sie erst seit letztem Jahr relevant. Bis heute hatten PTC Creo Kunden die Wahl zwischen einer Desktop-Workstation oder einer leistungsstarken mobilen Workstation.

CAD-Kunden hatten bei Remote- oder virtuellen Workstations immer dasselbe Problem: die hohen Anforderungen an die 3D-Leistung. Die Lösungen brachten auf einer Remote-Workstation nicht dieselbe Leistung wie auf einer Desktop-Workstation. Im Juni 2013 gab PTC die erste zertifizierte Remote-Workstation-Konfiguration für PTC Creo Software bekannt.

Diese Technologie ermöglicht den direkten Zugriff auf die ganze Leistung der Remote-Workstation. PTC Creo Kunden genießen nun dasselbe Benutzererlebnis, ob sie nun auf einer Remote-Workstation arbeiten oder auf einer lokalen Workstation.

Für Ingenieure und IT-Manager hat dies zahlreiche Vorteile. Läuft die Remote-Workstation mit PTC Creo parallel zu PTC Windchill Servern, erhöht sich die interaktive Performance der beiden Programme. Die Daten des Kunden sind besser geschützt, weil die Konstruktionsdaten – anders als auf einer Workstation im Büro oder vor allem auf einer mobilen Workstation – geschützt im Rechenzentrum verbleiben.

Die Ressourcen des Unternehmens werden ebenfalls besser ausgelastet. Durch Bündeln der Rechnerressourcen sinken die Kosten für Wartung und Sicherung gegenüber dezentralen Workstations überall am Standort. Virtuelle und Remote-Workstations können ebenfalls besser genutzt werden, da an jeder Workstation mehrere Ingenieure an mehreren Standorten arbeiten können.

Und, nicht zu vergessen: Durch bessere Arbeitsabläufe steigt die Produktivität. Eine Remote-Workstation ermöglicht einem Konstrukteur den Zugriff auf sein Arbeitssystem an nahezu jedem Standort. Ob bei der Reise zu einer anderen Niederlassung oder bei der Arbeit beim Kunden vor Ort, in einem unternehmenseigenen Konferenzraum oder einfach im Home-Office – eine Konfiguration aus Remote- und virtueller Workstation mit PTC Creo Software bietet die Freiheit, Arbeitsabläufe anzupassen und zu verbessern, sodass die Konstrukteure effizienter und produktiver arbeiten können.

Ingenieure können darüber hinaus aus verschiedenen Client-Geräten wählen. Eine Remote-Workstation-Sitzung kann auf Thin-Clients, Remote-Desktopcomputern, Notebook-Computern und Handhelds wie Tablets und Smartphones ausgeführt werden. Jedes Gerät hat seine eigenen Stärken, je nachdem, welche Aufgabe erledigt werden muss. Dadurch lassen sich Arbeitsabläufe besonders flexibel gestalten.

Die Möglichkeiten von Remote-Workstations eröffnen PTC Kunden erhebliche Synergieeffekte und Kosteneinsparungen. Und was noch wichtiger ist: Kunden können ihre Prozesse vollkommen flexibel anpassen und dadurch potenziell ihre Resultate transformieren.

Wie das funktioniert?
Wie unterscheidet sich das Server/Client-Modell, das seit vielen Jahren existiert, von der von PTC zertifizierten Remote-Workstation-Konfiguration? Der große Unterschied ist der direkte Zugriff auf die Grafikhardware.

Akzeptable Grafik-Performance bedeutet, dass Virtualisierungsanbieter wie Citrix eine Pipe der GPU ihrer Hardware öffnen müssen. Verfügt eine virtuelle Workstation-Sitzung über vollen, direkten und exklusiven Zugriff auf die Grafik-Hardware, wird dies als Grafik-Passthrough bezeichnet. Wie der Name schon sagt, genießen die Benutzer der Remote-Workstation auf dem Remote-Gerät die volle Grafik-Performance. Die einzige Einschränkung ergibt sich aus der Komprimierung, dem Streamen zum Remote-Gerät und dem anschließenden Dekomprimieren der Grafikausgabe.

Der zweite Faktor für ein positives Benutzererlebnis ist eine effiziente Komprimierung und Dekomprimierung. Dazu tragen mehrere Aspekte bei. Die AMD-Grafikhardware der Remote-Workstation nutzt Teradici-Komprimierungs- und -Dekomprimierungstechnologie. Citrix hat eine effiziente Dekomprimierungstechnik für Handheld-Geräte wie Tablets und Smartphones implementiert. NVIDIA nutzt eine GPU-basierte Lösung.

Beim Grafik-Passthrough wird pro virtueller Sitzung eine GPU verwendet. Im Dezember 2013 stellten NVIDIA und Citrix eine Lösung vor, bei der eine einzige GPU für bis zu acht Sitzungen gleichzeitig genutzt werden kann. So steht eine einzige, freigegebene Ressource für zusätzliche Benutzer zur Verfügung.

Remote- und virtuelle Workstation-Technologien ermöglichen nicht nur Kosteneinsparungen und eine bessere Ressourcenauslastung, sondern auch eine höhere Produktivität durch bessere Arbeitsabläufe, die durch eine aktualisierte Remote-Workstation-Infrastruktur unterstützt werden. Unternehmen, die mit neuen Computerfunktionen experimentieren, haben die Chance, ihre Prozesse und damit ihre Resultate zu transformieren.

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