Stets aktuelle Simulationswerkzeuge, um der Konkurrenz ein Schnippchen zu schlagen

Simulation

Wenn es um Workstations, CPUs und GPUs für technische Entwicklung und Konstruktion geht, geben Hardwareanbieter oft denselben Rat: Wählen Sie weder das teuerste noch das billigste Modell, sondern eines aus dem mittleren Preissegment. Und versuchen Sie stets, das neueste Modell zu bekommen. Warum ist das so? Weil Performance-Verbesserungen in jeder neuen Version die Effizienz so stark erhöhen, dass sich die Anschaffung innerhalb kürzester Zeit rechnet.

Dasselbe gilt auch für Software und ganz besonders Simulationstools. Die Anbieter haben in den letzten Jahren enorme Fortschritte bei der parallelen Verarbeitung, der Optimierung der Gleichungslöser, den Benutzeroberflächen und dem Postprocessing (um nur einige wenige zu nennen) gemacht. Wenn man der Konkurrenz nur einige wenige Versionen hinterherhinkt, kann das für diese bereits einen bedeutenden Wettbewerbsvorteil bedeuten.

Ein Beispiel: Mit Version A dauert es vier Stunden, um ein Modell für die Simulation vorzubereiten. Anschließend lassen Sie die Simulation über Nacht laufen und benötigen dann am nächsten Morgen noch einige Stunden für das Postprocessing und die Auswertung der Ergebnisse. Insgesamt sind das fast 24 Stunden, in denen nicht mehr an dem Entwurf gearbeitet werden kann. Wenn Ihr Konkurrent Version B verwendet, die beim Vorbereiten und Postprocessing nur 10 % schneller ist und mehr CPUs oder einen schnelleren Gleichungslöser nutzt, kann er vielleicht jede Woche eine zusätzliche Entwurfsiteration schaffen. Das bedeutet 52 zusätzliche Konstruktionsvarianten, die während eines Jahres erkundet werden können und mit Sicherheit zu einem besseren Produkt führen. Oder aber es entsteht eine vollkommen neue Produktlinie aus der schnellen Folge von häufigen Erkundungsdurchgängen. Leichter, stabiler, schneller – oder jedes andere Attribut, das Ihre Kunden wünschen.

Vielleicht denken Sie jetzt: Aber ich kenne die neue Version überhaupt nicht! Und ich habe keine Zeit, mich damit zu befassen! Veränderungen sind immer beängstigend, aber gerade im Bereich der Simulation sind Versionen meist eher evolutionär als revolutionär. Natürlich enthält jede Version vielleicht zusätzliche Gleichungslöser, neue Kontakttypen, Materialdaten usw. Aber bei den vorhandenen Funktionen gibt es in der Regel keine radikalen Veränderungen. Die Anbieter wissen, dass ihre Kunden einen bestimmten Gleichungslöser anhand eines physischen Prototyps validiert haben und können daher keine allzu großen Änderungen daran vornehmen. Sie fügen daher eher neue Gleichungslöser hinzu, statt vorhandene zu ändern. (Bei einer signifikanten Änderung, beispielsweise der Portierung von Windows 7 auf Windows 8, liefern die Anbieter in der Regel Benchmarks, damit Sie die Auswirkungen auf Ihre Ergebnisse einschätzen können.)
Zwischen zwei Versionen wird es eher Änderungen an der Benutzeroberfläche sowie an der Einrichtung von Simulationen und dem Postprocessing der Ergebnisse geben. Es lohnt sich auf alle Fälle, etwas Zeit aufzuwenden, um zu lernen, wie sich diese Prozesse beschleunigen lassen. Langjährige Simulationsexperten denken bei der Vorbereitung oft noch an die alten Eingabekarten von früher. Neue Nutzer sind an die Dateneingabefelder zum Zeigen und Klicken und an die Pulldown-Auswahlfelder moderner Benutzeroberflächen gewöhnt. Vertrauen Sie mir: Die neuen Vorgehensweisen kommen Ihnen vielleicht anfangs ungewohnt vor, aber wenn Sie sich erst einmal an sie gewöhnt haben, werden Sie damit deutlich schneller sein. Wie viel schneller hängt von der Problemstellung und dem Knowhow des Benutzers ab. Ich habe aber schon von einer 10-fachen Leistungssteigerung beim Einrichten von Simulationen gehört. Zugleich kommen Sie, wenn Sie mit der neuesten Version arbeiten, auch mit weiteren Neuerungen in Kontakt, sodass Sie vielleicht neue nützliche Funktionen für Ihre Simulationen kennen lernen.

Bei der Simulation geht es darum, einen Entwurf zu erkunden, seine Funktion zu verstehen und potenzielle Probleme zu beheben, bevor sie auftreten. Falls Sie mit der Simulation bereits in der Konzeptentwicklung beginnen, ist es sogar noch wichtiger, Ihre Effizienz und den Durchsatz zu verbessern. Die zusätzlichen Kosten für Software, Hardware und Schulungen werden durch den Geschwindigkeitszuwachs und die Einsparungen durch die Auswahl der optimalen Konstruktionsalternative, bevor teure Material-, Werkzeug- und Partnerentscheidungen getroffen werden, mehr als ausgeglichen.

Die Rentabilität der Einbindung von Simulationen in Ihr Entwicklungsprogramm ist von Natur aus hoch. Durch die Verwendung der neuesten Softwareversion (und vielleicht auch neuer Hardware) erreicht die Rentabilität ein noch höheres Niveau, da die Effizienzverbesserungen und die Ergebnisse des Simulationsprogramms zu neuen und besseren Entwürfen führen.

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Über die Autorin: Monica Schnitger ist Gründerin, President und Hauptanalystin der Schnitger Corporation. Seit 1999 entwickelt sie Industrieprognosen, Marktmodelle und -statistiken für den Softwaremarkt in den Bereichen CAD/CAM, CAE, PLM, GIS, Infrastruktur sowie Architektur, Technik, Bauwesen und Anlagenentwurf. Frau Schnitger hat zahlreiche Artikel zu diesen Themen verfasst und Vorträge für Technologieeinkäufer, Investoren und Entwickler gehalten. Zudem betreut sie Kunden jeder Größe in aller Welt.

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