Dallara Automobili: Warum hervorragendes Design allein nicht ausreicht

„Man kann das Design lieben“, so Luca Pignacca, Chefdesigner bei Dallara Automobili. „Schwieriger ist es, die Organisation zu lieben.“

Genau so ist es. Darum gefallen uns Bilder eines eindrucksvoll gerenderten Rennwagens mehr als beispielsweise ein Screenshot einer perfekt aufgesetzten Datenbank.

„Und trotzdem“, warnt Pignacca, „können Sie der beste Designer der Welt und ihr Entwurf noch so perfekt sein – wenn er nicht organisiert ist, sind Sie erledigt.“

Gemeint ist das Datenmanagement, und natürlich hat er vollkommen Recht. Unsere Kunden berichten uns ständig davon, dass in der Zeit vor PTC Windchill überschriebene Dateien, Prototypen auf Basis von veralteten Entwürfen und Daten, die nur schwer aufgefunden und ausgetauscht werden können. Je härter der Wettbewerb wird, umso weniger Produktentwickler können sich derartige Fehler leisten. Entsprechend werden Systeme für das Produktdatenmanagement immer wichtiger. Dazu kommen wir gleich noch. Kommen wir zunächst noch einmal zu den Rennwagen.

Dallara Automobili entwirft und baut Fahrwerke für Rennwagen von Weltklasse. Die Fahrzeuge des Unternehmens dominieren die Formel 3 und die IndyCar. Sie haben schon über 12-mal die Meisterschaft Indianapolis 500 gewonnen.

Die Ingenieure von Dallara im italienischen Parma bauen Fahrwerke für Toyota, Audi und Chrysler. Tatsächlich sind jedes Wochenende etwa 300 Rennwagen von Dallara irgendwo auf der Welt auf Rennstrecken unterwegs. Das Unternehmen hat sogar gemeinsam mit KTM das Modell KTM X-Bow entwickelt. In jüngster Zeit wurden Superwagen für Alfa Romeo (8C und 4C), Audi (DTM und LeMans), Bugatti (Veyron), Ferrari, Porsche und Maserati (MC12) hergestellt. Und in den USA hat das Unternehmen vor Kurzem erst einen IndyCar Werksverkauf mit Besucherzentrum eröffnet.

Das Unternehmen und seine über 180 Mitarbeiter (von denen 50 einen Doktortitel im Ingenieurswesen innehaben) sind also viel beschäftigt. Werfen Sie einen Blick auf einige Arbeiten und hinter die Kulissen des Werks:

Die Ingenieure bei Dallara verwenden für die Konstruktion dieser eleganten Rennmaschinen schon seit 1993 CAD-Tools von PTC und arbeiten mittlerweile mit PTC Creo. Als Datenmanagementsystem für die CAD-Dateien entschied man sich für PTC Pro/INTRALINK. Innerhalb einer Arbeitsgruppe stellte PTC Pro/INTRALINK ein zentrales Depot mit Revisionskontrolle bereit. Damit konnten auch Nicht-CAD-Nutzer auf die benötigten Dateien zugreifen. Außerdem wurde dadurch sichergestellt, dass alle Änderungen an das gesamte Team kommuniziert werden.

Vor einigen Jahren dann begann Dallara, größer zu denken.

Das Unternehmen stellte sich ein Datenmanagementsystem für das gesamte Unternehmen vor, das die Kommunikation, Zusammenarbeit und den Informationsaustausch im gesamten Unternehmen fördert. Wenn alle Produktentwicklungsdaten sich in einem einzigen virtuellen System befinden würden, könnte das Unternehmen seine Effizienz und Leistung verbessern und die Kosten senken – ähnlich, wie es bereits in der Konstruktions-Arbeitsgruppe geschehen war.

Das Unternehmen erweiterte seine Datenmanagementlösung, indem es PTC Windchill PDMLink und PTC Windchill ProjectLink für das gesamte Unternehmen implementierte.

„Nun kann ich die Stückliste für ein Auto oder ein beliebiges Projekt mit allen dazugehörigen Informationen anzeigen – nicht nur mit CAD-Zeichnungen, sondern mit Kalkulationen, Rechnungen, Kosten, Fehlerberichten usw.“, so Pignacca.

Und diese Möglichkeit hat (die entsprechenden Berechtigungen vorausgesetzt) auch jede andere Abteilung wie Konstruktion, Fertigung, Produktion, Einkauf und sogar Verwaltung. Sie können auch ihre eigenen spezifischen Daten einspeisen. Darüber hinaus nutzen die PTC Windchill Produkte ein perfekt abgesichertes, webbasiertes Kommunikationsprotokoll. Die Daten sind also leicht zugänglich und zu aktualisieren.

Die Folgen?

  • Bessere Leistung und niedrigere Kosten.
  • Produktbezogene Informationen werden im gesamten Unternehmen verwaltet, gemeinsam genutzt und geschützt.
  • Alle Abteilungen nutzen dieselbe Quelle mit präzisen Produktentwicklungsinformationen.
  • Das Unternehmen kann den Benutzerzugriff auf Daten in allen Lebenszyklusphasen perfekt kontrollieren.
  • Die Versionen werden verwaltet, bleiben aber abrufbar.

„Gute Entwürfe reichen heute nicht mehr aus – wegen der Konkurrenz, der schwindenden Margen und der hohen Erwartungen“, so Pignacca. „Und Organisation und Product Lifecycle Management geht es einfach nicht.“

Anm. d. Red.: Sie würden gerne mit anderen einen Rennwagen konstruieren? Dann machen Sie mit bei der Formula SAE®. Die Formula SAE ist ein Karrieresprungbrett für talentierte Nachwuchsingenieure, da sie sämtliche Aspekte der Automobilindustrie abdeckt, von der Forschung, über das Design, die Herstellung, das Testen, die Entwicklung und das Marketing bis hin zu Management und Finanzen. Die Formula SAE holt Studenten aus den Hörsälen heraus und erlaubt es ihnen, ihr theoretisches Wissen in die Praxis umzusetzen.

In diesem Video berichten Mitarbeiter von Dallara, wie die Formula SAE ihnen geholfen hat:

 

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