Der Aufstieg des Simulations- und Testvorstands

Ist Abteilungspolitik nicht wirklich unterhaltsam? Sie findet sich in allen Unternehmen mit knappen Ressourcen. Und seit dem wirtschaftlichen Abschwung und dem verstärkten Augenmerk auf Strategien zur Kostenkontrolle sind Budgets tatsächlich knappe Ressourcen.

In diesem Beitrag untersuchen wir die oft konfliktgeladene Beziehung zwischen Simulation und Tests, die sich langsam annähern, insbesondere unter einem neuen aufstrebenden Führungstyp.

Der traditionelle Konflikt zwischen Simulationen und Tests
Wo liegt das Problem zwischen Simulationen und Tests?

Letztendlich dreht sich alles darum, wie die Kosten für Simulationssoftware traditionell gerechtfertigt werden. Das Wertangebot ist stets dasselbe: die Eliminierung von Prototypen und Testdurchgängen. Die Rentabilität ist hoch, da es um bares Geld geht. Kein CFO wird etwas gegen die Eliminierung eines wiederkehrenden Kostenfaktors sagen, wenn dafür nur eine einmalige Ausgabe, nämlich für die Software, notwendig ist.

Das Problem ist, dass die Leitung eines Testlabors harte und teure Arbeit ist. Der Bau von Prototypen und das Prüfen der Prototypen auf Herz und Nieren erfordert viel Zeit. Dafür sind Experten mit Spezialkenntnissen erforderlich. Es muss Material eingekauft werden. Die Arbeit im Testlabor liegt relativ nahe an der Konstruktionsfreigabe, das oft als äußerste Frist angesehen wird. Bei Problemen bleibt also kaum noch Zeit, zu reagieren.

Budgetkürzungen sind nicht gerade etwas, wofür sich Testlabore begeistern können.

Die Konvergenz von Simulationen und Tests
Allerdings scheinen einige Unternehmen zu einer logischen Schlussfolgerung zu gelangen.

Das Ziel ist, bei minimalen Kosten, ohne Verzögerungen und ohne Beeinträchtigung der Produktleistung bis zur Konstruktionsfreigabe zu gelangen.

In diesem Punkt sind sich Simulationsteams und Testlabore einig. Die Ergebnisse der Simulation Driven Design Studie 2013 zeigen, dass sich dies langsam in den Organisationsstrukturen niederschlägt. Insgesamt ist bei 18,5 % der mehr als 1.005 befragten Studienteilnehmer ein einziger Vorstand sowohl für Simulationen als auch für Tests zuständig. Insbesondere in der Automobilindustrie und in der Luft- und Raumfahrtindustrie werden sogar 26,1 bzw. 23,2 % erreicht.

Für den Simulations- und Testvorstand muss das Schließen der Lücke zwischen den beiden Bereichen oberste Priorität haben. Und genau das tun einige Unternehmen. Insgesamt bestand bei 54,9 % der an der Studie beteiligten Unternehmen ein Zusammenhang zwischen Simulationsergebnissen und Tests. Und doch dokumentieren nur gerade einmal 45,3 % der Beteiligten ihre Testergebnisse. Wie es scheint, ist noch viel zu tun.

Höhere Komplexität, verschwimmende Grenzen
Eine Schwierigkeit, die sich für den zuständigen Vorstand bereits abzeichnet, ist die Prognose der Leistung für Produkte mit steigender Komplexität. Ganze 49,7 % der Studienteilnehmer gaben an, dass die Menge von Elektronik und Software in ihren Produkten zunimmt. Das lässt nicht nur auf kompliziertere Simulationen und Tests schließen, sondern führt auch dazu, dass die Grenzen zwischen den beiden Bereichen zunehmend verschwimmen.

Tatsächlich werden Simulationen und Tests immer weniger als zwei separate Aktivitäten angesehen. Simulationen umfassen nun auch „Hardware in the Loop“, also Echtzeit-Feedback von Controllern während der Simulation. Darüber hinaus führen immer mehr Unternehmen auch „Hardware in the Loop“-Simulationen durch. Dabei wird in einem Zwischenschritt ein Prototyp an eine Betaversion der Steuersoftware auf einem Desktop angebunden. Insgesamt geht der Trend hin zu einer kontinuierlichen Leistungsvalidierung und einem Test des kompletten Prototyps.

Zusammenfassung und Fragen
Wie es scheint, verändern Simulationen und Tests ihr Gesicht. Ehemals konkurrierende Teams arbeiten zunehmend zusammen, manchmal sogar unter einem einzelnen Vorstand, der für beide Bereiche zuständig ist. Unglücklicherweise werden die Grenzen zwischen Simulationen und Tests aufgrund der wachsenden Mengen an Elektronik und Software immer komplexer, verschwimmen aber auch zunehmend, da für die Tests zahlreiche Kombinationen von Simulationen und Hardware erforderlich sind.

Das waren also einige der Erkenntnisse der Simulation Driven Design Study 2013. Was ist Ihre Meinung? Stellen auch Sie fest, dass häufiger eine Person sowohl für Simulationen als auch für Tests zuständig ist? Verzeichnen Sie mehr Kombinationen von Simulationen und Tests? Die Diskussion ist eröffnet. Schreiben Sie Ihren Standpunkt einfach in die Kommentare.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Bis bald. Vielen Dank an alle Leser!

Anm. d. Red.: Informationen zu den Simulationsprodukten finden Sie auf der Seite zu PTC Creo Simulate. Auf der Seite zur PTC Creo Advanced Simulation Extension können Sie sich ebenfalls weiter informieren.

Die Veröffentlichung dieses Blogbeitrags durch PTC erfolgt in Lizenz. Die Konzepte, Ideen und Meinungen dieses Beitrags wurden von dem Branchenanalysten Chad Jackson von Lifecycle Insights unabhängig ausgearbeitet.

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