Die Vorteile der CAD-Konsolidierung in allen vor- und nachgelagerten Bereichen

Bei den meisten CAD-Konsolidierungsprojekten steht der Nutzen einer 3D-CAD-Lösung für die Detailkonstruktion im Vordergrund. Doch seit der Einführung von Entwicklungssuiten, die den Konstruktionsprozess weitergehend abdecken, eröffnen sich in vor- und nachgelagerten Bereichen der Detailkonstruktion neue Chancen. Hier ein kurzer Überblick:

Konsolidierung vor der Detailkonstruktion

Vom Angebot bis zur Konzeptentwicklung – viele Produkte nehmen als Skizze oder 2D-Entwurf erste Form an. In der Regel werden diese frühen Ideen in einem eigenständigen Tool oder auch mit Stift und Papier ausgearbeitet. Verfahren für digitale Skizzen transformieren den Prozess – insbesondere, wenn die Skizzen in nachgeordneten Schritten weiter genutzt werden können.

Stellen Sie sich nur einmal vor, was für Vorteile das hätte:

  • Teams können Angebote und Konzepte unkompliziert gemeinsam nutzen, ändern und wiederverwenden.
  • Ein ehemals isolierter Lieferbestandteil wird zu einem wichtigen Aktivposten des Unternehmens.
  • Die digitale Skizze ist der Ausgangspunkt für das 3D-Industriedesign.
  • Die Absichten der Konstrukteure werden übernommen, sodass die Person, die den Entwurf als Nächstes weiterbearbeitet, die Idee nicht interpretieren und rekonstruieren muss.

Die Alternative? Zeitverlust und Ressourcenverschwendung. Nachteile von isolierten Einzellösungen:

  • Skizzen oder 2D-Entwürfe müssen erneut erstellt werden, wenn es Zeit wird für den Umstieg auf ein 3D-Modell.
  • Manchmal wird es oft nochmals anhand des 3D-Modells eines Industriedesigners neu erstellt, um ein vollständig aus Konstruktionselementen bestehendes, parametrisches 3D-Modell zu erhalten.
  • Modelle müssen konvertiert und korrigiert („repariert“) werden.
  • Missverständnisse und Fehler nehmen zu und beeinträchtigen die Produktqualität.
  • Die Daten sind oft fehlerhaft.

In Unternehmen werden oft Tage für das erneute Erstellen von Daten aufgewendet, ohne Rücksicht auf den Produktivitätsverlust. Das ist extrem ungünstig, da diese Zeit viel sinnvoller in ein weiteres Angebot oder die Analyse weiterer Konzepte investiert werden könnte.

Konsolidierung nach der Detailkonstruktion

Produktingenieure sind nicht die einzigen, die Konstruktionstools verwenden. Es gibt verschiedene nachgelagerte Prozesse und Abteilungen, die CAD für die Konstruktion von Fertigungsanordnungen, Werkzeugsätzen und anderen Ressourcen einsetzen. Die meisten dieser Benutzer benötigen mit großer Wahrscheinlichkeit kein parametrisches 3D-CAD-Tool mit vollem Funktionsumfang. Sie dürften das System nicht ausreichend nutzen, um den hohen Schulungs- und Investitionsaufwand zu rechtfertigen. Vielleicht verwenden sie sogar bereits 2D oder ein einfacheres 3D-CAD-System.

Dies hat leider oft Unterbrechungen bei der Übertragung der Daten von der Detailkonstruktion an nachgelagerte Prozesse zur Folge.

Die Integration von digitalen Ressourcen mit nachgelagerten Schritten verhindert Lücken zwischen dem Entwurf und dem produzierten Produkt, sodass Konstruktionsabsichten, Innovationen und die Qualität nicht auf dem Weg verloren gehen.

Ein Beispiel sind Fertigungsprozesse. Werkzeuge, Spannelemente und Gussformen sollten im Idealfall direkt vom Produktentwurf abgeleitet werden. Wenn dies nicht möglich ist, muss die Produktgeometrie erneut erstellt werden. Dadurch wird der Prozess unterbrochen. Die Folge: Fehler und Qualitätsprobleme. Ein einfacheres Beispiel: Fertigungsingenieure müssen unter Umständen sogar einen physischen Prototypen anfertigen – eine Verschwendung von Zeit und Mühe.

Konstrukteure können sich diese Mehrarbeit und die damit einhergehenden Fehler sparen, indem sie einfachere Tools verwenden, die mit der Produktkonstruktionssoftware interagieren.

Mit den Original-Detailkonstruktionen, aber einer benutzerfreundlicheren Software, lässt sich der enorme Zeitaufwand für das erneute Erstellen, Konvertieren und Heilen von Daten für die Fertigung eliminieren.

Dasselbe gilt für andere nachgelagerte Abteilungen. Service- und Installationsmitarbeiter beispielsweise könnten mit einfacheren Werkzeugen anhand der technischen Entwürfe Zeichnungen vom Einbau an Kundenstandorten anfertigen oder überprüfen, wie ein Produkt in die vorhandenen Anlagen eingepasst werden kann. Interoperabilität ist der Schlüssel.
Integrierte Entwicklungssuiten ermöglichen es dem Unternehmen, 2D- und 3D-Inhalte für die Produktdokumentation, technische Informationen und die Servicedokumentation zu verwenden. Einfachere Tools können Unternehmen darüber hinaus einen Wettbewerbsvorteil verschaffen, da sie damit überzeugende Grafiken für ihre Vertriebs- und Marketingteams erstellen können, noch ehe die Produkte in die Produktion gehen.

Von der Einführung von Konstruktionssuiten, die ein breiteres Spektrum des Konstruktionsprozesses abdecken, profitiert die gesamte technische Entwicklung. Vor und nach der Detailkonstruktion profitieren Unternehmen, die auf eine einzelne Konstruktionssuite konsolidieren, von mehr Zeit für die Konzeptentwicklung, weniger Nacharbeit und wettbewerbsfähigeren Ressourcen.

Anm. d. Red.: Wenn Sie wegen der CAD-Konsolidierung unschlüssig sind oder Ihre Vorgesetzten überzeugen möchten, nutzen Sie das KOSTENLOSE CAD Consolidation Kit, das Jim Brown von Tech-Clarity für Sie zusammengestellt hat. In zwei Reports beschreibt er, wie sich durch Konsolidierung, entweder nur Ihrer 3D-CAD-Software oder der gesamten CAD-Software (2D-CAD, 3D-CAD, Simulation, Fertigung und sogar PDM), in einer einzigen Suite für technische Entwicklung und Fertigung erhebliche Einsparungen erzielen lassen. Das Kit enthält auch kostenlose Arbeitsblätter zur Berechnung der tatsächlichen Einsparungen und Rentabilität.
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