Produkt und Service: Das Ganze zählt

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Service und Dienstleistungen sind stark im Trend. Triebwerkhersteller verkaufen keine Triebwerke mehr, sondern Antriebsstunden. Produkte werden zu geringsten Preisen oder gar kostenlos auf den Markt geworfen, um dann an den Verbrauchsmaterialien zu verdienen. Die hohen Gewinnspannen im Service- und Wartungsgeschäft rücken diesen Bereich immer stärker in den Fokus des Managements. Aber Vorsicht: Service und Wartung können sich als zweischneidiges Schwert erweisen, wenn das Produkt nicht die geforderte Qualität aufweist – dann wird die vermeintliche Cash-Cow schnell zum Zuschussgeschäft.140311_SLM

Deshalb ist es wichtig, das Produkt schon von Beginn an mit dem Servicegeschäft im Hinterkopf zu konstruieren: Qualitativ hochwertig, einfach zu reparieren, schnell zu warten. Und dazu wiederum bedarf es integrierter Lösungen wie PTC Creo und PTC Windchill, die einen reibungslosen Informationsfluss von der Konstruktion bis in den Service und zurück ermöglichen. Vor allem die Richtung „zurück“ wird bisher gerne vernachlässigt, also die Rückkopplung, wie sich das Produkt in der Praxis schlägt.

Dazu hat PTC mit der PTC Servigistics-Produktpalette eine Lösung im Programm. In dieser Software lassen sich Wartungs- und Reparaturvorgänge nicht nur planen, sondern auch auswerten. So kann recherchiert werden, welche Schäden an einem Produkt besonders häufig sind und welche Bauteile betroffen sind. Das ist grundsätzlich ganz unabhängig von der Produktgeometrie und wird erst in Verbindung mit den PTC Windchill-Funktionen eindeutig auf Bauteile zurückverlinkt.

So entsteht ein geschlossener Kreislauf. Aus der Produktentwicklung fließen Daten über die Datenverwaltung weiter bis in das Service Lifecycle Management (SLM) und von dort zurück in die Produktentwicklung. Der Produktentwickler erhält erstmals quantifizier- und nachvollziehbare Rückmeldungen zur Qualität und „Wartbarkeit“ seiner Produkte und kann entsprechend bei Revisionen oder Neuentwicklungen reagieren.

Denn es geht ja nicht nur darum, Produkte so zu entwickeln, dass sie möglichst wenige Defekte haben und Wartung erfordern. Es muss auch darauf geachtet werden, dass die Produkte, wenn sie einmal repariert und gewartet werden müssen, möglichst einfach und schnell zu zerlegen und zu reparieren sind. Da liegt oft ein großer Erfahrungsschatz bei den Monteuren begraben, der kaum je in die Entwicklung zurückgespiegelt wird.

Je mehr Unternehmen darauf setzen, mit Service und Dienstleistungen Geld zu verdienen, desto stärker tritt dieser Gesichtspunkt in den Vordergrund – denn es macht keinen Sinn, Serviceangebote zu machen, wenn deren Kosten wegen häufiger Reparaturen oder langwieriger Wartung teurer ausfallen als notwendig. Denn dann sind die höheren Margen, die man sich gegenüber dem reinen Produktvertrieb erhofft, schnell aufgezehrt.

Eine integrierte Entwicklungsumgebung hört eben nicht auf, wenn das Produkt in die Fertigung geht, der vielfach verwendete Begriff „Lifecycle Management“ umfasst – wenn er richtig umgesetzt wird – eben weitaus mehr. Moderne Softwaretechnologie wie die PTC Product Development-Angebote helfen, die im „hinteren“ Bereich des Produktlebenszyklus liegenden Geschäftsmöglichkeiten effizient auszunutzen.

 

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