Ordnung in den Modellen mit PTC Creo ModelCHECK

Die Software zeigt dem Anwender genau, wo im Modell der Fehler sitzt.

Qualitätskontrolle – bei Produkten ist sie seit langem selbstverständlich. Aber wie steht es bei CAD-Daten? PTC bietet mit PTC Creo ModelCHECK ein komfortables Werkzeug für diese Aufgabe.

PTC Creo ModelCHECK ist in die Creo-Oberfläche integriert.

PTC Creo ModelCHECK ist in die Creo-Oberfläche integriert.

Letzte Woche besuchte ich eine Firma aus dem Maschinen- und Anlagenbau, die seit einigen Jahren mit PTC Creo arbeitet. Unter den Gesprächspartnern war ein Mitarbeiter der Qualitätskontrolle, der von seinen sehr positiven Erfahrungen mit PTC Creo ModelCHECK berichtete. Ich hatte mich mit dieser Software bisher nicht beschäftigt, aber die Begeisterung, mit der der Anwender davon sprach, brachte mich dazu, genauer hin zusehen.

 

In diesem Unternehmen wurde im Jahr 2005 von einem Fremdsystem auf PTC Creo gewechselt. Dabei war geplant, die bestehenden Modelle in das PTC Creo-Format automatisch zu konvertieren. Doch es zeigte sich schnell, dass die Qualität der Daten eine automatische Konvertierung nicht erlaubte, weil zum einen die Geometrie nicht sauber zu übertragen war, zum anderen fehlten bei vielen Modellen Angaben wie das verwendete Material, so dass viel manuelle Nacharbeit notwendig war.

Die Software zeigt dem Anwender genau, wo im Modell der Fehler sitzt.

Die Software zeigt dem Anwender genau, wo im Modell der Fehler sitzt.

Eine ähnliche Problematik zeigt sich mit Lieferanten oder Engineeringdienstleistern, die CAD-Daten anliefern: Stimmen die Einstellungen der Systeme nicht oder fehlen Angaben, die das Datenverwaltungssystem des Empfängers auswertet, ist manuelle Nacharbeit notwendig, die den Entlastungseffekt, den ein Dienstleister bringen soll, schnell zunichte macht.

Hier setzt PTC Creo ModelCHECK an: Der CAD-Administrator wählt aus einer breiten Palette von Prüfungen diejenigen aus, die bei Modellen getestet werden sollen, und legt fest, wann der Check erfolgen soll: Interaktiv, also vom Anwender gestartet, beim Regenerieren, beim Speichern oder im Batchmodus. Diese Einstellungen lassen sich abspeichern und beispielsweise dem Engineeringdienstleister übergeben, damit dieser seine Daten nach den eigenen Regeln überprüfen kann.

Aber auch den eigenen Mitarbeitern erleichtert PTC Creo ModelCHECK die Arbeit, denn die Software kann erstaunlich viele und komplexe Fehler und potentielle Probleme erkennen. Die Tests sind in vier Gruppen aufgeteilt: Unter „Standardkonformität“ finden sich unter anderem Prüfungen, ob das richtige Startteil verwendet wurde oder Parameter, Ansichten und Layer so sind, wie es die Konstruktionsrichtlinien vorschreiben. In der Gruppe „Richtiges Nutzen von Modellierfunktionen“ testet das Tools unter anderem, ob das Modell überflüssige Features enthält, Features falsch dimensioniert oder erstellt waren, während im Bereich „Fertigung und Konvertierung“ beispielsweise nach zu kurzen Kanten oder zu kleinen Radien und Bohrungen gesucht wird. Aber auch Zeichnungen werden überprüft, beispielsweise die Rechtschreibung oder, ob alle Ansichten innerhalb des Zeichnungsrahmens liegen.

Diese kurze Auflistung zeigt schon, dass die Überprüfung sehr umfassend und genau ausfallen kann. Allerdings sollte man es mit der Ausführlichkeit der Prüfung und der Trennschärfe der Parameter nicht übertreiben, da zu viel Nachbesserungsbedarf die Anwender schnell frustriert. Auch bei dem besuchten Anwender mussten die Schwellwerte mehrmals justiert werden. Ein Modell muss nicht perfekt sein, nur gut genug, das sollte hier die Devise sein.

PTC Creo ModelCHECK präsentiert dem Nutzer nach dem Abarbeiten der Checks eine interaktive Liste der aufgetretenen Fehler, die sich teils automatisch korrigieren lassen, teils zeigt die Software, wo der Fehler im Modell lokalisiert ist und überlässt die Beseitigung dem Anwender.

Der Gesprächspartner nannte PTC Creo ModelCHECK eine „Wareneingangskontrolle für CAD-Daten“, und es ist tatsächlich verblüffend, dass diese Qualitätskontrolle in vielen Unternehmen offensichtlich nicht genutzt wird. Dabei sind unvollständige Modelle ein echtes Problem, wenn es darum geht, diese Modelle im PLM-System automatisch zu klassifizieren, zu suchen oder im weiteren Lebenszyklus wiederzuverwenden.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Creo erleben, Die Creo Technologie, Die Konstruktion neu erfunden. Bookmarken: Permanent-Link. Trackbacks sind geschlossen, aber sie können Kommentieren.

Einen Kommentar schreiben

Ihre E-Mail wird niemals veröffentlicht oder verteilt. Benötigte Felder sind mit * markiert

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Du kannst diese HTML Tags und Attribute verwenden: <a href="" title="" rel=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <pre> <q cite=""> <s> <strike> <strong>