Flexible Modellierung – Unternehmensprofil: Schaeffler Gruppe

Unsere Vorfahren kannten keine Verbrennungsmotoren. Es ist daher ganz normal, dass es damals auch keine Autos gab. Aber warum gab es keine Fahrräder?

Ein kurzer Ausflug in die Geschichte der Kugellager

Der Grund sind, wenigstens zum Teil, Kugellager. Ohne eine Möglichkeit, zu verhindern, dass bewegliche Teile aneinander reiben, verschleißen Karren, Wägen und andere rollende Systeme sehr schnell. Unsere Vorfahren nutzten daher lange Wasser oder Talg, um die Reibung zwischen Achse und Rad zu verringern. Doch trotzdem war noch ein großer Kraftaufwand erforderlich, um Lasten zu bewegen.

Kugel- und Wälzlager reduzieren den Reibungswiderstand deutlich. Schon Leonardo Da Vinci war sich dessen bewusst, wie Kugel- und Zapfenlager in seinen im 15. Jahrhundert angefertigten Zeichnungen zeigen.

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Aber die Entwicklung eines Konzepts und der Bau eines entsprechenden Systems sind zwei Paar Schuhe. Das größte Problem beim Bau eines praxistauglichen Fahrrads stellte die Bearbeitung der Kugeln dar, die im Kugelhalter platziert werden. Ein wiederholbares und präzises Verfahren zur Herstellung dieser kleinen Kugeln wurde erst 1883 entwickelt.

Damals löste Friedrich Fischer (der Sohn von Philipp Moritz Fischer, dem Erfinder des ersten „Fahrrads“ mit Pedalen) das Problem. Auszug·aus·Wikipedia:

Friedrich Fischer konstruierte·eine Kugelschleifmaschine, mit der es erstmals möglich war, in großen Mengen Stahlkugeln mit sehr geringer Abweichung von der Idealform zu produzieren. … Damit war der Grundstein für die in den Folgejahren aufblühende Wälzlager-Industrie gelegt.

1896 produzierte Fischers Anlage bereits 10 Millionen Kugeln pro Woche. Heute wird er deshalb als „Vater des modernen Kugellagers“ bezeichnet. Es ist Innovationen wie dieser zu verdanken, dass Fahrräder heute so reibungsarm und schnell betrieben werden können – genauso wie Autos und unzählige andere moderne Maschinen, die dieser Entwicklung folgten.

Schaeffler Gruppe setzt Erbe fort

Fischers ehemaliges Unternehmen wurde schließlich von einem anderen übernommen. Heute gehören die Marke (FAG) und der Nachlass Fischers der Schaeffler Gruppe, einem PTC Creo Kunden, der sich auf „alles, was sich bewegt“ spezialisiert hat. Der internationale Konzern entwickelt Präzisionsprodukte für Maschinen, Anlagen, Kraftfahrzeuge und die Luft- und Raumfahrt.

Laut Schaeffler basieren alle wichtigen Marken des Unternehmens, wie FAG, „auf einer genialen Erfindung“. Deshalb engagiert sich das Unternehmen stark für Forschung und Entwicklung und bringt jedes Jahr Hunderte von neuen Produkten auf den Markt.

„Weltweit arbeiten tausende Mitarbeiter mit den Kunden an neuen Lösungen – beispielsweise in den Bereichen Werkstoffe, Tribologie und Beschichtungen“, heißt es auf der Website des Unternehmens. „Mit den neuesten Entwicklungswerkzeugen entwickeln und optimieren sie Produkte für die Automobilindustrie, den Maschinen- und Anlagenbau, für Konsumgüter sowie die Energiewirtschaft und die Luftfahrt.“

Schaeffler und PTC Creo Flexible Modeling Extension

Zu diesen Entwicklungswerkzeugen gehören PTC Creo und die Flexible Modeling Extension (FMX). Laut der Produktdesign-Expertin Tracy Novinski können sich Teammitglieder, die nicht in Vollzeit in der CAD-Konstruktion tätig sind, dank FMX besser in den Entwicklungsprozess einbringen.

Beispielsweise können Anwendungsingenieure (die sich nicht alle auf parametrische CAD-Systeme spezialisiert haben) vorhandene 3D-Entwicklungsdaten verwenden, um Entwurfsvorschläge anzufertigen.

„Gelegentliche Benutzer kennen sich nicht mit Randbedingungen und Familientabellen aus – Konzepten, die für intensive CAD-Anwender, die sich den ganzen Tag mit dem System beschäftigen, nichts Besonderes sind“, erklärt Novinski.

Mit der PTC Creo Flexible Modeling Extension können Anwendungsingenieure 3D-CAD-Daten in einem parametrischen Modell sehr einfach bearbeiten. Gelegentliche Benutzer genießen mehr Flexibilität und können in enger Zusammenarbeit mit Kunden die Produktanforderungen schneller definieren. Anwendungsingenieure können problemlos mit Geometrie und Konstruktionselementen arbeiten. Das spart Zeit und mindert Fehler und Frustration.

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