Perfekte Gussformen und Produkte mit i-mold und PTC Creo

Der Formenbau ist ein Bereich für Spezialisten mit großer Erfahrung. Oft entscheiden winzige Nuancen, ob eine Form gute Ergebnisse liefert oder beim Spritzgießen Probleme auftreten.  Darum setzen die Spezialisten bei i-mold PTC Creo 2.0 ein, um perfekte Komponenten zu liefern.

i-mold wurde 2004 von Thomas Meister und Andy Walter in Michelstadt im Odenwald gegründet. Zum Tätigkeitsschwerpunkt des Unternehmens gehören Tunnelanguss-Einsätze.

i-mold-gates

Was ist ein Tunnelanguss-Einsatz?

Um diese Frage beantworten zu können, muss man zunächst verstehen, wie wichtig es ist, auf welche Art und Weise der Kunststoff in die Form fließt. Es ist sogar sehr wichtig. Der heiße Kunststoff fließt durch Kanäle in die Spritzgusskavität. Der Anguss ist die letzte Öffnung, durch die das geschmolzene Material in die Kavität gelangt. Dort kühlt es dann ab. So entsteht das fertige Kunststoffprodukt.

Die Lage und Art des Angusses beeinflusst die Festigkeit des Teils, die Narbenbildung und sogar die Menge an überschüssigem Material, das nach dem Herauslösen des Teils aus der Form entfernt werden muss. Der Formenbauer kann den Anguss auf die Rückseite oder an die Seite des Teils versetzen. In der Regel entscheidet man sich für ein Tunnelangusssystem (und den dafür benötigten Einsatz), da hier nur eine kleine Marke auf dem Produkt zurückbleibt, wenn das Angussmaterial vom Teil getrennt wird.

Wie schwierig ist die Anfertigung eines Tunnelanguss-Einsatzes?

Doch die Entscheidung für einen Tunnelanguss ist nur der Anfang. Je nach Anwendung kommen zahlreiche Varianten in Frage. So können zwei vollkommen identische Einsätze sich nur in einer einzigen Abmessung unterscheiden. Ein Unternehmen wie i-mold muss also unzählige Varianten herstellen, um die Bezeichnung Spezialist zu verdienen.

i-mold produziert tatsächlich über 100 verschiedene Tunnelangüsse. Glücklicherweise hilft PTC Creo Parametric den Ingenieuren von i-mold dabei, alle benötigten Varianten zu erzeugen, ohne die Geometrie 100-mal neu zu erstellen. Das Unternehmen nutzt dazu Familientabellen in PTC Creo. In einer Familientabelle wird ein generisches Teil definiert, von dem Varianten erzeugt werden können. Die Variante (oder Instanz) wird benannt und der geänderte Parameter angegeben. Beispielsweise könnte TGS75 ein 0,75-cm-Kanal, TGS80 hingegen ein 0,8-cm-Kanal ein. Die Ingenieure von i-mold geben in die Familientabelle einfach die entsprechenden Werte ein und können so verschiedene Teilemodelle erzeugen.

Warum ist ein Upgrade auf PTC Creo empfehlenswert?

Natürlich gibt es Familientabellen schon lange. Es gab sie sogar schon in Pro/ENGINEER Wildfire, dem Vorgänger von PTC Creo. i-mold sah deshalb lange keine Notwendigkeit, die älteren PTC Produkte zu aktualisieren.

„Wir waren mit Pro/ENGINEER Wildfire grundsätzlich zufrieden“, erklärt der Geschäftsführer Thomas Meister. „PTC Creo versprach dann so viele Vorteile und Neuerungen, dass wir einige unserer Arbeitsplätze mit PTC Creo 1.0 ausstatteten. Und die Vorteile waren so fantastisch, dass wir bald alle Arbeitsplätze auf PTC Creo 2.0 aktualisierten.“

Welche Vorteile bot PTC Creo 2.0 einem Unternehmen, das bereits mit Pro/ENGINEER Wildfire arbeitete?

Mit der Software PTC Creo 2.0 in Verbindung mit einigen Zusatzmodulen des autorisierten PTC Vertriebspartners INNEO kann i-mold seine Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Konkurrenten verbessern, da aus dem Konzept eines potenziellen Kunden im Handumdrehen ein realitätsgetreuer, maßgerechter Entwurf erzeugt werden kann. Aus eben diesen Modellen lassen sich dann fotorealistische Darstellungen erstellen, die im Angebotsprozess mit einem lebensechten Look & Feel überzeugen. Digitale Tests können durchgeführt werden, ohne einen Prototyp anfertigen zu müssen. Das spart Geld und hilft, Aufträge zu gewinnen.

„Wir können fotorealistische Darstellungen generieren und die Arbeit, die wir für den Angebotsprozess aufwenden, später für das fertige Produkt weiter verwenden. Mit einer fotorealistischen Abbildung eines Entwurfs ist es mit äußerst geringem Aufwand möglich, einen großen Eindruck zu hinterlassen.“

Zudem kann i-mold oder der Kunde dieselben Darstellungen später auf Wunsch in Produktkatalogen verwenden.

Wie auch immer Konstruktionssoftware eingesetzt wird, optimierte Arbeitsabläufe sind immer attraktiv. „Insgesamt arbeitet es sich in PTC Creo flüssiger als im alten System“, so Meister. „Ein Vorteil, den wir uns vom Wechsel zu PTC Creo 2.0 erhofften, war, dass wir gegenüber Pro/ENGINEER Wildfire nur halb so viele Klicks benötigen würden. Für uns kann ich das voll und ganz bestätigen.“

Und wie ist die Umstellung verlaufen?

Die Mitarbeiter von i-mold bewältigten den Umstieg zu PTC Creo 2.0 laut Meister mit Bravour. „Vieles erklärt sich von selbst. Die Multifunktionsleisten-Benutzeroberfläche ist sehr übersichtlich. Wenn wir eine Funktion einmal doch nicht auf Anhieb finden konnten, haben wir einfach den neuen Befehl Menübefehl suchen verwendet.“

Meister ergänzt, dass dank INNEO die Installationen bei i-mold optimal konfiguriert waren. Dadurch wurde der Umstieg zu PTC Creo 2.0 noch reibungsloser.

(Dieser Artikel wurde von einem Artikel von Ralf Steck abgeleitet. Die Originalversion finden Sie hier.)

Hier sehen Sie ein Beispiel für die Simulation des Materialflusses durch das Tunnelsystem einer Gussform.

Bilder: i-mold.

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