Die Konsolidierung von CAD-Tools kann Konstruktionsänderungen und Zusammenarbeit erleichtern

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Wenn es etwas gibt, was Ingenieure und Designer mit Sicherheit über neue Produktvorschläge wissen, ist es, dass Änderungen unvermeidlich sind. Schließlich geht es bei der technischen Entwicklung darum, mehrere Optionen auszuloten, Neues auszuprobieren und Fehler zu machen, aus diesen Fehlern zu lernen und weiter zu arbeiten, bis eine optimale Lösung oder in diesem Fall ein optimaler Produktentwurf gefunden ist.

Selbst die vielversprechendsten Konzeptentwürfe werden weiterentwickelt und machen im Zuge des Entwicklungsprozesses Änderungen notwendig. Aus diesem Grund müssen auch die Tools, die Ingenieure und Designer verwenden, flexibel auf diese Änderungen reagieren können, ob sie nun früh im Entwicklungszyklus anfallen oder erst in letzter Minute – ein Albtraum vor allem in Multi-CAD-Umgebungen.

Mit verlaufsbasierten Tools entstehen bei Änderungen Produktivitätsengpässe

CAD-Tools, die nach einem parametrischen, verlaufsbasierten Modellierungsansatz funktionieren, sind leistungsstark und ermöglichen eine stärkere Automatisierung der Konstruktion. Änderungen sind dafür allerdings schwieriger vorzunehmen. Diese Schwierigkeit ist das Ergebnis der Wechselbeziehungen zwischen Konstruktionselementen. Jedes Konstruktionselement oder auch Feature baut auf einem bereits vorhandenen Konstruktionselement auf. So entsteht ein Netzwerk von Abhängigkeiten.

Mithilfe dieser Beziehungen können zwar mächtige, intelligente Änderungen veranlasst werden, doch mit zunehmendem Reifegrad des Modells nehmen auch die Randbedingungen aufgrund des Netzwerks zu. Das hat zur Folge, dass es im Verlauf des Entwicklungsprozesses immer schwieriger wird, Änderungen vorzunehmen, und oft gerade dann, wenn mehr Änderungen erforderlich sind.

Die Konsolidierung der Tools kann die Zusammenarbeit in Multi-CAD-Umgebungen erleichtern

Änderungen an Modellen, die von anderen erstellt wurden, sind für Ingenieure in Multi-CAD-Umgebungen bittere Realität. Beim Importieren von parametrischen CAD-Modellen werden die Parameter, Konstruktionselemente und die Konstruktionsabsicht oft entfernt. Dem Benutzer bleibt dann keine Möglichkeit mehr, eine Änderung zu veranlassen. Oft müssen dann verschiedene Teile der Geometrie, die mithilfe von Parametern und Konstruktionselementen geändert werden sollen, entfernt und neu erstellt werden.

Änderungen sind in diesen unflexiblen parametrischen Modellierungstools mit großen Schwierigkeiten verbunden. Das bedeutet, dass weniger Entwurfsoptionen ausgelotet werden, wodurch wiederum echte Innovation verhindert wird. Damit sie diese Änderungen vornehmen können, müssen Ingenieure und Designer einen beträchtlichen Mehraufwand betreiben, um Modelle neu zu erstellen. So haben sie weniger Zeit für das, wofür sie eigentlich bezahlt werden: die Entwicklung innovativer neuer Produkte.

Durch die Konsolidierung ihrer internen CAD-Tools können Unternehmen einen Teil dieser Probleme vermeiden, die Entwicklung straffen und Kosten senken. Neue CAD-Technologien ermöglichen das Öffnen und Ändern nicht-nativer Entwurfsdateien. Dadurch erleichtern sie die Zusammenarbeit mit Entwicklungspartnern, die andere CAD-Systeme verwenden. Wenn die Benutzer an allen Entwurfsdaten zugleich arbeiten können, lassen sich Konstruktionsprüfungen schneller durchführen, Probleme früher aufspüren und lösen und die Wiederverwendung von Entwurfskomponenten maximieren.

Laut der Studie Konstruktionssoftware konsolidieren von Tech-Clarity kann die Konsolidierung von Entwicklungstools Unternehmen helfen, da sie nicht nur dazu beiträgt, die IT-Kosten zu senken, sondern auch die Wiederverwendung von Entwurfskomponenten sowie die Zusammenarbeit der Entwicklungspartner fördert. Zu den weiteren Vorteilen gehören eine höhere Produktivität, größere Flexibilität für das Unternehmen und eine schnellere Reaktion auf die Zielgruppendynamik.

Neue CAD-Funktionen erleichtern Änderungen

Die Multi-CAD-Lösung von PTC erleichtert Unternehmen mit mehreren CAD-Systemen das Leben. Sie können entweder ihre CAD-Tools konsolidieren, um Synergieeffekte zu erzielen, oder ihre Entwicklungsumgebung optimieren, um die Zusammenarbeit mit mehreren CAD-Systemen zu verbessern.

Wenn sie sich für Letzteres entscheiden, gibt es nun drei neue Fähigkeiten, die die Flexibilität deutlich verbessern. Dabei handelt es sich um folgende Technologien:

    • Direkte Änderungen an KE-basierten Modellen. Allerdings werden künftig Funktionen für Änderungen per direkter Modellierung an parametrischen, KE-basierten Modellen in Form von Drücken und Ziehen zum Einsatz kommen.
    • Aufzeichnung von Änderungen mittels direkter Modellierung. Ingenieure verbringen viel Zeit damit, Modelle mithilfe von KE-basierten Ansätzen mit Intelligenz zu versehen. Sie brauchen daher eine Möglichkeit, Änderungen im Kontext eines KE-basierten Modells zu erfassen.
    • Erkennung von Intelligenz in importierten Modellen. Eine neue Fähigkeit ermöglicht die Erkennung der in der Geometrie enthaltenen Konstruktionsabsicht.

Im Zuge des Entwicklungsprozesses wird immer mehr Flexibilität benötigt. Änderungen in letzter Minute sind in modernen Entwicklungsumgebungen Realität. Ingenieure und Designer benötigen daher Modellierungstools, die schnelle Änderungen erleichtern, ohne die Produktveröffentlichungsplanung über den Haufen zu werfen. Glücklicherweise bietet moderne CAD-Technologie den Benutzern eine Möglichkeit, die Vorteile der beiden Modellierungsumgebungen zu vereinen. So entstehen leistungsfähige, intelligente Modelle, die auch von anderen schnell und einfach geändert werden können.

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