Das sollten technische Hochschulen wissen: Gary Lamit, De Anza College

Betrachten Sie CAD-Software nicht als „einfaches Tool“. Das ist so, als würden Sie die Mathematik als „einfaches Tool“ bezeichnen. Diesen Rat gab Gary Lamit kürzlich Universitäten bei dem Webinar „Bridging the Engineering Gap“des PTC Academic Program.

Lamit, Fachbereichsleiter der Fakultät für Maschinenbau am De Anza College, ist Dozent und Leiter eines Programms, das regelmäßig Absolventen an Unternehmen wie Apple Computer, Tesla Motors und Hewlett-Packard vermittelt.

Als Lamit daher anbot, uns seine Ansichten zur optimalen Ausbildung zukünftiger Ingenieure zu verraten, waren wir sehr gespannt.

  1. CAD ist kein „Tool“. Es ist weitaus mehr als das. Nach Meinung von Lamit vergessen wir nur allzu leicht, dass das CAD-System die Hauptmethode zum Erstellen von Entwürfen ist. Viele Hochschulen gehen davon aus, dass die Absolventen berufsspezifische „Tools“ schon erlernen werden, sobald sie in der Praxis tätig sind. Doch so funktioniert das laut Lamit nicht. „Viele Absolventen erstklassiger Hochschulen, die keinen Job gefunden haben, schreiben sich am De Anza College für CAD-Schulungen ein. Es ist völlig falsch, CAD-Systems zu einfachen ‚Tools‘ herabzustufen. Das ist so, als würde man die Mathematik als ‚Tool‘ bezeichnen.“
  2.  Kontakte zur Industrie pflegen. Viele Hochschulen halten sich an die Empfehlungen von kleinen Fachausschüssen. Lamit hingegen meint, seine Fakultät pflege bessere Kontakte zur örtlichen Industrie als die Hochschule selbst. Er empfiehlt Hochschulen, sich regelmäßig mit Arbeitgebern im Umkreis von etwa 300 Kilometern zu treffen. Diese Arbeitgeber geben nicht nur Anregungen für die Ausbildungsinhalte am De Anza College, sondern stellen auch viele Absolventen ein. Für das De Anza College im kalifornischen Silicon Valley bedeutet das eine enge Zusammenarbeit mit bekannten Unternehmen wie AMD, Apple, Tesla Motors, Hewlett-Packard, Northrup, Lockheed, Logitech und vielen anderen!
  3.  Onlineangebote bereitstellen. Seit einigen Jahren stellt Lamit seine Kurse sowohl online als auch als herkömmliches Präsenzstudium zur Verfügung. Onlinekurse sind in mancher Hinsicht privater.

„Fernkurse bedeuten nicht, dass man sich gemütlich zu Hause Videovorlesungen ansieht“, so Lamit. „Ein Fernstudium ist, als würde man zusammen mit 500 anderen Studierenden hinten im Vorlesungssaal sitzen!“

Aufgezeichnete Vorlesungen, die bei Bedarf abgerufen werden können, haben seiner Meinung nach zwei Vorteile. Erstens können die Dozenten selbst für ein oder zwei Studenten stark spezialisierte Kurse anbieten, beispielsweise für Spritzgusskonstruktion, weil ein Großteil der Inhalte in den folgenden Semestern wiederverwendet werden kann. Dadurch werden die Dozenten entlastet, und die Studenten müssen nicht warten, bis ein gewünschter Kurs endlich stattfinden kann. (Im Bereich der CAD-Konstruktion stehen Hochschulen darüber hinaus die umfangreichen Online-Schulungsmodule der PTC University zur Verfügung.)

Zweitens profitieren die Studenten von der Möglichkeit, „zurückzuspulen“. Wenn sie also ein Konzept nicht verstanden haben, können sie sich das Video so oft ansehen, bis sie die Erklärungen verstanden haben.

Natürlich stellt sich da die Frage, warum Studenten überhaupt noch an Präsenzvorlesungen teilnehmen sollten.

„Manchmal will die Familie einen Studenten einfach aus dem Haus haben“, so Lamit.

Erfahren Sie mehr darüber, welche Erfahrungen Lamit mit der Ausbildung von Studenten in Ingenieursstudiengängen sammeln konnte. Hier können Sie sich eine Aufzeichnung des Webinars ansehen: http://communities.ptc.com/videos/4137.

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