Vom Universitätslabor auf den Markt: So revolutioniert SolMateS die Fertigung

In Elektrogeräten passieren große Dinge. Große Dinge, die eigentlich äußerst winzig sind. Ich spreche davon, dass in der Hightech-Industrie immer mehr ausgefeilte Technik in immer kleineren Geräten verbaut wird.

Nehmen wir SolMateS, ein Startup aus den Niederlanden, und dessen Arbeit im Bereich der Dünnfilmabscheidung.

SolMateS hat eine Möglichkeit gefunden, piezoelektrische Schichten durch Laserstrahlverdampfen auf Wafer aufzubringen. Vielleicht erinnern Sie sich vom Physikunterricht noch daran, dass piezoelektrische Materialien elektrische Energie in mechanische Energie umwandeln können und umgekehrt. Wenn eine Kraft auf ein piezoelektrisches Gerät wirkt, beispielsweise eine Fingerberührung, kann dadurch eine elektrische Ladung erzeugt werden. Die Technologie wird unter anderem bei mobilen Elektronikgeräten, bei Dünnschicht-Stellgliedern, bei empfindlichen medizinischen Geräten und sogar im Arbeitsspeicher von Computern eingesetzt.

Natürlich ist Piezoelektrizität nichts Neues, ebenso wenig wie ihre Verwendung als Schicht in mikromechanischen Systemen. Der Unterschied beim Verfahren von SolMateS besteht darin, dass das Material mittels Laserstrahlverdampfen auf das Trägermaterial aufgebracht wird. Das Aufbringen von Dünnschichtkomponenten ist mittels Laserstrahlverdampfen bei großen Mengen günstiger und in besserer Qualität möglich als mit herkömmlichen Verfahren. Und das ist das Revolutionäre an der Technologie von SolMateS.

SolMateS wurde 2006 von Forschern und Studenten im Bereich Materialwissenschaften der Universität Twente in den Niederlanden gegründet. Die Gründer Arjen Janssens und Matthijn Dekkers vertreten schon immer die Philosophie, dass „Entwicklung nur dann zulässig ist, wenn es einen echten Bedarf am Markt gibt“. Entsprechend verbrachten die Gründer ihre ersten gemeinsamen Jahre als Berater für über 100 kleine niederländische Firmen, um möglichst viel Praxiserfahrung zu sammeln.

Anschließend begannen sie mit der Entwicklung eines Produkts mit ihrer eigenen Technologie: Einer Maschine, die mithilfe von Laserimpulsen automatisch piezoelektronische Dünnschicht-Komponenten auf Wafer aufbringt. Wie sie die Maschine konstruiert haben? Da kommen wir ins Spiel. Die neue PiezoFlare 1200 wurde mit PTC Creo 2.0 entwickelt. Diese praxisorientierte Maschine ermöglicht eine schnellere, präzisere Produktion von mikromechanischen Geräten.

PiezoFlare 800 von SolMateS

PiezoFlare 800 von SolMateS

Laut dem PTC Partner GPO Solutions begann das Team die Produktentwicklung mit PTC Pro/ENGINEER Wildfire 5.0, beschloss aber bald, dass eine bessere Unterstützung großer Baugruppen erforderlich war. Deshalb wechselte SolMateS zu PTC Creo 2.0. Nach dem Upgrade kann SolMateS nun Baugruppen durch Verwendung von geometrielosen Grafiken um bis zu 40 % als früher laden. Das Erzeugen, Bearbeiten und Validieren von Baugruppen ist in PTC Creo 2.0 viel schneller möglich.

Die Erfolge von SolMateS sind der Business-Community nicht entgangen. Das Unternehmen wurde in den letzten Jahren als „bestes Startup-Unternehmen“ und „bestes junges Unternehmen“ ausgezeichnet. 2011 erhielt SolMateS eine Kapitalspritze von 3 Millionen US-Dollar. Unternehmen wie Robert Bosch und SINTEF haben bereits Laserstrahlverdampfer bei SolMateS in Auftrag gegeben.

PiezoFlare 800 von SolMateS

Heute, nach nur wenigen Jahren, hat SolMateS die im Universitätslabor entwickelte Technologie vollständig in Produkte umgesetzt und vermarktet – mit der richtigen Finanzierung, erstklassigen Ideen und PTC Creo.

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