PLM genau richtig dimensioniert

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PLM-Technologie (Produktlebenszyklus-Management) gibt es schon seit vielen Jahren. Sie bildet das Backbone für Produktinformationen in Unternehmen und integriert die Prozesse, Daten und Unternehmenssysteme, die am Produktentwicklungsprozess beteiligt sind. Die Vorteile sind bestens dokumentiert. Unter anderem sind dies eine kürzere Time-to-Market, weniger Fehler, bessere Konstruktionseffizienz und Richtlinieneinhaltung, höhere Produktqualität, geringere Kosten für neue Produkte, bessere Kommunikation und weniger Ausschuss und Nacharbeit.

Die PLM-Implementierung ist weitaus mehr als die reine Installation von Software. Sie macht Änderungen an vielen Prozessen erforderlich und ist eigentlich nie abgeschlossen. Durch ordnungsgemäße Schulung und rechtzeitige Planung lassen sich Probleme mit Anpassung, Datenmigration und Integration jedoch besser bewältigen und signifikante Vorteile im gesamten Produktentwicklungszyklus erzielen. Die Vorteile für die Leistung und Rentabilität des Unternehmens sind beträchtlich.

Obwohl die Vorteile allgemein bekannt sind und es mehrere Anbieter gibt, die PLM-Systeme entwickeln und unterstützen, geht die Einführung bei kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMUs) nur schleppend voran. Es gibt dafür viele Gründe. Aber viele KMUs sind der Meinung, die Systeme seien zu teuer, zu komplex und zu schwierig zu implementieren. Kleinere Unternehmen könnten sich die Software aufgrund der Kosten oder der IT-Unterstützung nicht leisten, häufig sogar aus beiden Gründen. Trotz dieser Vorurteile können kleinere Unternehmen von der Implementierung eines PLM-Systems ebenso profitieren wie größere.

Komplexität war lange ein Problem für PLM-Anbieter und die Unternehmen, die die Software implementierten. Es ist nicht einfach, die Herausforderungen bei der effektiven Bereitstellung und Konfiguration der Software und ihre Einbindung in die vorhandene Technologieinfrastruktur des Unternehmens zu bewältigen. Infolgedessen können selbst Unternehmen, die PLM implementiert haben, oft nicht den gesamten betriebswirtschaftlichen Nutzen realisieren, den diese Softwaresysteme zu bieten haben.

Infolge dieser zugrunde liegenden Komplexität machen PLM-Systeme es häufig notwendig, Berater von hinzuzuziehen, die das Unternehmen bei der Installation und Implementierung der Software unterstützen. Kleinere Unternehmen haben oft keinen eigenen internen IT-Support, der für solche Maßnahmen erforderlich ist, und verwenden deshalb einfach PDM-Software (Produktdatenmanagement), um Produktdaten innerhalb der technischen Entwicklungsabteilung zu kontrollieren.

Kleine Unternehmen haben dieselben Probleme

Die Prozesskomplexität hängt nicht wirklich von der Anzahl der Benutzer ab. Es ist durchaus möglich, dass große Unternehmen einfachere Prozesse haben als kleine. Darüber hinaus haben kleine Unternehmen mit denselben Herausforderungen zu kämpfen wie große. Sie benötigen Unterstützung bei der Abstimmung von Produktentwicklungsstrategien, der Optimierung von Konstruktionszyklen, der Minimierung von Fehlern und Nacharbeit sowie der Verwaltung ihrer zunehmend verteilten und oft globalen Entwicklungsteams.

Um PLM-Software für den KMU-Markt interessanter zu machen, bieten die Anbieter die Technologie jetzt genau richtig dimensioniert für die Bedürfnisse kleinerer Unternehmen an. Typisch für diese abgespeckten Systeme sind ein geringer IT-Aufwand, eine schnelle Implementierung und ein modularer Aufbau. Der vereinfachte Installationsprozess und die einfachere Benutzeroberfläche ermöglichen eine schnelle Inbetriebnahme ohne Unterstützung durch teure Consultants.

Diese Systeme helfen kleineren Unternehmen, CAD-Daten und produktbezogene Dokumente zu verwalten. Viele sind modular aufgebaut, damit die Technologie mit den Unternehmen mit wachsen und einen umfassenden Satz von PLM-Funktionen bereitstellen kann. Der eigentliche Vorteil liegt darin, dass bei einer Erweiterung des Funktionsumfangs keine komplizierten Änderungen an der Datenbank oder der Technologie erforderlich sind, da das Kernpaket bereits installiert ist.

Fazit

PLM lässt sich nicht über Nacht implementieren. Es erfordert einen großen Ressourceneinsatz, eine solide Planung, viel Einsatz und umfassende Zustimmung durch die Endbenutzer. Kleinere Unternehmen sollten die Implementierung daher phasenweise angehen und jeden Schritt einzeln bewältigen. Schließlich sollte ein korrekt implementiertes PLM-System die Fertigungsprozesse vereinfachen und nicht neue Probleme verursachen, wo zuvor keine waren.

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