KTM 690 Duke: Das Rad neu erfunden

Olaf Seger, ein Ingenieur bei KTM, hat soeben das Rad neu erfunden.

Und zwar entwarf er ein neues Rad für die KTM 690 Duke 2013, eine Hochleistungs-Einzylindermaschine für Rennen und den Straßenverkehr.

„Das Rad der KTM 690 stellt eine echte Neuerung dar“, so Seger. „Ab sofort wird KTM dieses Rad für viele der neuen Modelle verwenden.“ Das Design der 2013er-Reihe ist so solide wie immer. Doch es fällt auf, dass das vertraute 5-Speichen-Design durch eine unkonventionelle, leichtere Version ersetzt wurde.

Vorheriger KTM-Radentwurf (links) und 2013er Radentwurf (rechts)
Vorheriger KTM-Radentwurf (links) und 2013er Radentwurf (rechts)

Bei Rennmotorrädern ist das eine beachtenswerte Leistung. Tatsächlich war der Entwurf des neuen Rads laut Seger eine der größten Herausforderungen beim 2013er Modell. Selbst mikroskopisch kleine Änderungen am Entwurf haben enorme Auswirkungen auf die Lebensdauer und die Leistung eines Rads. Eine noch so kleine falsche Bemaßung kann die ganze Komponente zu einer gefährlichen Schwachstelle machen.

KTM-Radentwurf in PTC Creo

KTM-Radentwurf in PTC Creo

Andererseits kann man durch intelligentes Optimieren an bestimmten Stellen ein leichteres, reaktionsfreudigeres Rad erhalten, das das Leistungs-/Gewichtsverhältnis maximiert, Schwingungen reduziert, die Stabilität verbessert und die Kraftstoffeffizienz optimiert.

Prototypen nicht möglich

Es wird Sie nicht überraschen, dass für die neuen Räder umfangreiche Tests notwendig waren. So umfangreiche Tests, dass der Bau von Prototypen zu teuer gewesen wäre und die Entwicklung um Monate verzögert hätte. Glücklicherweise hatte Seger PTC Creo Simulate.

„Mit PTC Creo Simulate sparen wir viel Zeit, weil wir in ungefähr einer Stunde überprüfen können, ob eine Konstruktionsänderung erfolgreich war“, so Seger.

Das Entwicklungsteam kann die Simulationen außerdem sehr einfach wiederholen. „Wenn die Parameter erst einmal richtig eingestellt sind, müssen Sie sich über die laufenden Konstruktionsänderungen keine Gedanken mehr machen“, so Seger weiter. „Das Programm überprüft sie automatisch.“

Radsimulation mit PTC Creo Simulate

Radsimulation mit PTC Creo Simulate

Durch diese häufigen Simulationen konnte das Team auf viele teure Prototypen verzichten, mehr experimentieren und sicherstellen, dass die Räder einerseits leicht, andererseits aber stabil genug für den Straßeneinsatz waren.

Problemerkennung und Konstruktionsoptimierung mit PTC Creo

Problemerkennung und Konstruktionsoptimierung mit PTC Creo

Überall Änderungen

Eine der größten Herausforderungen bei der Umkonstruktion der Räder bestand darin, die Arbeit mit Änderungen am übrigen Motorrad zu synchronisieren. Der Sitz, die doppelten Zündkerzen, der Auspuff – bei diesem Modell wurde so ziemlich alles überarbeitet. Damit all diese voneinander getrennt ablaufenden Tätigkeiten keine Konflikte verursachten, verwendete das KTM-Team PTC Windchill für die Datenverwaltung.

„Mit PTC Windchill für die Datenverwaltung sind unsere Daten stets aktuell und mit der Arbeit der anderen Ingenieure synchron“, erklärt Seger. Die Software hilft den Ingenieuren, Fehler zu vermeiden, weil „man in der Regel recht schnell merkt, woran gerade ein Kollege arbeitet, also welchen Status ein Entwurf gerade hat.“

Dadurch sparte KTM zusätzlich Zeit während der Entwicklung ein.

„KTM wäre ohne PTC Creo definitiv nicht in der Lage, so gute Produkte so schnell auf den Markt zu bringen, insbesondere Produkte, die in hohem Maß auf den neuesten technischen Fortschritten beruhen.“

Und Seger mag es schnell.

Sehr.

„Es ist fantastisch, ein Motorrad zu fahren, an dessen Design man selbst mitgewirkt hat, wenn man genau weiß, wie alles entstanden ist. Jede Fahrt erfüllt dich mit Freude.“ 

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