Unicamp-Team räumt bei brasilianischem Elektrofahrzeug-Wettbewerb ab

Die Landesuniversität von Campinas (Universidade Estadual de Campinas), kurz Unicamp, in Brasilien räumte beim ersten Formula SAE-Wettbewerb des Landes für Elektroautos ab. Das E-Racing-Team der Unicamp besteht aus 25 Studenten der Fachbereiche Maschinenbau, Elektrotechnik und technische Informatik. Sie bauten einen Hochleistungs-Rennwagen, der ausschließlich mit Strom betrieben wird.

Wie das Teammitglied Bruno Rugno Delatti erzählt, stellte der Wettbewerb für diese Gruppe eine besonders interessante Herausforderung dar. Beispielsweise war die Leistung des Autos beeindruckend. „Der elektrische Antriebsstrang weist Merkmale auf, die den Wagen auf der Strecke aggressiver machen … Das Drehmoment ist ab null Umdrehungen konstant hoch.“

Der Wettbewerb

Formula SAE ist ein Konstruktionswettbewerb für Studenten, der seit 1979 regelmäßig stattfindet. Gruppen von Hochschulstudenten entwickeln kleine Autocross-Fahrzeuge im Formel-Stil, die in den Kategorien technische Entwicklung, Leistung, Effizienz und Dauerfestigkeit bewertet werden. Die Studenten nehmen darüber hinaus in den Bereichen Kostenanalyse und Geschäftspräsentation am Wettbewerb teil.

Den SAE-Wettbewerb gibt es bereits seit über 30 Jahren, doch die Kategorie Elektrofahrzeuge ist in diesem Jahr erstmals vertreten. Delatti meint, sein Team, das bislang Verbrennungsmotoren gebaut habe, sei aufgrund des Potenzials alternativer Treibstoffe dieses Jahr besonders engagiert dabei gewesen.

„Elektroantriebe sind in Brasilien besonders vorteilhaft, weil unser Energiemix vor allem auf Wasserkraft basiert“, so Delatti. „Wir produzieren Strom im Übermaß, deshalb gilt dies hier auch als besonders ökologisch.“

Innovation

Für seinen Siegerbeitrag setzte das Unicamp-Team einige neue Ideen perfekt um:

„Unser Wagen nutzt einen einzigen Elektromotor mit Direktantrieb“, erklärt Delatti. „Die bahnbrechende Technologie dieses Motors liefert mit maximal 100 kW (ca. 135 PS) und einem Gewicht von nur 25 kg eine höhere spezifische Leistung als konventionelle Motoren.“

Er weist darauf hin, dass aufgrund des Direktantriebs viele Komponenten wegfallen, beispielsweise das vordere und hintere Kettenrad, die Ketten sowie die Abdeckungen. Dadurch konnte das System vereinfacht und das Gesamtgewicht gering gehalten werden.

Die Unicamp-Trophäensammlung

Im Dezember 2012, im ersten Jahr des SAE-Wettbewerbs für Elektrofahrzeuge, gewann das Unicamp-Team sieben von acht Preisen für:

  • Dauerfestigkeit
  • Autocross
  • Beschleunigung
  • Skid Pad
  • Design
  • Geschäftspräsentation
  • Energieeffizienz

Die Unicamp-Konstruktionssoftware

Das Unicamp-Team entwarf die Teile und Baugruppen für sein Elektrofahrzeug in PTC Creo. Die Konstrukteure nutzten zentrale Funktionen wie Extrudieren, Drehen, Ziehen und Verrunden sowie die Baugruppen-KEs.

In PTC Creo erzeugte Baugruppe
In PTC Creo erzeugte mechanische Baugruppe

Als das Modell fertig war, verlieh ihm Unicamp mit den Tools für fotorealistische Abbildungen in PTC Creo den letzten Schliff für die Vermarktung:

Fotorealistische Abbildung des Unicamp-Elektrorennwagens

Abbildung des Unicamp-Elektrorennwagens

  „Das E-Racing-Team von Unicamp ist dankbar für die Unterstützung durch unseren Sponsor PTC“, so Delatti. Das Team beabsichtigt, diese Beziehung im kommenden Jahr fortzuführen.

Wie geht es jetzt weiter?

Der Erfolg beim Formula SAE-Wettbewerb für Elektroautos hat dem Unicamp-Team einen Startplatz beim internationalen Wettbewerb gesichert, der im Juni 2013 in Lincoln, Nebraska (USA), stattfindet.

Aufgrund des steigenden Erfolgs von Elektro- und Hybridfahrzeugen bei Wettbewerben sowie des großen Bedarfs an talentierten Fachkräften können sich viele der 25 Studenten im E-Racing-Team von Unicamp auf eine vielversprechende Zukunft in der Forschung und Entwicklung in der Automobilindustrie freuen.

Wir gratulieren diesen Ingenieuren von morgen und wünschen ihnen viel Erfolg für ihren Start in Nebraska!

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