Pünktliche Markteinführung von Produkten

In ihrem ständigen Bemühen, gegen den immer stärker werdenden globalen Wettbewerb zu bestehen, versuchen Unternehmen, die Time-to-Market für neue Produkte zu verkürzen. Schließlich können selbst die innovativsten Neuheiten nicht erfolgreich sein, wenn sie die Konkurrenz in der Produktentwicklung nicht schlagen. Die Gewinner dieses Rennens profitieren von höheren Preisen, höheren Gewinnmargen und der Möglichkeit, sich einen Marktanteil zu sichern, bevor die Konkurrenz an den Start geht.

In einigen Märkten werden durch die Marktdynamik feste Zeitfenster für Produkteinführungen vorgegeben, auf die Unternehmen keinerlei Einfluss haben. Ist der Zeitpunkt verpasst, gibt es kein Zurück mehr. In manchen Fällen bietet sich die Möglichkeit im nächsten Zeitfenster noch einmal, doch weil Technologie und Innovation so schnelllebig sind, sind viele potenzielle Angebote ein für alle Mal verloren und das Produkt landet im Papierkorb.

Produkt-Portfolio-Planung

Ein kostenloser Bericht von Tech-Clarity mit dem Titel „Meeting Fixed Product Launch Windows“ beschäftigt sich intensiv mit der Frage, wie diese wichtigen Zeitfenster eingehalten werden können, und bietet einige Anhaltspunkte, mit denen Unternehmen sicherstellen können, dass ihre neuen Produkte pünktlich zur Marktreife gelangen. Laut dem Bericht besteht der erste Schritt darin, einen realistischen Portfolio-Plan für neue Produkte aufzustellen.

Dies beginnt in der Phase der Konzeptentwicklung, in der neue Produktideen erörtert, getestet, verfeinert und schließlich an die Detailkonstruktion übergeben werden. Es ist wichtig, nicht der Versuchung zu erliegen, die Pipeline mit allzu vielen neuen Ideen zu überfrachten. Stattdessen sollten klare Prioritäten gesetzt werden, welche Ideen für das nächste Zeitfenster entwickelt werden sollen.

Sobald der Plan definiert ist, müssen die durchzuführenden Arbeitsschritte detailliert ausgeführt werden. Eine effektive Ressourcenplanung ist dabei äußerst wichtig. Zwar konnten viele Unternehmen mittlerweile ihr Budget für Innovation wieder erhöhen, doch einige haben ihr Personal noch nicht wieder aufgestockt. In einer Produkt-Portfolio-Untersuchung von Planview nannten fast 70 % der Befragten zu viele Projekte für die aktuellen Ressourcen als Hauptproblem.

Risiken erkennen

Während der Produktentwicklung geschehen unvorhersehbare oder unkontrollierbare Dinge. Die Berücksichtigung potenzieller Risikofaktoren ist daher wichtig. Technische Risiken sind u. a. Materialknappheit, Probleme mit Urheber- oder Patentrechten oder aber unüberwindbare Schwierigkeiten bei der Produktentwicklung. Zu den Marktrisiken gehören unerwartete Schachzüge der Konkurrenz, neue Marktteilnehmer, wirtschaftliche Veränderungen oder Änderungen im Kaufverhalten der Konsumenten.

Viele dieser Risikofaktoren können nicht kontrolliert werden. Die Gefahr ihres Auftretens sowie ihre potenziellen Auswirkungen auf Einführungszeiträume sollten aber in jedem Fall berücksichtigt werden. Treten doch einmal Probleme auf, ist es wichtig, dass funktionsübergreifende Teams vorhanden sind, die die Situation anhand der neuen Informationen neu einschätzen und die Planung bei Bedarf anpassen können.

Angriffsplan ausarbeiten

Um eine effektive Ausführung zu erreichen, müssen Unternehmen standardisierte, wiederholbare Prozesse ausarbeiten, die langfristig kontinuierliche Prozessverbesserungen ermöglichen. Die Implementierung eines PPM-Systems (Produktportfolio-Management) hat den Vorteil von konsistenteren Daten, Analysen und Messgrößen, sodass wirklich „Äpfel mit Äpfel“ verglichen werden können und objektive Fakten als Entscheidungsgrundlage genutzt werden.

Während der Ausführungsphase ist es extrem wichtig, die Terminpläne engmaschig zu überwachen und Meilensteine, Aufgaben, Lieferbestandteile, Budgets und Termine im Auge zu behalten. Ein gemeinsames System, das einheitliche Daten und eine „einzige Version der Wahrheit“ enthält, hilft dabei, sicherzustellen, dass bei unerwarteten Fehlschlägen das gesamte Team informiert wird und entsprechend reagieren kann.

Best Practices implementieren

Basierend auf Branchenerfahrungen und Forschungsergebnissen empfiehlt Tech-Clarity die folgenden Best Practices, um Produkteinführungsfenster einzuhalten.

  • Führen Sie einen disziplinierten, durchgängigen Portfolio-Management-Prozess ein, um Investitionen zu priorisieren und einen realistischen Plan auszuarbeiten. Verwenden Sie eine PPM-Lösung, um Planungsprioritäten und Einführungszeitfenster für das gesamte Team sichtbar zu machen.
  • Erarbeiten Sie eine Portfolio-Roadmap, die Produktentwicklungsprojekte mit den entsprechenden Vermarktungsprogrammen in Beziehung setzt.
  • Entwickeln Sie im PPM-System einen detaillierten Plan, der gezielte Produktentwicklungsprojekte und vorhandene Produktunterstützungsaufgaben beinhaltet, und stimmen Sie diesen Plan genau auf die verfügbaren Ressourcen für die entsprechende Rolle ab.
  • Berücksichtigen Sie Risiken, und entwickeln Sie Sicherungspläne. Priorisieren Sie die Aufgaben in jedem Produktentwicklungsprojekt, damit risikoreichere Aufgaben früher durchgeführt werden. So kann die erfolgreiche oder nicht erfolgreiche Durchführung frühzeitig sichergestellt werden, und die Portofolios und Ressourcen können ggf. angepasst werden.
  • Verwenden Sie automatisierte, standardisierte Produktentwicklungsprozesse mit gemeinsamen Messgrößen, Plänen und Lieferbestandteilen. Sorgen Sie für Sichtbarkeit und einen offenen Dialog zwischen allen Fachbereichen über Status und Probleme.
  • Verzichten Sie auf Kalkulationstabellen für die Verwaltung von PPM-Prozessen und -Informationen.
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