Konstruktionssoftware konsolidieren: Lücken entfernen und Interoperabilität fördern

Letzte Woche sprachen wir über die möglichen Vorteile einer Konsolidierung von CAD-Software. Zu diesen Vorteilen gehören eine einfachere Konstruktionszusammenarbeit, die bessere Wiederverwendung von CAD-Modellen, eine höhere Produktivität, größere Flexibilität im Unternehmen, niedrigere IT-Kosten und eine schnellere Reaktion auf die Marktdynamik.

Diese Woche gehen wir noch einen Schritt weiter und erörtern die Vorteile der Konsolidierung von ganzen Suiten von Konstruktions- und Designtools. Sie hat unter anderem folgende Vorteile: höhere Effizienz durch verstärkte Integration, keine Konvertierung von CAD-Dateien und Beibehaltung der Konstruktionsabsicht während des gesamten Konstruktionsprozesses.

Diese und weitere Vorteile werden im soeben erschienenen Forschungsbericht von Tech-Clarity mit dem Titel „Konsolidierung von Konstruktionssoftware: Wertschöpfung jenseits der 3D-CAD-Konsolidierung“. Laut dem Bericht ist die Konsolidierung von CAD-Software lediglich die Spitze des Eisbergs. Der Nutzen ist noch größer, wenn Unternehmen ihre gesamte Konstruktionssoftware konsolidieren.

Sehen wir uns an, in welchen Bereichen die Konsolidierung von Konstruktionssoftware die meisten Vorteile hat.

Keine Konstruktionslücken. Konzeptmodelle werden häufig in einem eigenständigen Tool entwickelt, das nicht mit der Detailkonstruktionsphase verknüpft ist. Eine Lücke entsteht. Wenn den Konzeptentwicklern digitale Skizzier-Tools zur Verfügung stehen, wird die Konstruktionsabsicht zuverlässig übertragen und die Ingenieure müssen die Idee nicht interpretieren und neu erzeugen. Auf diese Weise können Konstruktionslücken und Missverständnisse vermieden werden, die in späteren Schritten zu Fehlern führen könnten.

Interoperabilität durch gemeinsame Tools. Fertigungsingenieure benötigen Konstruktionstools für die Entwicklung von Fertigungslayouts oder Werkzeugbestückung. Sie arbeiten jedoch nicht genug mit dem CAD-System, um die Ausgaben und den Zeitaufwand für die Einarbeitung in ein parametrisches CAD-Tool mit vollem Funktionsumfang zu rechtfertigen. Infolgedessen verwenden sie häufig 2D- oder einfachere 3D-Tools. Dadurch entsteht oft eine weitere Lücke im Datenfluss. Fehler und Qualitätsprobleme sind die Folge.

Die Verwendung von Detailentwürfen in der Fertigung macht den enormen Zeitaufwand für die Rekonstruktion, Konvertierung und Reparatur von Daten für nachgelagerte Prozesse überflüssig. Allerdings benötigen Fertigungsingenieure dafür einfachere Tools, ebenso wie nachgelagerte Abteilungen wie Service- und Montagemitarbeiter.

Umgang mit der Lieferkette. Erweiterte Lieferketten und Kunden machen oft die Arbeit in einer Multi-CAD-Umgebung erforderlich. Das hat zur Folge, dass Entwürfe aus verschiedenen nativen CAD-Systemen konvertiert werden müssen oder in neutralen Formaten vorliegen (IGES, STEP), bei denen nur die Geometrie dargestellt ist, nicht aber die Konstruktionsabsicht.

Die gute Nachricht ist, dass moderne Konstruktionssuiten Funktionalitäten wie die direkte Modellierung bieten, die die Übernahme von Geometrie aus anderen Systemen erleichtern und sie wie „native“ Daten behandeln. Mit Funktionen wie der Formelemente-Erkennung sind diese Systeme in der Lage, „dumme“ Geometrie wieder mit Intelligenz zu versehen.

Nachgelagerte Nutzung der Daten. Integrierte Konstruktionssuiten erhöhen die Fähigkeit eines Unternehmens, 3D-Inhalte in nachgelagerten Schritten als Daten für die Produktdokumentation und technische Dokumente zu nutzen. Das bedeutet für die Unternehmen einen echten Wettbewerbsvorteil, da sie somit äußerst ansprechende Grafiken für Vertrieb und Marketing anfertigen können.

Entlastung der IT. Unternehmen verschwenden Unmengen von Zeit mit inkompatiblen Konstruktionsdaten und -systemen. Die Rekonstruktion von CAD-Daten und der Umgang mit Konvertierungsproblemen sind ein üblicher Engpass im Konstruktionsprozess. Durch die unternehmensweite Konsolidierung von Anbietern und Tools lassen sich die Kosten beträchtlich reduzieren. Hierzu gehören die Ausgaben für Lizenzen, Schulungen, Helpdesk und Wartung, Integration, Upgrades usw.

Wie hoch ist die Rentabilität? In dem Bericht wird eine Vorlage für ein ROI-Modell beschrieben, mit dem die potenziellen Einsparungen durch die Konsolidierung einer Konstruktionssuite dargestellt werden können. Im ursprünglichen Bericht CAD-Konsolidierung beliefen sich die Einsparungen für Originallizenzen zwar auf 23,3 Prozent pro Jahr bzw. auf 115 Prozent der Wartungskosten, doch für die gesamte Konstruktionssuite lag der eigentliche Wert der Konsolidierung eher bei 300 Prozent. Diese höheren Kosteneinsparungen sind das Ergebnis von Kostensenkungen über mehrere CAD-Systeme hinweg, darunter die Anbieterkosten sowie interne Aufwendungen für Upgrades, Helpdesk, Schulungen usw.

Weitere Informationen zu den Vorteilen der Konsolidierung Ihrer Konstruktionstools erhalten Sie im kostenlosen Bericht von Tech-Clarity, den Sie hier herunterladen können.

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