Den Wert Ihres MCAD-Systems maximieren

Organisationen wenden beträchtliche Summen für ihre MCAD-Systeme auf, sowohl für Softwarelizenzgebühren und Hardware als auch für die Schulungen und den Support, die für maximale Produktivität unverzichtbar sind. Geeignete und kontinuierliche Schulungen spielen eine zentrale Rolle, damit Ingenieure auch wirklich alle verfügbaren Funktionalitäten in modernen MCAD-Systemen, die sich oft hinter Schaltflächen, Menüs und Konfigurationsdateien verbergen, in vollem Umfang nutzen.

Zwar sind die Vorteile von 3D-MCAD-Software bestens belegt, doch Schätzungen zeigen, dass im Allgemeinen nur ein geringer Anteil der gesamten Funktionalitäten dieser Systeme tatsächlich genutzt wird. Softwareanbieter entwickeln ihre Software kontinuierlich weiter und ergänzen sie mit Unmengen an neuen Verbesserungen und Leistungsmerkmalen, die oft auf Nischenmärkte ausgelegt sind.

Da sich alle Hersteller ein Rennen liefern, um ständig noch innovativere Produkte entwickeln und ihren Kunden anbieten zu können, haben sie oft nicht die Zeit für Schulungen über die optimale Nutzung neuer Funktionalitäten, mit denen sie ihre Aufgaben schneller und besser als bisher erledigen könnten.

Sehen wir uns einige Möglichkeiten, wie Unternehmen den Wert ihrer MCAD-Investitionen besser nutzen können, einmal genauer an.

Beauftragen Sie einen Experten. MCAD-Software gibt es bereits seit 30 Jahren. Es gibt also erfahrene Experten, die auf langjährige Erfahrungen und Best Practices zurückblicken können. Dank unzähliger Stunden in der Verwendung zahlreicher Generationen von MCAD-Software sind diese Experten von unschätzbarem Wert, wenn es darum geht, die Erstkonfiguration von MCAD-Systemen vorzunehmen.

Beauftragen Sie einen dieser CAD-Veteranen, auch wenn Sie dafür ein bis zwei Tage an Beratungshonoraren bezahlen müssen, damit, den anderen Mitgliedern des Konstruktionsteams dabei zu helfen, alle verborgenen Funktionalitäten zu nutzen, automatisierte Konstruktionsnormen zu etablieren, die Benutzeroberfläche an die spezifischen Anforderungen anzupassen und andere Tools einzurichten, die die Konstruktionszeit deutlich reduzieren können.

Es ist sogar möglich, Ausgangsteile, Formate, Vorlagen und Bibliotheken gemeinsam zu verwalten. Zu den möglichen Vorteilen gehören eine bis zu 50 Prozent kürzere Konstruktionsdauer, eine bessere Nutzung der CAD-Software und mehr Vertrauen unter den Ingenieuren.

Legen Sie den Standard fest. Die Dokumentation von Standards und Best Practices ist eine der wertvollsten Möglichkeiten, wie Konstrukteure und Ingenieure neue Produkte schneller zur Marktreife bringen können. Da ein Konstruktionsteam spezifische MCAD-Software einsetzt, wird es immer neue Wege erlernen, Aufgaben zu erledigen, sodass die Time-to-Market reduziert wird.

Der Prozess des Erlernens und des Entdeckens neuer und besserer Möglichkeiten der Produktkonstruktion kostet das Unternehmen Zeit und Geld. Da bietet es sich doch an, einen Satz von Konstruktionsnormen zu definieren, die diese kostbaren Juwelen des Wissens und der gewonnenen Erfahrungen enthalten. Dieses ständig weiterentwickelte Dokument sollte Informationen über Zeichnungsformate, Stücklisten, Drucknormen, Regeln und Konfigurationsdateien, Best Practices für die Modellierung von 3D-Teilen und Baugruppen, das Dateimanagement und Konstruktionsregeln enthalten. Aktualisieren Sie es monatlich, und sorgen Sie dafür, dass es jedem im Entwicklungsteam zugänglich ist.

Bilden Sie sich kontinuierlich fort. Auch wenn Sie als Leiter der technischen Entwicklung eigentlich genug damit zu tun haben, für die Einhaltung der Konstruktionspläne zu sorgen, sollte die Einhaltung eines regelmäßigen Schulungsprogramms Priorität haben. Das bedeutet, dass im Budget Mittel für mindestens drei Schulungstage pro Ingenieur und Jahr reserviert werden müssen. Die meisten VARs bieten regelmäßig Kurse für jedes Benutzerniveau an, sodass einzelne Benutzer daran teilnehmen können, wenn es ihr Terminkalender zulässt, wodurch Ausfallzeiten reduziert werden.

Diese Ausgaben scheinen zwar unnötig zu sein, doch oft verwenden erfahrene Konstrukteure Konstruktionstools und -verfahren gemäß dem Grundlagenwissen, das sie vor zehn oder mehr Jahren erworben haben. Oft sind an die Stelle dieser alten Verfahren inzwischen effizientere Methoden getreten. Dies kann die Verschwendung von Zeit und Mühe zur Folge haben. Wenn Sie also die Kosten für entgangene Effizienz über Tage, Wochen und Monate betrachten, lassen sich die Ausgaben für einige wenige Schulungstage im Jahr leichter rechtfertigen.

Beherrschen Sie die neueste Funktionalität. Jede neue Version von MCAD-Software bietet optionale neue Funktionalitäten, entweder als Zusatzmodul oder als Upgrade. Eines oder zwei dieser neuen Leistungsmerkmale könnte die Entwicklungszeit signifikant reduzieren. Es kann sich also lohnen, einen Ingenieur abzustellen, der sich stets darüber informiert, welche Funktionalitäten in umfangreicheren CAD-Paketen enthalten sind.

Informationen dazu, welche neuen Funktionalitäten für den Konstruktionsprozess Ihres Unternehmens von Nutzen sein könnten, sind auf Webseiten, in YouTube-Videos oder in Produktdatenblättern, bei Webinars oder bei Ihrem VAR erhältlich. Bevor Sie in entsprechende Upgrades oder Zusatzmodule investieren, sollten Sie in Betracht ziehen, eine Schulung zu den erweiterten Funktionalitäten zu belegen und eine zeitlich begrenzte Testversion auszuprobieren. Viele VARs bieten solche Versionen für Schulungsteilnehmer an. So können Sie sicherstellen, dass die neue Funktionalität für Ihr Unternehmen wirklich sinnvoll ist.

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