Machen Sie Ihr Team bereit für 3D-CAD

Wenn sich eine Organisation entscheidet, eine neue Technologie zu implementieren, sind oft Veränderungen an den etablierten Abläufen, Prozessen und Verhaltensweisen notwendig. Vor der Einführung von 3D-CAD sollten Unternehmen daher ihre aktuellen Konstruktionsprozesse abbilden, die Bedürfnisse ihrer Ingenieure bewerten und die Ziele für die Umstellung auf 3D-CAD definieren. Nach der Evaluierung der aktuellen Prozesse für Konstruktion, Modellierung und Datenmanagement sollte das Management die Prozess-, Workflow- und Schulungsbereiche umreißen, in denen Verbesserungsbedarf besteht.

Organisationen müssen außerdem mehrere wichtige Bereiche kritisch bewerten: Prozesse (Implementierungsansätze), Organisation (Fähigkeit, die Implementierung und den Konstruktionsprozess zu unterstützen), Technologie (Tools zur Unterstützung von Implementierung und Konstruktionsprozess), Wissensmanagement (Erfassung und Förderung von Best Practices) sowie Leistungsmanagement (Fähigkeit, die Ergebnisse zu messen).

Eine hervorragende Möglichkeit, den Nutzen Ihrer Investition in ein CAD-System zu maximieren, besteht darin, sämtliche vom Lieferanten angebotenen Schulungs- und Supportangebote in Anspruch zu nehmen. Niemand kennt die zugrunde liegenden Funktionen Ihres CAD-Systems besser als der Entwickler. Durch Herstellerschulungen, die oft kostenlos angeboten werden, und das Supportangebot des Herstellers lassen sich daher Implementierungen und Problemlösungen beschleunigen. Der Support wird vom Hersteller direkt oder über Vertriebspartner angeboten.

Softwarehersteller verfügen über große Erfahrung bei der Bereitstellung, Schulung und Optimierung ihrer 3D-CAD-Software in Unternehmen aus nahezu jeder Branche. Die Erfahrungen, die sie im Laufe der Jahre bei der erfolgreichen Implementierung von CAD-Software und ihrer Integration in vorhandene Systeme und Prozesse gewonnen haben, kann die Akzeptanz von 3D-CAD beim Kunden enorm verbessern. Anders ist es bei Produktherstellern, die die Implementierung auf eigene Faust versuchen und kaum über entsprechende Erfahrungen verfügen.

Für die Umstellung der Anwender auf 3D-CAD sind Zeit, Schulungen und Geduld erforderlich. Die potenziellen Vorteile von kürzeren Konstruktionszyklen und niedrigeren Entwicklungskosten sind den Wechsel zu 3D allerdings wert. Vertrauen Sie Ihrem Softwarehersteller oder dessen Vertriebspartner. Damit erleichtern Sie Ihren Mitarbeitern den Umstieg auf 3D. Mit einem proaktiven Plan vor der Implementierung können Sie die Schulungszeiten beschleunigen, Fehler vermeiden, Nacharbeit reduzieren und die Produktivität fördern.

Sehen wir uns einige der Best Practices für die Vorbereitung von Produktentwicklungsteams auf die 3D-CAD-Implementierung an.


Schulungen

Holen Sie sich Hilfe von außen.
Laut Studie „Best Practices for Migrating from 2D to 3D CAD“ der Aberdeen Group ist bei den „Best-in-Class“-Unternehmen die Wahrscheinlichkeit, dass sie Mitarbeiter an externen Schulungsprogrammen teilnehmen lassen, 22-mal höher als im Branchendurchschnitt.

Nutzen Sie Herstellerschulungen.
Die meisten Softwarehersteller bieten eine Vielzahl von Schulungsoptionen, die teilweise sogar kostenlos sind. Hierzu gehören traditionelle Präsenzschulungen, Online-Schulungen im eigenen Tempo sowie Online-Zugriff auf Bibliotheken mit Schulungsunterlagen und Lernprogrammen. Vorgesetzte können ihre Entwicklungsteams für On-Demand-Schulungen anmelden, die die Teammitglieder in ihrem eigenen Tempo absolvieren können.

Halten Sie es so einfach wie möglich.
Achten Sie bei Inhouse-Schulungen für Updates oder neue Funktionen darauf, dass die Schulungsunterlagen möglichst einfach und übersichtlich sind. Konzentrieren Sie sich auf einfache, leicht verständliche Übungen, die das Konzept verdeutlichen. Speichern Sie Vorher-/Nachher-Fallbeispiele Ihrer Modelle oder Teile für Schritt-für-Schritt-Vorführungen.

Das richtige Timing ist alles.
Finden Schulungen zu früh statt, vergessen die Mitarbeiter das Erlernte, bevor sie es überhaupt nutzen können. Erfolgen sie zu spät, entwickeln sich Frustrationen und schlechte Angewohnheiten.

Organisatorische Änderungen

Informieren Sie sich über die Supportmöglichkeiten.
Erkundigen Sie sich beim Kauf von 3D-CAD-Software nach den Supportoptionen für Ihr Team. Viele Softwarehersteller bieten ihren Kunden eine Wissensdatenbank, kostenlose Webinars, Online-Lernprogramme, telefonischen Support, rund um die Uhr zugängliche technische Unterstützung im Internet sowie proaktive Warnmeldungen und Webcasts mit technischen Tipps.

Organisieren Sie einen Helpdesk.
Ein zentrales Hilfe-Center sorgt dafür, dass alle Probleme, die während der Implementierung auftreten, angemessene Aufmerksamkeit erhalten.

Definieren Sie Best Practices.
Wissensmanagement ist der Schlüssel zur Identifizierung und Förderung von Best Practices für die Modellierung. Durch die Erstellung von Teile- und Zeichnungsvorlagen sowie den Aufbau von Bibliotheken mit Materialien, Teilen und Baugruppenprofilen lassen sich repetitive Prozesse beschleunigen. Best Practices können besser eingehalten werden, wenn Ausgangsteile verwendet werden, in denen die standardmäßigen Unternehmensparameter hinterlegt sind.

Aktualisieren Sie Ihre Hardware.
Das CAD-Management muss sich genau überlegen, ob die vorhandene Hardwareinfrastruktur für die 3D-Modellierung ausreicht. 3D-CAD-Tools erfordern oft eine Aufrüstung des Netzwerks. CAD-Dateien können äußerst umfangreich sein, und 3D-CAD-Anwendungen belegen große Mengen Arbeitsspeicher. Die Anschaffung leistungsfähiger Computer und Grafikkarten sorgt daher für ein deutliches Performance-Plus.

Bestellen Sie einen Inhouse-Experten.
Laut Aberdeen Studie ist eine der wichtigsten Strategien zur Verbesserung der Verwendung von 3D-CAD die Festlegung eines internen technischen Experten. So kann die Mehrzahl der Mitarbeiter zunächst mit Grundschulungen versorgt werden, während der Experte intensivere Schulungen erhält und als Ansprechpartner für die Kollegen dient.

Ermöglichen Sie einen zentralen Datenzugang.
Je mehr Daten generiert werden, umso wichtiger ist ein zentraler Datenspeicher mittels Datenmanagement- und PLM-Systemen, damit alle Anwender auf die benötigten Daten zugreifen können. Dies ermöglicht außerdem die Versionskontrolle.

Bild: poncнo☭penguιn

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