Creo Apps und Pro/ENGINEER

Creo ist die Strategie, mit der PTC die Art und Weise, wie Unternehmen ihre Produkte entwickeln, neu definieren wird. Die im Juni 2011 erschienene Version Creo 1.0 war der erste Schritt zur Umsetzung dieser Strategie. Creo wurde von Kunden, Branchenbeobachtern und vielen anderen begrüßt – endlich war die Innovationskraft in der CAD-Industrie zurück.

Creo 1.0 wird dank der ersten Sammlung von Apps, neuer, bahnbrechender Technologien wie AnyMode Modeling und AnyRole Apps sowie als Beleg für unser Engagement für die Creo Strategie als enormer Fortschritt angesehen.

Doch seit kurzem werden Stimmen laut, bei Creo handele es sich nach eingehender Analyse der Softwarekomponenten (einiger Creo Apps) lediglich um eine neue Version von Pro/ENGINEER. In diesem Blog möchte ich noch einmal unsere Strategie erklären und auf diese spezifische Beschwerde eingehen.

Creo 1.0 ist die neueste Version der Konstruktionssoftware von PTC. Wir haben die besten Technologien aus Pro/ENGINEER, CoCreate und ProductView übernommen und entscheidend erweitert. Dabei haben wir auf ein einheitliches Benutzererlebnis der verschiedenen Apps für alle am Konstruktionslebenszyklus Beteiligten geachtet und für die nahtlose Zusammenarbeit zwischen den Apps gesorgt.

Dass wir die bewährten Technologien aus dem breiten Produktspektrum von PTC genutzt haben, liegt auf der Hand. Produkthersteller tun dies täglich, denn es ist sinnvoll, bewährte Technologie zu verwenden, wenn man wie wir von ihr überzeugt ist.

Bei der Bekanntgabe von Creo vor fast genau einem Jahr sagten wir, dass Creo „aus Elementen von Pro/ENGINEER®, CoCreate® und ProductView® bestehe“. Wichtiger ist allerdings, dass Creo neue bahnbrechende und zum Patent angemeldete Technologien enthält, die die Arbeitsweise von Designern und Ingenieuren grundlegend verändern.

Und PTC hat große Investitionen in neue Funktionalitäten und Apps getätigt. Das Besondere an Creo Parametric und Creo Direct ist, dass es sich dabei um zwei separate Konstruktions-Apps für unterschiedliche Anwendergruppen und verschiedene Einsatzgebiete handelt, die dennoch auf einem gemeinsamen Datenmodell basieren. Bestimmte allgemeine zentrale Technologien wie der Kernel, die Grafik und die Dateninteroperabilität werden gemeinsam genutzt, um eine reibungslose und zuverlässige Funktion des allgemeinen Datenmodells sicherzustellen. Das Ziel dabei ist, die AnyMode Modeling Technologie von Creo vollständig zu unterstützen, die eine bislang nie dagewesene Interoperabilität zwischen unterschiedlichen Modellierungssystemen und -Apps ermöglicht.

Al Dean von Develop 3D spricht in seinem Kommentar darüber, wie Benutzer AnyMode Modeling in Creo erleben und was im Hintergrund abläuft:

„Creo Direct sieht wie ein direktes Modellierungssystem aus und weist auch dasselbe Verhalten und die gleiche Funktionsweise auf. Das Benutzererlebnis bietet die typischen Merkmale: das Greifen von Flächen, Löschen von Daten, Übernehmen von Rundungen und die Beibehaltung von geometrischen Beziehungen, wo möglich. Das Look-and-Feel ist mit dem von CoCreate und all den anderen Systemen identisch. Doch im Hintergrund wird der Verlauf sämtlicher Bearbeitungsschritte und aller erstellten Formelemente gespeichert. Das ist allerdings für den Benutzer nicht sichtbar.“

Die Anwender können also die von CoCreate erstmals eingeführte direkte Modellierung mit all ihren Vorteilen nutzen, ohne die Konstruktionsabsicht zu verlieren. In meinem nächsten Blogbeitrag spreche ich darüber, warum wir jede Konstruktionsänderung, die die Anwender in Creo Direct vornehmen, erfassen und in Creo Parametric im Kontext darstellen. Wie bei jeder guten Strategie gibt es viel zu tun, und das werden wir in den kommenden Wochen, Monaten und Jahren auch tun.

In Zukunft werden bei Creo Parametric und Creo Direct die Funktionalitäten für den jeweiligen Anwender noch stärker verbessert werden, einschließlich der Produktinstallation und -konfiguration. Das PTC Team verfolgt die Entwicklung von Creo mit großem Druck weiter, sowohl von inkrementellen Wartungsversionen, als auch der nächsten Hauptversion Creo 2.0, die im März herauskommen wird – nur neun Monate nach Creo 1.0.

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