Konstruktionssoftware für die Ingenieure von Morgen

Wenn Sie die Wirtschaftsnachrichten verfolgen, wissen Sie, dass viele Experten in naher Zukunft mit großen Störungen in der Fertigung rechnen. Dabei wird es sich nicht um eine politische Störung handeln, da die Regierungen dieser Welt Fabriken mit gezielten Fördermaßnahmen anlocken. Gemeint ist eine technologische Störung, wenn sich nämlich Ideen wie bezahlbarer 3D-Druck und kommunale Fertigungszentren durchsetzen.

Die Ansichten darüber, wie sich diese Veränderungen darstellen könnten, sind unterschiedlich, aber in einem Punkt sind sich alle einig: Wir werden mehr Designer und Ingenieure brauchen. Sehr viel mehr.

Damit komme ich zu John Stuart, Senior Vice President des Ausbildungsprogramms von PTC. Sein Team entwickelt, implementiert und unterstützt Schulungsprogramme für Bildungsanstalten und Schüler bzw. Studenten weltweit, um die nächste Generation von Ingenieuren heranzuziehen. John erzählt uns, wie es funktioniert:

GH: Welche Ausbildungsstrategie verfolgt PTC?

Stuart: Wir versuchen, dass alle Beteiligten von unserer Initiative profitieren – Arbeitgeber, Schulen bzw. Hochschulen sowie die Schüler und Studenten.

GH: Hätten Sie dafür ein Beispiel?

Stuart: Wir gehen eine Partnerschaft mit einer Bildungseinrichtung ein, die unsere Kunden im Gegenzug mit angehenden Ingenieuren versorgt. Wir unterstützen die Hochschule oder Schule in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden. Und wir sorgen dafür, dass die Schüler und Studenten Erfahrungen mit den Tools und Prozessen sammeln, die bei den wichtigsten Arbeitgebern vor Ort im Einsatz sind.

GH: Welche taktischen Ziele stecken hinter dieser Strategie?

Stuart: Wir verfolgen im Wesentlichen vier taktische Ziele. Erstens engagieren wir uns bei den wichtigsten Entwicklungsinitiativen von Bildungswesen und Industrie. Zweitens bauen wir eine starke Präsenz an Hochschulen und Schulungszentren auf. Drittens engagieren wir uns intensiv an Schulen und bei MINT-Programmen. Viertens bieten wir Schülern und Studierenden Zugang zu unseren Softwareprodukten.

GH: Sie machen bei einigen bekannten Entwicklungswettbewerben für Schüler und Studenten mit ….

 Stuart: Richtig. Wir beteiligen uns an Schulungsinitiativen wie STARBASE, der Real World Design Challenge, FormulaSAE und FIRST. Diese Entwicklungsprogramme locken die besten Schüler und Studenten an, stellen sie mit praxisnahen Projekten vor echte Herausforderungen und unterstützen sie mit Mentoring durch einige unserer größten Kunden.

Wir möchten dafür sorgen, dass Studenten, die an diesen Wettbewerben teilnehmen, Zugang zu den bestmöglichen Softwaretools und Schulungen erhalten. Jedes Jahr bemühen wir uns, weitere Studententeams und Kunden mit an Bord zu holen.

GH: Sie sind auch an Universitäten, Hochschulen und Schulungszentren vertreten?

Stuart: Selbstverständlich. Auf dieser Ebene sind wir sogar sehr aktiv. In Ländern wie den Vereinigten Staaten, Deutschland, Indien und China ist die Nachfrage nach Ingenieuren mindestens doppelt so hoch wie das Angebot. In einigen Ländern ist das Verhältnis sogar fünf zu eins. Die Regierungen investieren in Programme, mit denen durch zusätzliche technische Hochschulen und moderne Schulungszentren mehr junge Leute für die technische Entwicklung gewonnen werden sollen. Wir arbeiten deshalb mit etablierten Universitäten sowie neuen Hochschulen und Schulungszentren zusammen und sorgen dafür, dass PTC Produkte eine tragende Rolle im Lehrplan spielen.

GH: Wie sieht es an weiterführenden Schulen aus?

Stuart: Bei den 9- bis 13-Jährigen haben wir die besten Chancen, junge Leute für die Arbeit im Ingenieurwesen oder in den Wissenschaften zu begeistern. Auch hier liegt unser Schwerpunkt auf der Teilnahme an Konstruktionswettbewerben wie FIRST, der Real World Design Challenge, STARBASE usw.

GH: Wie sieht die Förderung für einzelne Schüler und Studenten aus?

Stuart: Schüler und Studenten können kostenlose Versionen unserer Software nutzen, beispielsweise von Creo Parametric, Creo Direct und Mathcad. Sie erhalten außerdem Zugang zu Bibliotheken mit kostenlosen Lernprogrammen für unsere Produkte.

GH: Was ist das Besondere am Schulungsprogramm von PTC?

Stuart: Das Programm bietet besonders vielfältige Softwaretechnologien und unterstützende Tools, von 2D- und 3D-Konstruktionssoftware, über Konstruktionsberechnungen bis hin zum Produktlebenszyklus-Management. Wir nennen das einen 360-Grad-Schulungsansatz.

Nehmen Sie beispielsweise Creo. Unser Lehrplan für Creo besteht aus mehreren aufeinander aufbauenden Schritten. Neue Schüler und Studenten verwenden zunächst die direkte 3D-Modellierung. Für erfahrenere Schüler gibt es auch Schulungen anhand von Projekten, die mit Creo Parametric, dem leistungsfähigen parametrischen Modellierungstool von Creo, entwickelt wurden.

Außerdem stellen wir umfangreiche Schulungsunterlagen, professionelle Lernmanagement-Tools und PLM als SaaS-Service zur Verfügung.

GH: Wie würden Sie Ihre Erfolge zusammenfassen?

Stuart: Jahr für Jahr machen Zehntausende Studenten ihren Abschluss, die am PTC Schulungsprogramm teilgenommen haben. Und mit Creo und dem neuen 360-Grad-Ansatz ist unser Programm eines der umfassendsten am Markt.

[Anm. d. Red.: In zukünftigen Artikeln werden wir uns die Schulungsprojekte und weltweiten Aktivitäten von Stuart genauer ansehen.]

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