Creo Kunden: Damián Castillo exklusiv über Creo 1.0

Creo 1.0 ist seit Mitte Juni erhältlich. Somit ist jetzt ein günstiger Zeitpunkt, um die ersten Meinungen – ob positiv oder negativ – von all jenen einzuholen, die Creo bereits heruntergeladen und getestet haben.

Damián Castillo, CAD- und Administrationsleiter bei Hensley Industries, war einer der ersten.

Am Montag nach seiner Teilnahme bei Planet PTC Live in Las Vegas verwendete er bereits Creo 1.0. Hensley Industries ist ein US-amerikanisches Unternehmen, das Erdbearbeitungswerkzeuge, Schaufeln und Spezialaufsätze für Aushub-, Räum-, Minen- und Grabarbeiten sowie andere Erdbaumaschinen herstellt.

Damián Castillo

Damián Castillo, CAD & Administration Manager Hensley Industries

GH: Damián, können Sie uns etwas über Ihren Hintergrund erzählen?

Castillo: Ich bin dafür verantwortlich, dass das Entwicklungsteam mit den Konstruktionstools möglichst produktiv arbeiten kann. Hierzu gehören die richtigen Tools, das richtige Management sowie Schulungs-, Anpassungsservices usw. Ich verwende Pro/ENGINEER seit Version 12 und kann jetzt auf mehr als 16 Jahre Erfahrung mit der Software zurückblicken.

GH: Was war Ihr erster Gedanke, als Sie zum ersten Mal von Project Lightning bzw. Creo hörten?

Castillo: Wir kannten viele der Herausforderungen, die PTC in den Ankündigungsvideos für Project Lightning beschrieb. Wir konnten uns also mit den Problemen identifizieren, ich hatte aber meine Zweifel, dass PTC sie lösen könnte.

GH: Mit welchen der Apps in Creo 1.0 haben Sie sich seit der Einführung beschäftigt?

Castillo: Mit Creo Parametric. Da dies die neue parametrische App ist, möchte ich sichergehen, dass wir damit auch wirklich das hohe Produktivitätsniveau erreichen können, das wir anstreben. Mir ist seit der Einführung von rollenspezifischen Apps außerdem klar geworden, dass das genau ist, was wir brauchen. Wir sehen Anwendungsfelder für Creo Direct und auch Creo View. Mit rollenbasierten Creo Apps können wir unsere Lizenzen viel besser ausnutzen und die verschiedenen Aufgabenbereiche im Unternehmen gezielt unterstützen. Statt jedem Benutzer dieselben Softwaretools zur Verfügung zu stellen, die mit ihrem jeweiligen Zuständigkeits- oder Aufgabenbereich eigentlich nichts zu tun haben, können wir ihnen jetzt relevante Tools sowie eine leicht erlern- und bedienbare Software anbieten.

GH: Wie viel Zeit hatten Sie für den Praxistest von Creo Parametric?

Castillo: Ich habe die Software wenige Tage nach der Veröffentlichung heruntergeladen. Das war vor etwa drei Wochen. Seitdem teste und arbeite ich mit der Software. Ich habe Creo Parametric noch nicht in der Firma implementiert, sondern verwende es derzeit nur für bestimmte Konstruktionsaufgaben und -aktivitäten, um zu sehen, wie es funktioniert.

GH: Und wie ist Ihr Eindruck bislang?

Castillo: Ich habe mit Creo Parametric einige Bauteile erstellt und einen durchweg positiven Eindruck gewonnen.  PTC verfolgt mit Creo einen neuen Ansatz. Ich habe den Eindruck, PTC hat seine Leidenschaft für Konstruktionssoftware wiederentdeckt.  Creo 1.0 ist viel einfacher zu bedienen als Pro/ENGINEER Wildfire 5, und mithilfe der integrierten Suchfunktion kann man nach jedem beliebigen Befehl suchen. Creo Parametric hebt ihn dann auf der Multifunktionsleiste hervor. Die durchgängig einheitliche Benutzeroberfläche und das Benutzererlebnis sind äußerst angenehm. Ich kann problemlos zwischen Modellierungs- und Skizziermodus hin- und herschalten. Dabei hat man das Gefühl, eine durchgängige Software zu verwenden, die perfekt aufeinander abgestimmt ist.

GH: Was ist Ihrer Meinung nach der größte Irrtum, der sich um Creo 1.0 rankt?

Castillo: Creo 1.0 ist nicht der neue Name für Pro/ENGINEER Wildfire 6.  Es ist eine vollkommen neue Konstruktionssoftware von PTC mit demselben GRANITE-Kernel.  Pro/ENGINEER war leistungsfähig, aber äußerst schwierig zu bedienen. Creo Parametric ist genauso leistungsstark, aber viel benutzerfreundlicher. Ich bin beeindruckt von der Arbeit, die man in das Benutzererlebnis gesteckt hat, und von der leistungsstarken Suchfunktion, die die Einarbeitung und Akzeptanz enorm erleichtert.

Creo Parametric basiert auf derselben Grundlage, aber mit völlig neuen Rahmenbedingungen.  Es ist ungefähr so, als würde ein Ferrari-Motor mit einem neuen Fahrwerk, einer neuen Karosserie, neuen Sitzen, einem neuen Armaturenbrett und neuen Funktionen ausgestattet.  Das Ergebnis ist ein neues Auto mit demselben Hochleistungsmotor.  Das neue Auto ist einfacher zu fahren und bietet moderne Leistungsmerkmale.

GH: Was hat Sie das Upgrade auf Creo Parametric gekostet?

Castillo: Wir haben einen Wartungsvertrag. Creo 1.0 verursacht uns also keine Mehrkosten. Dasselbe gilt für unsere derzeitigen Erweiterungen.  Sie werden alle als Erweiterungen nach Creo 1.0 migriert, wobei manche in späteren Versionen eigenständige Anwendungen werden.

GH: Empfehlen Sie Ihren Teams den Wechsel zu Creo 1.0?

Castillo: In die Entwicklung von Creo sind zwei Jahre Arbeit und mehr als 100 Millionen US-Dollar geflossen. Ich sehe es als vollwertiges Produkt mit allen Funktionen, die die meisten Unternehmen benötigen. Wie ich sehe, ist bereits eine Wartungsversion für Creo 1.0 geplant. Es ist definitiv sinnvoll, das Upgrade durchzuführen, allein schon wegen der neuen Benutzeroberfläche, den zahlreichen Verbesserungen und den neuen Funktionen wie der Freistilkonstruktion. Ich empfehle jedem, die aktuell verwendeten Erweiterungen und Funktionalitäten dahingehend zu prüfen, ob sie von Creo 1.0 abgedeckt werden.

GH: Ist Creo 1.0 perfekt?

Castillo: Keine Software ist perfekt, aber ich habe den Eindruck, dass PTC wirklich hinter diesem Produkt und der neuen Vision steht.  Ich verließ die PlanetPTC Live mit dem Gefühl, dass PTC wirklich von dieser Produkteinführung überzeugt ist, sich die Führungsposition bei Konstruktionssoftware zurückerobern will und begeistert ist von den Plänen für zukünftige Versionen.

Ob wir Fehler finden werden?  Natürlich.  Jede Software enthält Fehler, aber ich halte Creo 1.0 im Hinblick auf Leistungsumfang, Benutzerfreundlichkeit und Stabilität gegenüber allen früheren Versionen für überlegen.

GH: Und was ist mit Creo 2.0?

Castillo: Creo 2.0 wird natürlich einen noch größeren Funktionsumfang haben und auch die AnyBOM Assembly Technologie unterstützen. Aber für den Einstieg ist Creo 1.0 für viele Unternehmen ausreichend. Fazit: Mit gefällt, was ich gesehen und ausprobiert habe, und die Richtung, die PTC eingeschlagen hat.  Ich freue mich darauf, Creo 1.0 in der Produktion einzusetzen, und werde ein Auge auf die zukünftigen Verbesserungen haben, die in Arbeit sind.

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