Creo 1.0 und digitale Prototypen

Wie ich in einem meiner letzten Artikel schrieb, bietet Creo 1.0 Unternehmen in vielerlei Hinsicht einen unerwarteten Mehrwert. Fast jedem kommen dabei digitale Prototypen in den Sinn. Sie sind einer der wichtigsten Gründe, warum Unternehmen CAD-Systeme nutzen. Sie sparen dadurch das Geld für den Bau physischer Prototypen, verbessern die Kommunikation und die Produktqualität und fördern die Innovation, indem sie es den Teams ermöglichen, während der gesamten Produktkonstruktion alle Optionen zu erkunden und auszuloten.

Aber digitale Prototypen werden nicht überall gleich behandelt.Wie Deelip Menezes in seinem Blog schreibt, ist es „wie beim PLM: Jeder versteht darunter etwas anderes.“ Der Prozess ist eigentlich sehr einfach: Konstruieren > Analysieren > Testen > Bauen. Die Komplexität liegt in den Details. Wer konstruiert die Produkte? Was kann weiterverwendet werden, was muss neu erstellt werden? Wer führt die Analysen durch? Wer testet die Produkte? Was passiert bei Problemen? Wie werden Probleme kommuniziert? Welche Tools werden eingesetzt?

Und es geht dabei nicht nur um mechanische Komponenten. Im Idealfall werden bei der Erstellung digitaler Prototypen auch elektrische Komponenten, Kabel und Kabelbäume berücksichtigt.

In diesem Artikel erkläre ich Ihnen ganz genau, was PTC mit der Aussage meint, dass Creo die Erstellung digitaler Prototypen unterstützt – von den ersten Modellen, über die Optimierung bis hin zur fertigen Produktkonstruktion.

Modellieren
In diesem Blog geht es immer wieder um die Modellierungsfunktionen von Creo. Ob für das Skizzieren neuer Ideen oder das Ausarbeiten eines kompletten parametrischen Modells – Creo enthält eine App für Sie und jeden anderen in Ihrem Team.

Aber was ist mit Daten, die nicht neu erstellt werden? Bei der Produktentwicklung werden in der Regel mechanische Teile von Zulieferern oder Teile aus früheren Konstruktionen mit verarbeitet. Und natürlich müssen auch die elektrischen Systeme wie PC-Leiterplatten, Kabelbäume usw. eingebaut werden.

Die AnyData Adoption-Technologie von Creo wurde speziell entwickelt, um Interoperabilitätsprobleme bei der Verwendung von Daten aus unterschiedlichen Quellen zu überwinden.  Es ist sogar möglich, Daten aus einem direkten Modellierungssystem mit Daten aus einem parametrischen Modellierer zu kombinieren.

Analysieren und Testen
Ich habe bereits ausführlich über die Vorbereitung von Modellen für die digitale Prototypenerstellung in einem CAE/FEA-Workflow gesprochen. Es gibt auch einige sehr hilfreiche Demonstrationen der strukturmechanischen Analysefunktionen. Ich möchte Ihnen daher nur einige wenige weitere Möglichkeiten für das Analysieren und Testen von digitalen Prototypen mit Creo vorstellen.

Creo View ECAD unterstützt die Konstruktionsprüfung mit Sichtprüfungsfunktionen. Es ist möglich, mechanische und elektrische Informationen aus verschiedenen Quellen und Orten in einer App zu betrachten. Sie können also sehen, wie Ihre Konstruktion sich in einer realitätsgetreuen Umgebung verhält. Erweiterungen und Partner-Apps bieten ebenfalls eine Vielzahl von fortschrittlichen Tools.

Für viele Analysearten müssen Sie auch kein Simulationsexperte sein. Die Konstrukteure können ihre Systeme schon frühzeitig mit einfacheren Analysen testen, sodass eine simulationsorientierte Konstruktionsumgebung entsteht. Diese frühzeitigen Tests sparen Zeit und wirken sich auf die Zahl der später benötigten physischen Prototypen aus. Zudem werden die Analytiker entlastet, sodass sie mehr Kapazität für komplexere Tätigkeiten haben.

Kommunizieren
Nicht jeder ist ein Experte – und das ist ein Problem. Analysten sehen viele Dinge klar. Eine Lösung zu formulieren, ist allerdings nicht immer so einfach. An dieser Stelle setzt AnyRole Apps von Creo an:

  • Creo View MCAD und Creo View ECAD bieten umfangreiche Funktionen für das Visualisieren, Abfragen und Markieren von Modellen. Diese Apps sorgen dafür, dass alle, unabhängig von ihrem Fachbereich, ihr Feedback beitragen können, und unterstützen damit schnelle, effiziente Konstruktionsprüfungen.
  • Creo Direct wird als Tool für Analytiker empfohlen, die sich keine Gedanken über die Konstruktionsabsicht mechanischer Teile machen können oder wollen. Mit Creo Direct können sie schnell eine Änderung vornehmen und klar an das Team kommunizieren. Um die Parametrik kümmern sich Creo und die CAD-Experten.

Korrigieren/Optimieren
Sind Ihrem Team erst einmal alle Probleme und deren Lösungen bekannt, ist der richtige Zeitpunkt, die Konstruktion zu optimieren. Wenn Sie mit verschiedenen Tools wie Creo Simulate, Creo View MCAD und Creo Schematics gearbeitet haben, kommt Ihnen das vielleicht chaotisch vor. Creo liegt jedoch ein allgemeines Datenmodell zugrunde, das sicherstellt, dass Änderungen an einer Konstruktion in einem Tool in die Daten in jedem anderen Tool übernommen werden. Wir beschreiben das gerne so: Sie schreiben Informationen in ein Kapitel…, aber jedes Kapitel gehört zum gleichen Buch.

Creo 1.0 unterstützt einen leistungsfähigen und effektiven Workflow für digitale Prototypen. Dies ist nur ein Prozess, der durch die Werkzeugpalette der Creo Konstruktionsprodukte viel einfacher wird. In den kommenden Wochen werde ich noch über einige andere Prozesse berichten.

Bild: jurvetson

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