Creo 1.0: Die Antwort lautet „Alle der genannten“

Vom Entwurf bis zum fertigen Teil entwickeln viele Unternehmen ihre Produkte ausschließlich mit parametrischen 3D-CAD-Systemen. Oder ausschließlich mit direkten 3D-CAD-Systemen. In jedem Fall sind sie ziemlich unflexibel. Warum also bietet Creo nun ein anderes Konzept: eine manchmal parametrische, manchmal direkte Umgebung für die 3D-Modellierung? Nicht nur, weil die direkte Modellierung die parametrische Modellierung verstärkt. Und auch nicht nur deshalb, weil die parametrische Modellierung die direkte erweitert.

Der Grund ist, dass wir der Überzeugung sind, dass die beiden Ansätze der 3D-Konstruktion einander optimal ergänzen.

Falls Sie die parametrische Modellierung bislang mit Erfolg verwendet haben, liegt es nahe, davon auszugehen, dass die direkte Modellierung lediglich ein paar weitere praktische Gadgets wie einen besonders ungewöhnlichen Meißel oder ein frisches Paket Sandpapier in der Toolbox zu bieten hat. Unternehmen, die sich seit Jahren ausschließlich auf die direkte Modellierung verlassen haben, werden Ihnen genau das Gegenteil sagen.

Seiko Epson, ein führender Druckerhersteller und prominenter Anwender der direkten Modellierung, ist hierfür ein gutes Beispiel. Das Unternehmen kann jedes Jahr Hunderte von neuen Produktkonstruktionen herausbringen. Damit alles reibungslos läuft, planen die CAD-Manager die zahlreichen Iterationen und Revisionen einer Konstruktion von vornherein ein. Sie planen die Zusammenarbeit mehrerer Ingenieure an einem einzelnen Projekt. Sie berücksichtigen unerwartete Änderungen von vornherein in ihrem Prozess und in der IT-Umgebung. Für Seiko Epson ist die Flexibilität der direkten Modellierung ein Teil des Erfolgsrezepts des Unternehmens.

Damit möchte ich nicht behaupten, dass die Vorgehensweise von Seiko Epson für alle Unternehmen der richtige ist. Ich möchte aber Anwendern der parametrischen 3D-Modellierung vorschlagen, die Stärken der parametrischen und der direkten Modellierung miteinander zu kombinieren und so ein umfassenderes Gesamtkonzept zu erhalten. Sie müssen sich nicht mehr zwischen Struktur und Flexibilität entscheiden, zwischen Leistung und Benutzerfreundlichkeit. Nun können Sie die Antwort „Alle der genannten“ auswählen. Gestalten Sie Ihre 3D-Entwicklungsumgebung so, dass sie jederzeit genau den Ansatz nutzen können, der für Sie gerade am sinnvollsten ist.

Das nenne ich umfassendes 3D-CAD.

In einer solchen Mischung liegt viel mehr Leistungspotenzial, als die meisten Menschen denken. Wir sind den typischen Konstruktionsprozess Schritt für Schritt durchgegangen und haben mindestens zehn Bereiche identifiziert, in denen die Entwicklung durch eine Kombination von parametrischer und direkter Modellierung optimiert werden kann. Mehr dazu in zukünftigen Artikeln.

Hier sehen Sie zunächst die Liste der mindestens zehn Bereiche:

  1. Konstruktionsänderungen in späten Phasen
  2. CAE- und FEA-Workflow
  3. Interoperabilität und Datenaustausch
  4. Konzeptentwicklung
  5. Ausschreibung und Angebot
  6. Erstellen digitaler Prototypen
  7. 2D-Konstruktion und Konvertierung in 3D
  8. Wiederverwendung von Altdaten
  9. Erzeugen von nachgelagerten Lieferbestandteilen
  10. Konstruktionsprüfungen

Bild: easyflow

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