Hinter den Kulissen: Ist Creo 1.0 alltagstauglich?

Während der beiden ersten Aprilwochen führte PTC vor Ort Beta-Tests durch, um die Reaktion auf Creo 1.0 zu prüfen. Wir fragten: „Ist Creo 1.0 alltagstauglich, enthält es die richtigen Funktionen und verbessert es die Produktivität?“

Diese Tests sind nur eine von mehreren Methoden, mit denen wir im Zuge des Entwicklungsprozesses Feedback* einholen. Beispielsweise investieren wir viele Ressourcen in die Qualitätsprüfung, um sicherzustellen, dass Creo die erwarteten Funktionen erfüllt. Beim Beta-Test im April stand jedoch die Anwendbarkeit der Software im Vordergrund.

Leo Vogelien

Leo Vogelien, Principal Project Manager for Creo Quality Assurance bei PTC, antwortet auf unsere Fragen.

GH: Wer nimmt an den Beta-Tests für Creo teil?
Vogelien:
Die meisten Teilnehmer sind erfahrene Anwender von Creo Elements/Parametric, Creo Elements/Direct oder Creo Elements/View. Sie sind bei Herstellern, die mit PTC Lösungen arbeiten, in der Produktentwicklung tätig. Sie sind in der Konzeptentwicklung oder technischen Entwicklung, in der Detailkonstruktion, Simulation, in der Anfertigung von 2D-Zeichnungen usw. beschäftigt. Wie bei vielen kundenorientierten Meetings von PTC laden wir Teilnehmer aus Branchen wie der Konsumgüterindustrie, dem Maschinen- und Anlagenbau, der Luftfahrt und Verteidigung, der Automobilindustrie, dem Medizingerätebau sowie Elektronik und Hightech ein. Sie kommen aus Unternehmen jeder Größenordnung zwischen 500 und 300.000 Mitarbeitern. Das Interesse an Creo 1.0 ist überwältigend. Leider haben die Plätze deshalb nicht für alle Interessenten gereicht und wir mussten einige Anfragen ablehnen.

GH: Wie ist der Ablauf der Meetings?
Vogelien: Während der Woche, in denen die Tests stattfanden, hatten wir verschiedene Sitzungen angesetzt, in denen die Anwender mit der Betaversion der Software arbeiten konnten. Dabei handelt es sich um einen internen Entwicklungs-Build. Zum Ablauf: Die unterschiedlichen Funktionsteams unter Leitung der Produktmanagement-Gruppe bieten eine Kurzübersicht und eine Vorführung der wichtigsten Bereiche. Anschließend gibt es eine praktische Testsitzung, bei der die Kunden verschiedene Aufgaben ausprobieren und uns ihr Feedback geben, von der Benutzerfreundlichkeit bis hin zum Funktionsumfang. Diese Sitzungen finden vor den abschließenden Tests der Qualitätssicherung für die Hauptversion statt. Bei diesen persönlichen Meetings haben Anwender die Gelegenheit, Feedback zur Vorabversion der Software abzugeben. Sie können anhand der vorgegebenen Testfälle und Aktivitäten vorgehen oder, und dafür entscheidet sich die Mehrheit, ihre eigenen Beispiele durcharbeiten. Wir haben die Beta-Tests für Creo 1.0 für einen Zeitraum von fünf Tagen ausgelegt. So bleibt viel Zeit für Gespräche und zum Testen aller wichtigen Apps, Erweiterungen und zentralen Leistungsmerkmale in Creo1.0.

GH: Finden die Beta-Tests immer in Boston, am Hauptsitz von PTC, statt?
Vogelien:
Bei den Beta-Tests verwenden wir die neueste Entwicklungssoftware. Damit für die Kunden ein optimales Umfeld gewährleistet ist und wir ihnen alle nötigen technischen Ressourcen zur Verfügung stellen können, führen wir diese Tests in Needham durch. Es findet jedoch zusätzlich eine Reihe von Sitzungen an den lokalen PTC Standorten statt, die von den örtlichen PTC Account-Teams geleitet werden. Später werden wir noch umfangreichere Tests durchführen – aber erst, wenn die Qualität die vorgegebenen Freigabekriterien erreicht. Diese Tests sind etwas unterschiedlich und finden an verschiedenen Kundenstandorten statt. Dabei stehen die Sammlung von Feedback zur Qualität und die Meldung von Softwareproblemen im Vordergrund, die korrigiert werden müssen.

GH: Geben Sie uns doch bitte ein Beispiel für etwas, wozu Sie Feedback einholen würden?
Vogelien:
Bei den Veranstaltungen im April haben wir uns vorrangig auf die allgemeine Akzeptanz der neuen Creo Apps, der Benutzeroberfläche und der Interaktion konzentriert. Wir wollten wissen, ob die zahlreichen neuen Leistungsmerkmale und Funktionen die Anforderungen erfüllen, benutzerfreundlich und sinnvoll aufgebaut sind. Nehmen wir ein Beispiel: Viele der Anwender kommen aus der parametrischen Modellierung. Deshalb möchten wir wissen, ob die Flexible Modeling Extension für Creo Parametric ihren Anforderungen in puncto Funktionsumfang und Benutzerfreundlichkeit entspricht. [Anm. d. Red.: Lesen Sie dazu den früheren Artikel zu Flexible Modeling Extension.]

GH: Wie halten Sie während der einwöchigen Beta-Tests das Feedback der Anwender fest?
Vogelien:
Wir nutzen webbasierte Tools mit Feedbackformularen, in die die Kunden gefundene Probleme einfach eintragen können. Dank dieser webbasierten Tools können wir das Feedback aus all den verschiedenen Testzyklen und von allen Standorten zentral erfassen. Anschließend können wir die Daten exportieren und sie an die anderen Teams bei PTC weitergeben.

GH: Wie ist das erste Feedback ausgefallen?
Vogelien: Ich kann nicht alles verraten, was besprochen wurde. Ich kann Ihnen aber sagen, dass wir mit dem Feedback äußerst zufrieden sind. Bislang haben wir äußerst positives Feedback zu Creo 1.0 erhalten. Wie Sie sich vorstellen können, gibt es natürlich immer Vorschläge für zusätzliche Leistungsmerkmale und zur Verbesserung der bestehenden Funktionen. Das ist auch gut so, denn so können wir unsere Pläne für Creo 2.0 noch einmal auf den Prüfstand stellen.

GH: Wie können Anwender sich als Beta-Tester für zukünftige Versionen von Creo beteiligen?
Vogelien:
Die Beta-Tester werden von uns eingeladen. Wir achten dabei darauf, dass wir Vertreter aus Unternehmen verschiedener Größe, Branche und Herkunft auswählen. Da der Zeitaufwand für die Beta-Tests doch ganz erheblich ist, ist die Teilnahme nicht jedermanns Sache. Aber wir sind stets bereit, die Tests auszudehnen und mit zusätzlichen Kunden zu arbeiten. Am besten wenden sich interessierte Kunden an ihr örtliches Account-Team, um zu erfahren, wann die nächsten Beta-Tests stattfinden. Das Account-Team leitet mir die Kontaktdaten der Interessenten dann weiter.

GH: Im Blog auf ptc.creo.com erscheinen Interviews mit einigen der bedeutendsten Teilnehmer bei dieser Beta-Testwoche für Creo.

*Weitere Methoden der Feedback-Erfassung wurden bereits in anderen Artikeln vorgestellt. Dabei handelt es sich um: Untersuchungen zur Benutzerfreundlichkeit, Meetings mit Technical Committees und Sitzungen mit dem Board of Customer Advisors.

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