Hinter den Kulissen: Sprint Review für Creo 1.0 (Februar)

Ende Februar kam das Entwicklungsteam plangemäß zu einem Sprint Review für Creo 1.0 zusammen. Vielleicht erinnern Sie sich von früheren Artikeln her (hier und hier), dass es sich bei einem Sprint um einen kurzen Entwicklungszyklus handelt, der Teil des agilen Prozesses ist, den wir bei PTC für Creo einsetzen. Beim Sprint Review erfahren wir intern ganz genau, wo wir mit der Entwicklung von Creo 1.0 stehen und in welche Richtung wir als Nächstes weiter vorgehen sollten.

Und wo stehen wir? Laut Scrum Master Shawn Bellmore wurde bereits eine Reihe von wichtigen „Stories“ fertig gestellt und getestet. Wir baten ihn, uns mehr zu erzählen.

GH: Welchen Zweck hat ein Sprint Review?
Bellmore:
Der Sprint Review dient, wie der Name schon sagt, dazu, zu prüfen, was im letzten vierwöchigen Sprint erledigt wurde. Es handelt sich um ein informelles Meeting, bei dem die Projekte geprüft werden, die während der Sprint-Planungsbesprechung ausgewählt wurden, besprochen wird, was während des Sprints fertig gestellt wurde, und die fertig gestellten Funktionalitäten vorgeführt werden.

GH: Wie läuft so ein Review üblicherweise ab?
Bellmore: Der Scrum Master fasst kurz die Vereinbarungen zwischen dem Product Owner und dem Team zusammen. Wie viele Stories? Was bedeutet „erledigt“? Wie hoch war der geplante Aufwand des Teams? Danach präsentiert der Scrum Master, was das Team tatsächlich geschafft hat. Wie viele Stories haben den Status „erledigt“ erhalten? War der Aufwand größer oder kleiner als geplant, oder war die Planung korrekt? Falls es bedeutende Abweichungen gibt, sollten sie beim Sprint Review angesprochen werden.

GH: Es gibt wahrscheinlich Hunderte von Stories für Creo 1.0, und unsere Sprints sind sehr kurz. Wie stellen Sie sicher, dass das Projekt insgesamt im Zeitplan ist?
Bellmore: Dazu verwenden wir ein Release-Burndown-Diagramm. Das ist unser wichtigstes Tool zur Messung des Fortschritts und des Projektumfangs. Umfang, Fortschritt und der geschätzte Fertigstellungstermin gehen alle aus dem leicht verständlichen Diagramm hervor. Jeder im Projekt kann sich nach jedem Sprint das aktualisierte Release-Burndown-Diagramm ansehen.

GH: Dient das kontinuierliche Testen auch dazu, den Fortschritt zu überwachen?
Bellmore: Ja. Durch das kontinuierliche Testen und die konsequente Überwachung der Qualität steigt unser Vertrauen in das Produkt. Die Anzahl der Komponententests und der festgelegten und bestandenen Akzeptanztests sollte bei jedem Sprint zunehmen. Unzureichende Tests sind ebenso wie eine steigende Zahl von nicht bestandenen Tests eine Warnung. Nimmt die Zahl der offenen Fehler zu, kann dies ein Hinweis darauf sein, dass die Qualität nicht ausreichend ist. Beim nächsten Rückblick sollte besprochen werden, wie die Situation verbessert werden kann, und es sollten entsprechende Maßnahmen definiert werden.

GH: Wie untersucht das Team die fertig gestellten Funktionalitäten?
Bellmore
: In der Regel führen die Mitglieder des Qualitätssicherungsteams die während des Sprints fertig gestellte Funktionalität vor. Außerdem weisen sie auf Qualitätsprobleme oder schwerwiegende Fehler hin, die bearbeitet werden müssen. Die Entwickler nehmen dann Stellung zu den Codebereichen, für die sie verantwortlich waren. Der Product Owner stellt viele Fragen, um Problemen auf den Grund zu gehen. Es handelt sich um eine Vorführung eines Produkts, mit dem die Anwender arbeiten können sollten, nicht um ein Minenfeld. Alles, was gezeigt wird, sollte auch funktionieren. Im Anschluss an die Demonstration sprechen wir ggf. kurz über die Dinge, die weniger erfolgreich waren. Warum wurde ein Element nicht fertig gestellt? Was muss geändert werden, damit es in einem zukünftigen Sprint fertig gestellt werden kann? Oder müssen wir komplett umdenken?

GH: Können Sie uns Genaueres über den Sprint vom Februar und über die Highlights erzählen?
Bellmore: Wir sind mit den Ergebnissen des Sprints vom Februar sehr zufrieden. Ein Beispiel ist die direkte Modellierungs-App für Creo. Wir hatten 32 Stories vorgesehen, die während des vierwöchigen Sprints implementiert werden sollten, und wir konnten immerhin 20 davon fertig stellen. Grob gesagt, haben wir die folgenden bedeutenden Stories fertig gestellt und vorgeführt:

  • Rechteckauswahl
  • 2D-Elemente
  • Linie/Bogen-Werkzeug
  • Fläche entfernen
  • Rundung ändern
  • Leuchteffekt auf Auswahl
  • Highlights auf Flächenkonturen

GH: Es wurden nicht alle Stories implementiert. Was passiert nun?
Bellmore:
Stories, die während des Sprints nicht erledigt werden, gelangen wieder in das Backlog und werden neu priorisiert. Häufig werden sie für den nächsten Sprint ausgewählt, aber manchmal ändern sich auch die Prioritäten und die Stories werden niedriger im Backlog eingeordnet. Der Product Owner untersucht das verbleibende Backlog und legt die weitere Vorgehensweise fest. Da der Veröffentlichungstermin fix ist, hat das Team nur zwei Möglichkeiten: Es kann den Versionsumfang reduzieren, indem es die Stories mit dem geringsten Mehrwert fallen lässt, oder die Kapazität durch weitere Scrum-Teams erhöhen.

GH: Ist Creo 1.0 insgesamt im grünen Bereich?
Bellmore: Insgesamt würde ich sagen, dass die Version im grünen Bereich ist. In manchen Bereichen haben wir einen ziemlichen Vorsprung, beispielsweise bei Schaltplänen. In anderen Bereichen hinken wir der Planung etwas hinterher. Aber wir haben das Backlog neu priorisiert und die Kapazität der Scrum-Teams erhöht, um die wertvollsten Funktionalitäten noch in die Version zu bringen.

Weitere Einzelheiten zu Creo 1.0 finden Sie noch bis zum geplanten Veröffentlichungsdatum im Juni 2011 regelmäßig im Creo Blog.

Bild: Peter Hellberg

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Hinter den Kulissen und getagged , , , , . Bookmarken: Permanent-Link. Trackbacks sind geschlossen, aber sie können Kommentieren.

Einen Kommentar schreiben

Ihre E-Mail wird niemals veröffentlicht oder verteilt. Benötigte Felder sind mit * markiert

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Du kannst diese HTML Tags und Attribute verwenden: <a href="" title="" rel=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <pre> <q cite=""> <s> <strike> <strong>