Hinter den Kulissen: Creo 1.0, Usability-Tests und die New-Romantic-Bewegung

PTC führt weltweit laufend Bewertungen der Benutzerfreundlichkeit (User Experience Evaluations) durch – von Las Vegas bis Paris, von Stuttgart bis Tokio und zurück nach Boston. Diese vom PTC User Experience (UX) Lab organisierten Sitzungen sind eine unschätzbare Plattform für Tests neuer Konzepte und Leistungsmerkmale für potenzielle neue Versionen.

Ende Januar fanden in Boston eine Reihe von Usability-Sitzungen zu Creo 1.0 statt. Ich hatte die Chance, mit Martin Kemp, Product Definition Manager für Creo [Anmerkung der Redaktion: Nicht zu verwechseln mit dem englischen Schauspieler und Sänger der New Romantic-Band Spandau Ballet] über die von ihm durchgeführten Bewertungen und das Feedback der ersten Nutzer von Creo 1.0 zu sprechen.

GH: Welche Idee steckt hinter Bewertungen der Benutzerfreundlichkeit?
Kemp: Bei den Bewertungen haben Anwender aus unserem Kundenstamm die Gelegenheit, nachhaltigen Einfluss auf zukünftige Versionen von PTC Produkten zu nehmen. Kundenfeedback und die bei früheren Usability-Bewertungen gewonnenen Erkenntnisse haben wichtige Verbesserungen beim Benutzererlebnis und der Qualität der PTC Produkte bewirkt. Wir werden auch in Zukunft Bewertungen durchführen, um mit neuen Produkten und Leistungsmerkmalen auf dem richtigen Weg zu bleiben. Die Sitzungen tragen einerseits dazu bei, die Zukunft der PTC Produkte mitzugestalten und sicherzustellen, dass sie benutzerfreundlicher werden, gestatten den Anwendern aber gleichzeitig einen Einblick in die neuen Leistungsmerkmale und Funktionen, die in der Regel erst in zukünftigen Versionen zur Verfügung stehen werden.

GH: Wie lange führt PTC schon Usability-Sitzungen durch?
Kemp: Seit vielen Jahren schon. Die letzten Sitzungen fanden hier in Boston Ende Januar statt. Es gab aber auch Usability-Veranstaltungen bei PlanetPTC Live im November und Dezember, und davor bei der PTC/USER in Orlando, Florida. Bei PlanetPTC Live in Las Vegas im kommenden Juni sind weitere Sitzungen geplant.

GH: Beschreiben Sie, wie das abläuft.
Kemp: Es handelt sich um interaktive Einzelsitzungen, die nach aufgabenbasierten Übungen ablaufen. Die Teilnehmer werden entsprechend ihrer Rolle im Unternehmen und den Produkten, für die sie sich interessieren, den jeweiligen Bewertungen zugewiesen.  Jeder Anwender kann etwa eine Stunde mit der Software arbeiten und führt dabei spezifische Aufgaben für die getesteten Bereiche durch. Dabei ist zu betonen, dass die Software geprüft wird, nicht der Teilnehmer! Gerade bei neuen Konzepten, die die Teilnehmer noch nie gesehen haben, ist das äußerst wichtig. Natürlich sind wir bemüht, alles möglichst intuitiv und eingängig zu gestalten, aber manchmal ist gerade am Anfang noch nicht alles so klar, wie es sein sollte. Wir möchten, dass die Teilnahme für jeden ein Gewinn bringendes Erlebnis ist und die Chance bietet, Feedback zum Gesehenen und Erlebten abzugeben.

GH: Wie viele Bewertungen wurden für die Konzepte und Leistungsmerkmale von Creo 1.0 durchgeführt?
Kemp:
Das ging in die Hunderte. Bei einigen Bewertungen ging es um Konzepte und Funktionen, die für Creo Elements/Pro, Creo Elements/Direct und Creo Elements/View geplant waren, und sämtliche Ergebnisse und das gesamte Feedback sind in die Gestaltung von Creo 1.0 und den zukünftigen Versionen eingeflossen.

GH: Welchen Song von Spandau Ballet singen Sie am liebsten?
Kemp: Ich bin nicht der Martin Kemp von Spandau Ballet. Können wir bitte beim Thema bleiben?

GH: Also gut. Bei wie vielen der Sitzungen im Januar konnten die Anwender tatsächlich mit Creo 1.0 arbeiten?
Kemp: Es gab sechs Bewertungen für die parametrische Creo App, bei denen verschiedene Bereiche der Software von je fünf Anwendern getestet wurden. Außerdem führten wir mehrere Bewertungen mit der Creo Visualisierungs-App und mit einem neuen Lernkonzept durch, das wir in Creo einführen werden, immer mit derselben Anwenderzahl. Wir planen weit im Voraus, für welche Bereiche wir Feedback zum Benutzererlebnis benötigen, und es ist erwiesen, dass fünf Teilnehmer pro Test reichen, um sinnvolle Ergebnisse zu erhalten. Unserer Erfahrung nach ist es am nützlichsten, häufiger gezielte Bereiche mit einer kleineren Zahl von Anwendern zu testen, um die verfügbaren Ressourcen optimal zu nutzen.

GH: Wie reagieren die Anwender bei diesen Sitzungen auf Creo 1.0?
Kemp: Durchweg positiv.  Beispielsweise haben wir zur App für direktes Modellieren das Feedback erhalten, sie sei so einfach, dass sogar der Vertrieb und das Marketing nun mit 3D-Daten arbeiten könnten.

GH: Wie kann man sich für die Teilnahme an diesen Bewertungen registrieren? Bei den PlanetPTC Veranstaltungen besteht die Möglichkeit, sich im Voraus auf der PlanetPTC Website oder aber direkt vor Ort in der Messehalle anzumelden. Oft ist die Teilnehmerzahl begrenzt, weil wir uns wirklich individuell und intensiv mit jedem einzelnen Teilnehmer auseinandersetzen möchten. Ich empfehle allen Interessierten, sich möglichst frühzeitig anzumelden und einen Termin zu vereinbaren, damit sie nicht enttäuscht werden.

GH: Wie war es, die Rolle des Reggie Kray im Film „Die Krays“ zu spielen?
Kemp: Das hatten wir doch schon: Ich bin nicht der Martin Kemp. Können wir das Interview jetzt beenden? [Kemp verlässt den Raum.]

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