Apple iPad 2: Wird es durch neue Leistungsmerkmale doch noch zur geeigneten Lösung für die Produktentwicklung?

Apple hat wie angekündigt am 11. März die zweite Version seines extrem populären Mobile Computing-Tablets, des iPad 2, herausgebracht. Trotz anfänglicher Skepsis wurde das Vorgängermodell von Verbrauchern und Unternehmen mit Begeisterung aufgenommen, als mehr und mehr Apps für nahezu jede Aufgabenstellung auf den Markt kamen. Auch viele professionelle Apps sind mittlerweile im App Store zu haben, während die Unternehmen noch versuchen, optimale Lösungen zur Unterstützung der Geräte auszuarbeiten, die zugleich auch die darauf enthaltenen Unternehmensdaten schützen. Allgemein gilt, dass das iPad gerade im Unternehmensbereich anderen Tablet-Geräten vorgezogen wird.

Gerade einmal drei Monate nach der Einführung im April 2010 wurde das iPad nach Auskunft von Apple bereits von 50 Prozent der Fortune-100-Unternehmen getestet. Anfang dieses Jahres war diese Zahl bereits auf 80 Prozent der Fortune-100-Unternehmen gestiegen.

Es gibt zwar mittlerweile eine Handvoll CAD-Apps für das iPad, dennoch warten die meisten CAD-Anwender noch vorsichtig ab. Wird es der neuen iPad-Generation gelingen, die Sorgen zu zerstreuen und die Rechenleistung zu liefern, die Produktentwicklungssoftware braucht? Es wird wohl noch einige Zeit dauern, bis wir die Antwort auf diese Frage erhalten. Aber sehen wir uns doch einmal einige der neuen Funktionen des iPad 2 an, die es möglicherweise für Unternehmen in der Produktentwicklung interessant machen.

Besser, schneller, dünner, leichter? Ja.

Das neue iPad 2 verspricht eine doppelt so große Rechenleistung wie das Vorgängermodell und einen Hochleistungs-Grafikprozessor mit dem Neunfachen der Leistung des Original-iPads – und all das bei geringeren Außenmaßen. Das iPad 2 verfügt über einen Dual-Core-Prozessor und eine nach Aussage von Apple neunmal so hohe Grafikleistung wie die erste Generation des iPad. Dies wird höchstwahrscheinlich den größten Einfluss auf Aktivitäten wie das Installieren von und Wechseln zwischen Anwendungen haben. Es wird sich aber auch auf 2D- und 3D-Anwendungen auswirken, da nun mehr Polygone und Pixel auf dem Bildschirm unterstützt werden und auch einige neue Funktionen von Grafikmodulen möglich sind.

Bei gleicher Bildschirmgröße ist das Gerät um 33 Prozent schlanker und auch etwas leichter als der Vorgänger. Bei einem Diebstahl hat der Besitzer die Möglichkeit, alle Daten per Fernzugriff zu löschen.

Ein weiterer Vorteil für Produktentwickler ist die nach vorne gerichtete Kamera des iPad 2, die dank VGA-Auflösung auch für Videokonferenzen geeignet ist. Die nach hinten gerichtete Kamera bietet eine 720p-HD-Auflösung. Auf dem Gerät sind bereits eine App für Videoanrufe (FaceTime) und eine App für die Erfassung und einfache Bearbeitung von Fotos und Videos (PhotoBooth) vorinstalliert. Ein weiterer Bonus ist der höhere Arbeitsspeicher von 512 MB statt 256 MB beim Original-iPad.

Dies sind zwar insgesamt bedeutende Upgrades bei der Funktionalität, allerdings ging aus der Ankündigung wenig darüber hervor, wie einige der Sorgen von Geschäftsanwendern behoben werden sollen, nämlich die Verwaltung und die Sicherheit. Laut dem Branchenanalysten Jack Gold hätte Apple die Gelegenheit nutzen und iTunes so anpassen sollen, dass das Entfernen und die Massenbereitstellung von iPads besser unterstützt werden.

Außerdem hätte Apple Sicherheitsfunktionen (Verschlüsselungstechnologien) wie beim iPhone direkt in die Hardware des iPad 2 einbauen können. Damit spielt Apple seinen Mitbewerbern in die Hände, die scheinbar eine größere Initiative zur Überzeugung von Unternehmenskunden planen. Das BlackBerry PlayBook von Research in Motion ermöglicht den Zugriff auf Unternehmens-E-Mail- und -Kalendersysteme auch ohne das BlackBerry-Smartphone des jeweiligen Anwenders.

HP bereitet die Einführung seines WebOS-Tablets TouchPad vor und positioniert es strategisch als besonders IT-freundliches Unternehmens-Gadget. Samsung hat ebenfalls interessante Verträge mit App-Anbietern abgeschlossen, um sein auf dem Android-Betriebssystem basierendes Galaxy Tab für Unternehmenskunden attraktiver zu machen. Zu diesen Apps gehört eine vom Virtual Desktop-Anbieter Citrix und eine vom Videokonferenzentwickler Polycom, der Videoanruf-Apps in „Telepresence-Qualität“ für Tablet-PCs anbietet.

Niemand weiß, wie der Kampf um den Tablet-Markt ausgehen wird, aber Apple scheint definitiv einen großen Vorsprung zu haben. Frage: Wie werden iPads in Ihrem Unternehmen eingesetzt?

Bild: jwpriebe

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