Vorführung von Creo 1.0 für die Technical Committees von PTC/USER

Brian Thompson, Director of Creo Product Management bei PTC, leitete im Januar bei den persönlichen Treffen der Technical Committees in Needham, Massachusetts, einige wichtige Veranstaltungen über Creo. Bei diesen Veranstaltungen hatten Kunden die Gelegenheit, Creo 1.0 in Aktion zu erleben und Wünsche für zukünftige Versionen zu äußern.

Wir haben mit Brian Thompson über diese Veranstaltungen gesprochen.

NP: Was waren das für Veranstaltungen, die Sie bei den Technical Committees geleitet haben?
Thompson: Ich hatte drei Veranstaltungen, eine zur parametrischen Modellierung, eine zur direkten Modellierung mit Creo und eine zur Interoperabilität zwischen der parametrischen und der direkten Modellierung mit Creo. Bei allen Veranstaltungen konnten wir Besucherrekorde verzeichnen. Besonders auffällig war jedoch die Teilnehmerzahl bei meinem Vortrag zur Interoperabilität.

NP: Warum war gerade diese Veranstaltung so beliebt?
Thompson: Das Verhältnis von Nutzern der parametrischen und der direkten Modellierung war ziemlich ausgewogen. Alle wollten wissen, wie die angekündigte Interoperabilität funktioniert. Die Teilnehmer wollten erfahren, wie wir diese Technologien mit vollkommen unterschiedlichen Ansätzen bereitstellen und den Anwendern dennoch perfekte Wahlfreiheit bieten können, ohne dass sie sich Sorgen über den Verlust der vorhandenen Konstruktionsabsicht in parametrischen Modellen machen müssen. [Anmerkung der Redaktion: Alle Sitzungen der diesjährigen Technical Committees verzeichneten Besucherrekorde, siehe auch die Highlights unten]

NP: Welche Themen wurden bei der Veranstaltung zur Interoperabilität angesprochen?
Thompson: Diese Diskussion war äußerst lebhaft und offen. Den teilnehmenden Kunden war nicht bewusst, dass PTC eine ganze Reihe von Verfahren hat, um die Interoperabilität in bestimmten Bereichen sicherzustellen. Ich stellte einige Themen zur Debatte und stellte dann einzelnen Teilnehmern Fragen, wie sie sich die Interoperabilität vorstellten. Wenn beispielsweise ein Anwender in der direkten Modellierungslösung Geometrieskizzen anfertigt und daraus 3D-Geometrie erzeugt, gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie wir diese Geometrieinformationen in parametrische Feature-Informationen umwandeln können.

NP: Konnten die Kunden bei Ihren Veranstaltungen etwas Neues sehen, was bei der Vorstellung von Creo im Oktober noch nicht zu sehen war?
Thompson: Ja, bei der Interoperabilitätssitzung zeigte ich Alpha-Code der App für direktes Modellieren neben Alpha-Code der App für parametrisches Modellieren. Wir konnten also genau sehen, was geschieht, wenn ein Modell, nachdem es in der direkten Modellierungs-App bearbeitet wurde, in der parametrischen Modellierungs-App geöffnet wird. Das Publikum konnte den Vorgang live auf der Leinwand verfolgen und so relevantes Feedback abgeben. Sie können sich sicher vorstellen, welche Spannung und Energie in der Luft lagen.

NP: Wie beabsichtigen die Teilnehmer Ihrer Sitzungen, die Creo Apps zu verwenden?
Thompson: Ein Beispiel: Ein Teilnehmer arbeitet für ein Unternehmen, das Spritzguss-Teile herstellt. Dort beginnt man häufig mit einem vorhandenen Entwurf und versucht, auf dessen Grundlage einen neuen Konzeptentwurf anzufertigen. Das Unternehmen würde also zunächst mithilfe der direkten Modellierung in Creo schnell und einfach ein Konzept eines neuen Entwurfs entwickeln. Anschließend würde dieses Konzept an die App für parametrisches Modellieren übergeben werden, wo ein Anwender das Modell verfeinern und ausarbeiten sowie Produktionszeichnungen herstellen würde. Anschließend würde das parametrische Modell an den Formenkonstrukteur weitergegeben. Allerdings ist die parametrische Modellierung bei Spritzgussexperten wenig verbreitet, weshalb sie große Schwierigkeiten damit haben. Oft müssen sie nicht funktionelle Änderungen an der Konstruktion vornehmen, um die Fertigungseignung sicherzustellen. Beispielsweise muss der Winkel von Flächen geändert oder ein Schwindungsfaktor auf das Teil angewendet werden oder Konstruktionselemente müssen leicht verschoben werden, um Raum für die Werkzeuge zu schaffen. Die Creo Suite von Konstruktions-Apps erleichtert Formenkonstrukteuren die Arbeit unmittelbar. Anstatt mit einer parametrischen Lösung arbeiten zu müssen, können sie die nötigen Änderungen ganz einfach mit der App für direktes Modellieren vornehmen. Dabei bleibt die Assoziativität mit den Werkzeugkavitäten, die bereits auf die Teilegeometrie ausgelegt wurden, vollständig erhalten. Die Formenkonstrukteure können also ein parametrisches Modell in der direkten Modellierungs-App ändern. Die Geometrieänderungen werden so in das parametrische Modell übernommen, dass die Spritzgusskavität parametrisch aktualisiert wird. Meines Wissens ist dies bei keinem anderen Anbieter weltweit möglich. Der besagte Kunde ist von dieser Anwendungsmöglichkeit begeistert und kann es kaum erwarten, Creo 1.0 zu erhalten.

NP: Haben Sie Feedback von Kunden erhalten, die an den Creo Usability Labs teilgenommen haben?
Thompson: Das Feedback war durchweg positiv. Die Teilnehmer waren von den gezeigten Workflows begeistert. Es gab Verbesserungsvorschläge für einige wenige Bereiche. Einige langjährige Anwender von Creo Elements/Direct gaben uns äußerst hilfreiches Feedback, wie sie sich die Benutzeroberfläche vorstellten.

NP: Gab es Anwender von Creo Elements/Pro, die Vorbehalte bezüglich des Übergangs zu Creo 1.0 äußerten?
Thompson: Nein, das wäre auch äußerst unwahrscheinlich, angesichts all der Verbesserungen bei der zentralen parametrischen Modellierung. Die Verbesserungen gehen in die Hunderte. Ich konnte die neue Technologie vorführen, auf der die direkte Modellierung mit Creo größtenteils basiert, die aber auch Anwendern der Creo App für parametrisches Modellieren zur Verfügung steht. Mit den zahlreichen Verbesserungen bei der parametrischen Modellierung konnte ich sie restlos überzeugen. Mit Creo 1.0 steht den Anwendern von Creo Elements/Pro eine ganze Reihe von neuen Funktionen zur Verfügung. Nutzer von Creo Elements/Pro 5.0 haben ein Anrecht auf denselben Funktionsumfang in Creo und erhalten die App für parametrisches Modellieren mit gleichwertigen Funktionen.

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