Hinter den Kulissen: Die PTC University unterrichtet den Creo Blog

In einem unserer letzten Artikel mit dem Titel Optimale Vorgehensweisen für CAD-Schulungen sprachen wir über einige Best Practices, um sicherzustellen, dass die Anwender auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten die richtigen Schulungen erhalten, die sie zur Erledigung ihrer Aufgaben benötigen. Wir baten Matt Cohen, Divisional Vice President der PTC University, uns mehr über das Schulungskonzept von PTC zu erzählen.

GH: Gleich zum Einstieg die Frage: Sind wir uns einig, dass gute Schulungen einen dauerhaften Wert haben? Mir ist aufgefallen, dass die Einschnitte bei den Schulungsbudgets rückläufig sind. Laut einer Umfrage von 2010, die Robert Green in seinem CAD-Manager’s Newsletter veröffentlicht hat, haben 71 Prozent der Unternehmen ihr Schulungsbudget nicht gekürzt. Das ist eine deutliche Veränderung gegenüber 2009, als fast die Hälfte (46 %) eine Kürzung ihrer Schulungsausgaben ankündigte. Erholt sich der Schulungsmarkt und wenn ja, warum?
Cohen: Ja. Ich glaube, den Unternehmen wird langsam klar, dass die Stärkung des Bildungskapitals gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten einen dramatischen Effekt auf die Erträge haben kann. Am einfachsten lassen sich Kosten bei Schulungen und Reisen senken. Deshalb werden bei Konjunkturflauten traditionell zunächst die Schulungsbudgets beschnitten. Heute allerdings bildet Technologie die Grundlage der alltäglichen Tätigkeiten der meisten Mitarbeiter. Unternehmen haben enorme Summen in diese Technologien investiert. Deshalb sind praxisbezogene Anwenderschulungen in der Nutzung dieser Technologien und der damit einhergehende Produktivitätszuwachs eine der besten Möglichkeiten, die Rentabilität insgesamt zu verbessern. Der wahre Wert der Investition lässt sich nur durch die entsprechende Optimierung der Anwender realisieren. Ich habe den Eindruck, dass den Unternehmen dies nach der letzten Konjunkturflaute endlich bewusst geworden ist. Jedenfalls scheinen sie ihre Schulungsbudgets zunehmend unangetastet zu lassen. Natürlich ist es nicht mehr möglich, Mitarbeiter für die Teilnahme an Präsenzkursen länger vom Arbeitsplatz freizustellen. Moderne, auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnittene Schulungskonzepte, die greifbare Ergebnisse liefern, haben jedoch einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, dass in den Unternehmen ein Umdenken bezüglich der Investition in Bildungskapital und der Kürzung von Budgets stattfindet.

GH: Der ursprüngliche Artikel hat eine wahre Flut von Kommentaren und Diskussionen ausgelöst. Möchten Sie noch etwas dazu sagen?
Cohen: Im Allgemeinen deckte der Artikel die richtigen Punkte ab. Zwei der aufgeführten Best Practices möchte ich aber in Frage stellen. Erstens würde ich davon abraten, selbst eigene Schulungskonzepte und -inhalte zu entwickeln, und zweitens halte ich es für keine gute Idee, Sachgebietsexperten mit der Anwenderunterstützung und -schulung auszulasten.

GH: Was ist so schlecht daran, wenn Unternehmen eigene Schulungskonzepte und -inhalte ausarbeiten und von Sachgebietsexperten umsetzen lassen?
Cohen: Viele Unternehmen gehen zu unbedarft an dieses Projekt heran: Sie entwickeln schnell einen internen Kurs, in dem die Grundfunktionen der neuen Software vorgestellt werden. Was den meisten Unternehmen allerdings nicht klar ist, ist, dass dieser Schritt mit beträchtlichen Folgeinvestitionen verbunden ist. So kann es sein, dass Anwender an anderen Unternehmensstandorten Schulungen in ihrer Landessprache benötigen, oder das Unternehmen ergänzt die Umgebung mit speziellen Softwareerweiterungen, für die weitere interne Schulungen entwickelt werden müssen, oder aber das Unternehmen bevorzugt Best Practice-Schulungen statt reiner Benutzeroberflächen- und Funktionsschulungen. Möglicherweise arbeitet der Sachgebietsexperte an einem wichtigen Projekt und hat einfach nicht die Zeit, Schulungsunterlagen vorzubereiten oder Schulungen durchzuführen. Und natürlich müssen bei jeder neuen Version der Software sämtliche Unterlagen in allen Sprachen auf den neuesten Stand gebracht werden. Sie müssen sich also die Frage stellen, wer all diese Schulungen entwickeln, pflegen und bereitstellen soll. Oft sind dies die fähigsten Anwender der Produkte, eben die Sachgebietsexperten. Ich möchte behaupten, dass es für das Unternehmen günstiger ist, wenn diese Experten an der Entwicklung der eigenen Produkte arbeiten statt an der Erarbeitung und Bereitstellung von Schulungen. Selbstverständlich müssen bei jedem guten Schulungsprogramm die internen Sachgebietsexperten der Organisation in die Entwicklung einbezogen werden. Kein externer Anbieter kann ein Schulungsprogramm allein ausarbeiten. Ein guter Schulungsanbieter stellt aber die Grundlagenmaterialien, Werkzeuge und Prozesse zur Verfügung, um die Inhalte zu konfigurieren und anzupassen, sodass die Gesamtinvestition über den gesamten Lebenszyklus betrachtet reduziert und der Zeitaufwand für die Sachgebietsexperten optimiert werden kann. Ein guter Schulungsanbieter investiert in den Aufbau von skalierbaren, konfigurierbaren und lokalisierten Inhalten, damit seine Kunden dies nicht tun müssen.

GH: Genau so geht also die PTC University vor?
Cohen: Die PTC University kann viele Schulungsprobleme bewältigen, die nicht von vornherein offenkundig sind, aber später hohe Kosten verursachen können. Sie haben in Ihrem Artikel empfohlen, sich beim Softwarehersteller nach den verfügbaren Angeboten zu erkundigen. Ich möchte die PTC University kurz beschreiben. Wir bieten ein umfassendes Angebot von Tools, Lernkonzepten, Prozessen, Schulungs- und Produktexperten sowie aktuellen, mehrsprachigen Inhalten, sodass wir effektive Schulungslösungen für den exakten Lernbedarf jeder Organisation und jedes Einzelnen bereitstellen können, um deren Produktivität zu maximieren.

GH: Was macht die PTC University im Vergleich zu anderen Schulungsprogrammen so erfolgreich?
Cohen:
Bei unseren Programmen stehen die wirtschaftlichen Prioritäten des einzelnen Kunden im Vordergrund. Natürlich ist es wichtig, Schulungen über die Leistungsmerkmale und Funktionen durchzuführen. Noch wichtiger ist es jedoch, darauf einzugehen, wie die Anwender durch den Einsatz der Software sicherstellen können, dass die betriebswirtschaftlichen Zielsetzungen des Unternehmens erreicht werden. Hierzu muss das gesamte Produktentwicklungsteam nach Best Practices arbeiten, nicht nur einzelne Experten. Da jeder ein anderes Lernverhalten und -tempo hat, können wir das Programm sowohl auf den Einzelnen als auch auf die Organisation individuell zuschneiden. Ein gutes Schulungsprogramm beinhaltet eine Bedarfsbewertung, eine Schulungsplanung und die Option, individuelle und konfigurierte Lehrpläne zu entwickeln.

GH: Worauf sollten Unternehmen bei einem Schulungsanbieter achten?
Cohen: Es gibt einige wichtige Faktoren, die den entscheidenden Unterschied zwischen einem guten und einem hervorragenden Schulungsanbieter ausmachen. Meiner Meinung nach sollten Unternehmen auf sechs Faktoren achten:

  1. Es gibt viele verschiedene Lerntypen. Einige Personen bevorzugen Online-Schulungen im eigenen Tempo. Andere lernen am besten bei einem kursleitergeführten Kurs. Suchen Sie sich einen Anbieter, der vielfältige Inhalte und Bereitstellungsmethoden anbietet, von eLearning, Schulungen mit Kursleiter bis hin zu virtuellen Schulungen usw.
  2. Unternehmen jeder Art und Größe werden immer globaler. Viele haben bereits Standorte in China, Europa usw. Achten Sie deshalb darauf, dass der Inhalt in vielen Sprachen verfügbar ist, damit auch nicht muttersprachliche Kollegen von den Schulungen profitieren.
  3. Suchen Sie sich einen Anbieter, der durch seine Schulungen einen echten betriebswirtschaftlichen Nutzen liefert. Fragen Sie danach, welche Produktivitätsverbesserungen und welcher Mehrwert bei den bisherigen Schulungskunden erzielt wurden.
  4. Achten Sie darauf, dass der Anbieter Ihnen hilft, die Lernerfolge Ihrer Teilnehmer zu verfolgen und den individuellen Schulungsbedarf zu ermitteln. Allzu viele Anbieter bieten nur einen einzigen, allgemeinen Schulungsansatz.
  5. Arbeiten Sie mit einem Anbieter, der das richtige Lernprogramm für Einzelpersonen, Rollen oder Abteilungen in Ihrem Unternehmen ausarbeitet. Das Ziel muss die Optimierung Ihrer Produktentwicklung sein.
  6. Und schließlich sollten Sie mit einem Anbieter arbeiten, der über Tools und Prozesse für die Erfolgsmessung und Sicherstellung der Schulungsakzeptanz verfügt.

GH: Was möchten Sie Unternehmen sagen, die ihre Schulungsausgaben kürzen oder streichen möchten?
Cohen
: Überlegen Sie sich das gut! Wenn wir Unternehmen, die in Schulungen investiert haben, mit solchen vergleichen, die dies nicht tun, zeigen sich klare Unterschiede. Unzureichende Akzeptanz, ineffiziente oder suboptimale Verwendung der Technologie und geringe Rendite – all das tritt klar zu Tage. Bei Einzelpersonen besteht die Gefahr, dass ihre Leistung aufgrund ungenügender Fähigkeiten geringer ausfällt.

GH: Bei einigen Unternehmen sind Budgetkürzungen notwendig. Was ist Ihr Rat für sie?
Cohen
: Ich wäre nicht überrascht, wenn es in jedem Unternehmen irgendwelche Budgeteinschränkungen gäbe. Die Tage, in denen Anwender mehrere Wochen von der Arbeit freigestellt waren, um an Produktgrundlagenschulungen teilzunehmen und dann von internen Experten den letzten Feinschliff zu erhalten, sind vorbei. Um das vorhandene Budget optimal zu nutzen, würde ich daher drei Schritte empfehlen: Erstens, nutzen Sie Fähigkeitenbewertungen, um den Schulungsbedarf Ihres Unternehmens besser zu verstehen. Viele Fähigkeitenbewertungen sind kostenlos und können online durchgeführt werden. Zweitens, konzentrieren Sie sich auf die Bereiche mit dem größten Bedarf und dem größten betriebswirtschaftlichen Potenzial – der richtige Anbieter hilft Ihnen, diese Bereiche zu ermitteln. Und schließlich, erarbeiten Sie zusammen mit Ihrem Anbieter kreative Lösungen. Die besten Anbieter achten auf eine enge Zusammenarbeit mit dem Kunden und gestatten oft sogar den kostenlosen Zugang zu Schulungsunterlagen und Tutorien zum Selbststudium. Oder werden Sie Mitglied in den Blogs und Communitys des Anbieters – auch dort stehen oft kostenlose Ressourcen zur Verfügung.

GH: Inwiefern wird sich die PTC University durch Creo verändern?
Cohen: Die Vision und Strategie für Creo sehen vor, dass noch mehr Menschen in die Produktentwicklung einbezogen werden – Marketing, Produktion, Servicedokumentation usw. Creo Apps werden überall im Unternehmen in den verschiedensten Funktionen eingesetzt werden. Sie können sich vorstellen, dass dies einen modernen Schulungsansatz notwendig macht, mit leicht verdaulichen Minischulungen für nicht technische Anwender, kontextbezogenen On-Demand-Schulungen während der Verwendung des Produkts sowie unternehmensweiten Best Practices. Wir arbeiten intensiv an neuen Tools und Methoden, die die Produktivität mit Creo auf Anwender- und Organisationsebene optimieren sollen. In zukünftigen Artikeln der Reihe „Hinter den Kulissen“ werden wir weitere Arten vorstellen, wie die PTC University dazu beitragen kann, mit Creo eine optimale Produktivität zu erreichen.

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