Optimale Vorgehensweisen für CAD-Schulungen

Auch wenn die Unternehmensleitung CAD-Schulungen als wesentlichen Aufgabenbereich des CAD-Managers ansieht, sind viele CAD-Manager mit ihren anderen alltäglichen Aufgaben meist so ausgelastet, dass sie kaum die Zeit finden sich darum zu kümmern, dass ihre Benutzer in punkto Software und Hardware auf dem neuesten Wissensstand sind. Hinzu kommt, dass gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten der Rotstift oft zuerst bei den Schulungen angesetzt wird. Die folgenden optimalen Vorgehensweisen können Sie dabei unterstützen, dass Ihre Anwender jederzeit die richtigen Schulungen erhalten, damit sie ihre Aufgaben erledigen können. Denken Sie daran: Als CAD-Manager werden Sie letztendlich am Erfolg und der Produktivität Ihrer Benutzer gemessen. Vergessen Sie dabei nicht, dass auch Ihr Softwareanbieter ein wertvoller Partner sein kann, wenn es um die Ausarbeitung einer Schulungsstrategie geht. Schließlich weiß niemand mehr über Ihre Konstruktionssoftware als das Unternehmen, das sie entwickelt und unterstützt.

Definition von Schulungszielen. Kein Schulungsprogramm kann erfolgreich sein, wenn keine Ziele festgelegt werden. Nehmen Sie sich die Zeit, um die Bereiche zu ermitteln, in denen die Benutzer den größten Schulungsbedarf haben, um produktiver zu werden, da dies nicht für alle Mitarbeiter gleich sein wird.

Identifizierung häufiger Fehler. Analysieren Sie genau, welche Fehler Ihre Anwender immer wieder machen. Entwickeln Sie einen Schulungsplan, bei dem die Minimierung dieser Fehler im Vordergrund steht. So erzielen Sie direkte Zeit- und Kosteneinsparungen.

Festlegung eines „Power Users“, der die Inhouse-Schulungen überwacht. Lassen Sie Kollegen Schulungen abhalten. Das entlastet Sie nicht nur, sondern verteilt auch das Wissen Ihrer Mitarbeiter besser und schafft ein Forum, in dem die Anwender Tipps für die effizientere Bedienung der Software und andere Tricks austauschen können, um Zeitverschwendung zu begegnen.

Programm für selbstständiges Lernen. Schaffen Sie Bücher und Schulungsvideos mit Lernprogrammen und Übungen an, die Ihre Anwender selbstständig in ihrer Freizeit bearbeiten können. Erstellen Sie selbst individuelle Schulungsunterlagen, beispielsweise Mappen oder Videos, um die Benutzer über die Verwendung von angepassten Standards und die Vermeidung von Fehlern aufzuklären.

Förderung der Beteiligung an Softwarebenutzergruppen. Bestärken Sie die Anwender darin, sich an lokale oder nationale Benutzergruppen zu wenden, die kostenlos oder sehr günstig Benutzerforen, Lernprogramme und andere Schulungsressourcen anbieten.

Aufbau einer eigenen unternehmensinternen Benutzergruppe. Finden Sie heraus, welche Benutzer besonders motiviert sind und daran interessiert sind, mehr über die verwendeten CAD-Tools zu lernen. Bitten Sie diese Benutzer, eine Benutzergruppe aufzubauen. Wenn die Gruppe aufgebaut ist, sollten sie regelmäßige Besprechungen planen, Themen sammeln und kontinuierlich neue Mitglieder unter den Angestellten werben.

Nutzung der Schulungsoptionen des Softwareanbieters. Die meisten Softwarehersteller bieten eine Vielzahl von Schulungsmöglichkeiten, von traditionellen Präsenzschulungen, über Online-Schulungen zum Selbststudium, bis hin zu Online-Bibliotheken mit Schulungsunterlagen und Lernprogrammen. Viele dieser Angebote sind kostenlos. Zu den Serviceangeboten gehören u.U. individuelle Leistungsbewertungen, Vergleichsanalysen und individuelle Schulungspläne für die spezifischen Anforderungen Ihres Teams.

Fortbildung. Viele CAD-Manager fürchten um ihren Job. Seien Sie deshalb proaktiv und bilden Sie sich konsequent über die neuesten Software- und Hardwareentwicklungen sowie moderne Programmiertechniken weiter, damit sie technisch stets auf dem Laufenden sind und Ihren Wert für Ihren Arbeitgeber erhalten.

Individuelle Schulungen. Unabhängig von den verwendeten Schulungsmethoden hat jeder Benutzer ein anderes Lernverhalten. Hier spielen unzählige Faktoren eine Rolle, beispielsweise das Alter, die Persönlichkeit, der persönliche und berufliche Hintergrund, die Intelligenz und die Lernbereitschaft. Es ist gar nicht so einfach, ein Lehrmodell auszuarbeiten, das allen Lerntypen gerecht wird, aber unbedingt notwendig, wenn die Schulungen in Gruppen durchgeführt werden.

Nachbereitung. Setzen Sie innerhalb von 30 Tagen nach einer Schulung eine Nachfolgeschulung an um sicherzustellen, dass die Teilnehmer die erlernten Prozesse korrekt umgesetzt haben. Das hat den Vorteil, dass einerseits in der Gruppe die ersten Erfolge gefeiert und andererseits Schwierigkeiten und Probleme besprochen werden können, die bei der Übernahme der neuen Methoden in den Konstruktionsprozess des Unternehmens aufgetreten sind.

Bild: dbostrom

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