Vorstellung von Creo

Gemeinsam mit Hunderten anderen Teilnehmern warteten wir gespannt vor dem Park Plaza Castle in Boston auf den Einlass zur großen Vorstellung des lange erwarteten neuen Produkts von PTC mit dem Codenamen Projekt Lightning. Die Besucher – Vertreter der Presse, Blogger und Analysten sowie zahlreiche PTC Kunden – konnten es kaum erwarten, endlich mehr Details über diese neue Technologieplattform zu erfahren. PTC hatte erstmals im Juni angekündigt, dass sich die die Art und Weise der Produktentwicklung in Unternehmen radikal verändern wird. Nach dem Einlass sahen die Teilnehmer im Inneren des höhlenartigen Gebäudes eine Art Gefängniszelle. Scheinwerfer und Sirenen begleiteten einige Gefangene in orangefarbenen Overalls, die durch die Menge in einen Metallkäfig geführt wurden. Nachdem der neue Name bekannt gegeben worden war, wurden die Gefangenen, auf deren Rücken die Worte „Value“ (Wertschöpfung), „Teamwork“ (Teamarbeit), „Efficiency“ (Effizienz) und „Creativity“ (Kreativität) zu lesen waren, freigelassen.

Jim Heppelmann stellt Creo vor

Mit Creo (lateinisch für „erschaffen“) können Unternehmen die Wertschöpfung, Teamarbeit, Effizienz und Kreativität freisetzen, die in ihren Produktentwicklungsprozessen schlummern. PTC CEO Jim Heppelmann eröffnete die Vorstellung mit der kurzen Erklärung, dass Creo aus der Überzeugung von PTC entstanden sei, die Probleme, mit denen die Kunden bei der Produktkonstruktion auch heute noch zu kämpfen hätten, endlich zu lösen. Durch die Verwendung eines allgemeinen Datenformats wird Creo nach Aussage Heppelmanns die Interoperabilität während des gesamten Konstruktionszyklus ermöglichen – und zwar selbst in Umgebungen mit mehreren CAD-Systemen. Brian Shepherd, Executive Vice President, Product Development, und Mike Campbell, Divisional VP, Design and Visualization Products, beide von PTC, waren als nächste dran. Sie wechselten sich in ihrer Präsentation ab und erklärten, dass es sich bei Creo nicht um ein einzelnes Produkt handelte, sondern um eine Suite von interoperablen Spezial-Apps, die es allen Benutzern im erweiterten Konstruktionsteam ermöglichen sollen, das am besten für ihre Aufgabe geeignete Tool zu wählen. Bisher benachteiligte Aufgabenbereiche wie Konzeptdesigner, Analysten, Serviceplaner, Marketingmitarbeiter und Fertigungsingenieure sollen damit in der Lage sein, den Konstruktionsansatz (2D, direkte oder parametrische 3D-Modellierung) zu wählen, mit dem sie in ihrer jeweiligen Rolle am besten zurecht kommen.

Brian Shepherd erklärt die bahnbrechenden Technologien von Creo

Brian Shepherd bezeichnete Creo als die „perfekten Apps“ und erklärte, dass alle Änderungen am Produktmodell innerhalb der Creo Produktfamilie vollkommen assoziativ seien, obwohl die verschiedenen Teilnehmer im Konstruktionsteam unterschiedliche Modellierungstools verwendeten. Dank der Creo Technologie AnyData Adoption können die Produktdaten nahtlos und ohne Datenverlust zwischen den 2D- und 3D-Modellierungs-Apps in Creo verschoben werden. Besonders beeindruckt waren die Zuschauer von AnyBOM Assembly, einem einzigartigen Konzept für die Baugruppenverwaltung, das die schnelle Erstellung beliebiger Konfigurationen und die sofortige Aktualisierung im CAD-Modell ermöglicht. Dabei wird eine von PTC als „Top-Down“-Verfahren bezeichnete Vorgehensweise verwendet. Creo AnyBOM Assembly ermöglicht das schnelle Erzeugen einer 3D-Konfiguration eines Produkts. Im Anschluss hatten die Teilnehmer in einem Nebenraum Gelegenheit, sich persönlich mit PTC Mitarbeitern zu unterhalten und sich über die Angebote der PTC Partner für Creo zu informieren.

Live-Vorführungen von Creo

Es gab mehrere kleinere Präsentationen, in denen PTC Kunden ihren Eindruck von der neuen Creo Strategie erläuterten. Optimismus prägte dabei die vorherrschende Grundstimmung. Ein Kunde nach dem anderen sprach über die Vorteile der Creo Apps für sein jeweiliges Unternehmen. Später erläuterten drei der anwesenden Analysten, welche massiven Veränderungen der CAD-Branche und letztendlich der Produktkonstruktionsprozesse sie von Creo erwarten. John MacKrell von CIMdata meinte, seiner Meinung könnte Creo „der Veränderung den Weg bahnen, da es die bisherigen Barrieren für den Wechsel zu einer anderen Lösung aufhebt.“ MacKrell geht davon aus, dass Creo neue Anwender für die CAD-Welt begeistern wird, was signifikante Folgen haben könnte. „CAD-Daten werden heutzutage bei weitem nicht ausreichend genutzt“, so MacKrell. „Dabei enthalten 3D-Daten unglaublich viele Informationen. Creo könnte der Schlüssel dazu sein, diese Informationen auch für andere nutzbar zu machen.“

Das Publikum lauscht den Ausführungen zur Vision PTCs für CAD und Creo

Insgesamt war auf der Creo Premierenfeier viel Begeisterung zu spüren, nachdem die Gäste die Roadmap der neuen Produktstrategie von PTC erfahren hatten. Wird Creo dem Versprechen, die Art und Weise, wie neue Produkte in Unternehmen entwickelt werden, radikal zu verändern, gerecht werden? Ich denke, der Beweis muss noch erbracht werden oder, wie es ein Redakteur ausdrückte: „Das hört sich wirklich toll an. Jetzt geht es nur noch um die Umsetzung.“ Waren Sie auch bei der Veranstaltung dabei? Vielleicht waren Sie ja ebenfalls in Boston oder virtuell zugeschaltet? Was waren denn Ihre Eindrücke?

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