Optimale Vorgehensweisen für das Konfigurationsmanagement

Moderne CAD-Systeme sind in der Lage, eine schwindelerregende Menge von Teilen und Baugruppen zusammen mit begleitenden Lieferbestandteilen wie Zeichnungen, Illustrationen, Werkzeugwegen usw. zu erzeugen. Die Pflege und Verwaltung all dieser Produktdaten stellen für Unternehmen auch heute noch eine große Herausforderung dar und können eine Unternehmenskrise auslösen, wenn sie nicht richtig durchgeführt werden. Das Ziel von Tools für das Konfigurationsmanagement (KM) besteht darin, Ordnung ins Chaos zu bringen und die Identifizierung, Erfassung, Evaluierung, Verfolgung, Koordinierung, Auswertung und Kontrolle von CAD-Teilen und -Baugruppen während des gesamten Lebenszyklus eines Produkts zu ermöglichen.

KM bietet Unternehmen unzählige Vorteile. Sie können mehrere Konfigurationen pro Produkt erstellen, indem sie Regeln definieren, die von den Konstrukteuren befolgt werden müssen. Durch die strikte Einhaltung der definierten Regeln und Best Practices können anhand einer einzigen Stückliste tausende von Konfigurationen zur Steuerung des CAD-Modells generiert werden. Durch die Wiederverwendung der Daten wird die Effizienz insgesamt deutlich erhöht.

Ein effektives KM-System ermöglicht die geordnete Verwaltung von Produktinformationen und Produktänderungen, die Schaffung einer bekannten Basis für Konstruktionsänderungen und den Änderungsprozess, die Identifizierung und Evaluierung der Auswirkungen von Änderungsvorschlägen, die Herstellung von Zusammenhängen zwischen Konstruktion und funktionellen Anforderungen, die Organisation wichtiger Produktdaten und -beziehungen, die Verifizierung der tatsächlichen Produktkonfiguration anhand der erforderlichen Konstruktionsattribute sowie die Verifizierung und Aufzeichnung von Änderungen an einem Produkt während des gesamten Lebenszyklus.

Der erste Schritt für ein erfolgreiches Konfigurationsmanagement ist die Auswahl der Konfigurationselemente (Produkte) und die Angabe der funktionellen und nicht funktionellen Anforderungen an einen Entwurfsvorschlag. Viele Projekte scheitern an unvollständigen, unzureichenden und fehlenden Anforderungen.

Deshalb nachfolgend einige optimale Vorgehensweisen für die Implementierung von Konfigurationsmanagement:

  • Planung. Kümmern Sie sich um die Richtlinien für das KM-System, bevor sie zum Problem werden. Identifizieren, dokumentieren und planen Sie die KM-Implementierung. 
  • Auswahl der richtigen Tools und Methoden für Ihre Produkte und Prozesse.
  • Definition und Dokumentation der KM-Prozesse. Identifizieren Sie Rollen und Zuständigkeiten sowie den Geschäftsablauf und organisatorische Änderungen. Durchführung von Konfigurationsmanagement von vornherein und während der gesamten Projekte und Programme. 
  • Vorbereitung eines Anforderungen-Dokuments bzw. einer Anforderungen-Dokumentation oder -Spezifikation mit einer Verfolgbarkeitsmatrix. 
  • Kennzeichnung und Beschriftung von Dokumenten und Produkten mit ihren Anforderungen und ihrer Konstruktion. 
  • Erzeugung der Basis-Anforderungen, des Basis-Entwurfs, -Produkts, -Systems als Grundlage für die Kontrolle. 
  • Definition eines Prozesses und eines Gremiums für die Konfigurationskontrolle (Prüfteam/-gremium/-komitee) als Bestandteil des übergeordneten Änderungsmanagementprozesses.
  • Dokumentation eines Freigabemanagementprozesses. 
  • Definition und Implementierung von Sicherheitsmechanismen und Zugriffssteuerung. 
  • Erstellung einer Konfigurationsverifizierung/-prüfung zur Verifizierung der Leistung und Einheitlichkeit der KM-Maßnahmen. 
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