Der CAD-Markt ist den Kinderschuhen entwachsen, aber die Probleme bleiben

Während der 1990er-Jahre war die CAD-Welt von der Einführung der 3D-Volumenmodellierer und der Aussicht getragen, dass diese Tools die Produktkonstruktion radikal verändern würden. Innovationen wie die parametrische Modellierung fanden in zukunftsorientierten Organisationen, die sich davon einen Vorteil gegenüber ihren Wettbewerbern erhofften, große Akzeptanz. Die Konkurrenz zog aber bald nach und so wurde die 3D-Modellierung in diesem Jahrzehnt unverzichtbar. Seit damals hat es allerdings kaum noch radikale Innovationen in der CAD-Welt gegeben.

Die Softwareanbieter haben ihre Technologie natürlich verfeinert, aber eine wirklich zukunftsweisende Neuerung hat es nicht mehr gegeben. Bei den neuen Versionen der CAD-Systeme standen die Weiterentwicklung der Benutzeroberfläche, die Automatisierung weiterer Funktionen und Spezialmodule im Vordergrund. Die zentralen Modellierungsmodelle blieben unangetastet. Das ist auch der Grund, warum so viele Experten überzeugt sind, dass der CAD-Markt gesättigt ist und stagniert. Wenn Branchen diesen Punkt erreichen, liegt das in der Regel daran, dass alle großen Probleme gelöst wurden.

In diesem kritischen Bereich der Produktentwicklung gibt es aber immer noch große Hürden zu überwinden. Die Benutzerfreundlichkeit ist nach wie vor ein großes Thema, insbesondere, weil immer mehr Personen beteiligt sind und im Verlauf des Entwicklungszyklus Änderungen an den Produkten vornehmen. Das Baugruppenmanagement und die Interoperabilität verursachen den Unternehmen ebenfalls immer noch Schwierigkeiten. Und wo es große Probleme gibt, da gibt es auch viel Potenzial für Innovation. Bei einer kürzlich von PTC in Auftrag gegebenen internationalen Umfrage wurden mehr als 4.000 Benutzern sämtlicher CAD-Produkte nach ihren größten Frustfaktoren im CAD-Bereich gefragt. Hier sehen Sie die wichtigsten Ergebnisse:

  • 32 %: Änderungen an CAD-Konstruktionen, insbesondere, wenn diese von anderen Personen erstellt wurden
  • 19 %: Keine sinnvolle Möglichkeit, Daten aus mehreren CAD-Systemen produktiv zu nutzen
  • 14 %: Schwierigkeiten beim Erstellen/Validieren mehrerer Konfigurationen von umfangreichen, komplexen Produkten
  • 10 %: Erfüllung von Anfragen aus anderen Abteilungen
  • 9 %: Schulung und Mentoring für neue/weniger geschickte Anwender

Was denken Sie darüber? Denken Sie, die CAD-Technologie ist ausgereift? Decken sich die Umfrageergebnisse mit Ihren Erfahrungen? Diskutieren Sie mit, und hinterlassen Sie uns einen Kommentar. Sie können auch diesen Blog abonnieren und uns dabei helfen, den MCAD-Markt weiterhin neu zu definieren.

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